MÄRKTE-Neue Gefechte zwischen USA und Iran treiben Ölpreis
Frankfurt, 08. Mai (Reuters) - Neue militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise am Freitag angeschoben. Das Nordseeöl BrentLCOc1 verteuerte sich in der Spitze um 2,9 Prozent auf 102,92 Dollar je Fass. Das US-Öl WTICLc1 wurde mit 98,64 Dollar je Fass zeitweise vier Prozent höher gehandelt. Anleger fürchteten, dass die wiederaufgeflammten Spannungen den brüchigen Waffenstillstand in Nahost bedrohen. Ein Friedensdeal würde damit in weite Ferne rücken. Der Weg zu einer dauerhaften Einigung verlaufe alles andere als geradlinig, kommentierte Chris Weston, Forschungsleiter bei Pepperstone.
An den vergangenen drei Handelstagen waren die Ölpreise wegen der Spekulationen auf ein baldiges Kriegsende um mehr als zehn Prozent eingebrochen. Investoren setzten darauf, dass im Zuge der Verhandlungen auch die für den Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus wieder passierbar wird, die vom Iran blockiert wird. Die Lieferausfälle bei Rohöl seit Kriegsbeginn Ende Februar hatten die Preise in die Höhe schnellen lassen und eine Energiekrise ausgelöst. Brent notierte vergangene Woche mit gut 126 Dollar je Fass auf dem höchsten Stand seit März 2022. "Auf der Angebotsseite bleibt die Lage angespannt," resümierte IG-Analyst Tony Sycamore.
US-Präsident Donald Trump versuchte trotz der neuen gegenseitigen Angriffe, Befürchtungen über ein Ende der Waffenruhe zu zerstreuen. Die Feuerpause sei weiterhin in Kraft, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) dem Sender ABC News. Washington wartet derzeit auf eine Antwort Teherans auf einen US-Vorschlag zur formellen Beendigung des Krieges.
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