US-Verteidigungsminister: Waffenruhe mit Iran hält trotz Gefechten
Washington, 05. Mai (Reuters) - Trotz neuer Gefechte am Persischen Golf ist die Waffenruhe mit dem Iran nach Angaben der US-Regierung nicht beendet. Die USA hätten erfolgreich eine Route durch die Straße von Hormus gesichert, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Dienstag. Hunderte Handelsschiffe stünden bereit, um die wichtige Wasserstraße zu passieren. Die Regierung in Washington versuche damit, die Kontrolle des Iran über die Meerenge zu brechen, die das Land seit Beginn des Konflikts am 28. Februar beanspruche. "Wir wissen, dass diese Tatsache für die Iraner ein Gesichtsverlust ist", sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz in Washington. "Sie haben gesagt, sie kontrollieren die Meerenge. Das tun sie nicht."
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben sechs kleine iranische Boote versenkt sowie Marschflugkörper und Drohnen abgefangen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Marine entsandt, um festliegende Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Er nannte die Mission "Project Freedom". Am Montag hatten mehrere Handelsschiffe im Golf Explosionen oder Brände gemeldet. Zudem wurde ein Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), wo sich ein großer US-Militärstützpunkt befindet, durch iranische Raketen in Brand gesetzt.
Der Vorsitzende des US-Generalstabs, General Dan Caine, erklärte, der Iran habe seit der Bekanntgabe der Waffenruhe am 7. April neunmal auf Handelsschiffe geschossen und zwei Containerschiffe beschlagnahmt. Zudem seien die US-Streitkräfte mehr als zehnmal angegriffen worden. Diese Angriffe lägen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch "unterhalb der Schwelle zur Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen", sagte Caine vor Journalisten. Auf die Frage, ob die Feuerpause weiterhin Bestand habe, antwortete Hegseth: "Die Waffenruhe ist nicht beendet." Die USA hätten angekündigt, sich entschlossen zu verteidigen, und dies auch konsequent getan.
Der Einsatz ist Trumps jüngster Versuch, die Unterbrechung der internationalen Energieversorgung durch die iranische Blockade der Meerenge zu beenden. Vor dem Krieg wurde ein Fünftel des weltweiten Erdöls und Flüssiggases durch das Nadelöhr transportiert. Die US-Marine hält zudem eine Seeblockade gegen den Iran aufrecht, die Schiffe daran hindert, iranisches Territorium anzusteuern oder zu verlassen.
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