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NAHOST-TICKER-Merz pocht auf Verhandlungen: Iran darf nicht mehr auf Zeit spielen

ReutersMay 5, 2026 5:11 PM
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- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.01 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz fordert den Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Er muss aufhören, auf Zeit zu spielen." Der Iran müsse sein Atomwaffenprogramm einstellen. Es dürfe auch keine Angriffe mehr auf Israel und Golf-Staaten geben. Deutschland setze sich für frei Seewege ein. Dies solle auch militärisch erfolgen, sobald dafür die Voraussetzungen erfüllt seien. Ein erstes deutsches Schiff sei bereits unterwegs in das östliche Mittelmeer, wo es "vorstationiert" werde. Der Iran blockiert nach Angriffen der USA und Israels die für Energietransporte wichtige Straße von Hormus, eine Meerenge im Persischen Golf.

18.20 Uhr - Der israelische Außenminister Gideon Saar unterstreicht, der Militäreinsatz im Libanon sei befristet angelegt. "Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon", sagt Saar bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Einziges Ziel der militärischen Präsenz sei der Schutz der Bevölkerung Israels. Daher sei es erforderlich, die radikal-islamische Hisbollah zu zerschlagen.

16.37 Uhr - Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bekämpft nach Angaben des Verteidigungsministeriums iranische Raketen- und Drohnenangriffe. Das Außenministerium spricht von einer schweren Eskalation sowie einer direkten Bedrohung der Sicherheit und behält sich das Recht auf eine Reaktion vor. Damit ereignen sich derartige Vorfälle den zweiten Tag in Folge, nachdem Drohnen einen Brand in einer Ölanlage ausgelöst hatten.

14.00 Uhr - Die USA wollen die Schifffahrt vor iranischer Aggression schützen, wie Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz betont. Der Militäreinsatz "Project Freedom" in der Straße von Hormus sei jedoch vorübergehend angelegt, betont er.

06.55 Uhr - Indien hat den mutmaßlich iranischen Luftangriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) vom Montag verurteilt. Dieser Angriff, bei dem drei indische Staatsbürger verletzt worden seien, sei "inakzeptabel", erklärt das indische Außenministerium auf dem Kurznachrichtendienst X. Indien fordere die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten sowie der Angriffe auf zivile Infrastruktur und unschuldige Zivilisten. Den VAE zufolge wurde bei einem iranischen Drohnenangriff eine Ölanlage in der Hafenstadt Fudschaira getroffen.

05.16 Uhr - Nach einem Brand auf einem von Südkorea betriebenen Schiff in der Straße von Hormus wollen die Behörden in Seoul die Ursache untersuchen. Das südkoreanische Außenministerium teilt mit, man werde die genaue Ursache des Unglücks klären, wenn das Schiff abgeschleppt und der Schaden begutachtet worden sei. Nach Angaben eines Sprechers der Reederei HMM war das Feuer im Maschinenraum des unter der Flagge Panamas fahrenden Frachtschiffes ausgebrochen. An Bord seien 24 Besatzungsmitglieder, darunter sechs südkoreanische Staatsangehörige. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Iran beschuldigt, das Schiff beschossen zu haben. Er forderte Südkorea auf, sich den US-Bemühungen zur Öffnung der Meerenge anzuschließen.

03.42 Uhr - Das US-Militär hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Handelsschiffe durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu eskortieren. Zwei US-Handelsschiffe hätten die Meerenge mit Unterstützung von Zerstörern der Marine passiert, teilte das US-Militär mit. Die Reederei Maersk MAERSKb.CO bestätigte, dass der unter US-Flagge fahrende Frachter "Alliance Fairfax" am Montag in Begleitung des US-Militärs den Golf über die Straße von Hormus verlassen habe. Der Befehlshaber der US-Streitkräfte in der Region, Admiral Brad Cooper teilt mit, das US-Militär ermutige Schiffe und Reedereien, die Meerenge trotz iranischer Drohungen zu durchfahren.

03.11 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilt die erneuten iranischen Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate und fordert Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut Opfer iranischer Drohnen- und Raketenangriffe geworden. Diese Angriffe verurteilen wir scharf. Unsere Solidarität gilt den Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und unseren Partnern in der Region", erklärt Merz auf X. Teheran müsse verhandeln und aufhören, die Welt zur Geisel zu nehmen: "Die Blockade der Straße von Hormus muss enden. Teheran darf keine Nuklearwaffe bauen. Es darf keine weiteren Drohungen und Angriffe gegen unsere Partner geben."

02.15 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die iranischen Drohnen- und Raketenangriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate. "Wir stehen solidarisch an der Seite der VAE und werden die Verteidigung unserer Partner am Golf weiterhin unterstützen", sagt Starmer einer Mitteilung seines Büros zufolge. "Diese Eskalation muss aufhören. Der Iran muss sich ernsthaft an Verhandlungen beteiligen, um sicherzustellen, dass der Waffenstillstand im Nahen Osten Bestand hat und eine langfristige diplomatische Lösung erreicht wird."

00.25 Uhr - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt, es gebe für die Krise in der Straße von Hormus keine militärische Lösung. Die Gespräche unter Vermittlung Pakistans machten Fortschritte. Zugleich warnt er die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate davor, sich von "Übelwollenden in einen Sumpf" ziehen zu lassen.

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