MÄRKTE-Öl-Notierungen ziehen nach Preisrutsch wieder etwas an
Frankfurt, 07. Mai (Reuters) - Zweifel an einem baldigen Durchbruch in den US-Friedensverhandlungen mit dem Iran machen Öl am Donnerstag wieder teurer. Die Preise für Brent-NordseeölLCOc1 und die US-Ölsorte WTICLc1 stiegen in der Spitze um jeweils mehr als ein Prozent auf 102,55 beziehungsweise 96,48 Dollar je Fass. Ob die Friedensglocke vorschnell geläutet worden sei, dürften erst die kommenden Tage oder Wochen zeigen, sagt Thomas Altmann von QC Partners. "Zuletzt war der Optimismus der Börsianer mehrmals verfrüht."
Am Mittwoch hatten Spekulationen auf ein baldiges Kriegsende im Nahen Osten die Öl-Notierungen zeitweise um rund zwölf Prozent auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen einbrechen lassen. Insidern zufolge näherten sich die USA und der Iran einem ersten Rahmenabkommen an. Die Regierung in Teheran prüfe einen neuen US-Vorschlag, hieß es am Mittwoch aus dem Iran.
Investoren hoffen, dass im Zuge der Verhandlungen auch die Blockade der für den Öltransport wichtigen Wasserstraße von Hormus aufgehoben wird. Die Lieferausfälle bei Rohöl seit Kriegsbeginn Ende Februar hatten die Preise hochkatapultiert und eine Energiekrise ausgelöst. Brent notierte vergangene Woche mit gut 126 Dollar je Fass auf dem höchsten Stand seit März 2022.
Experten zufolge müssen sich Anleger jedoch selbst im Falle eines baldigen Durchbruchs bei den Friedensverhandlungen auf anhaltend hohe Ölpreise einstellen. Auch wenn die Meerenge in den kommenden Wochen wieder geöffnet werde, dürfte der Ölpreis aufgrund der Schäden an der Energieinfrastruktur erst einmal nicht deutlich zurückgehen, prognostizieren die Analysten der OCBC Bank.
Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE
Empfohlene Artikel








