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NAHOST-TICKER-Türkei warnt vor längerer Energiekrise durch Iran-Krieg

ReutersMay 4, 2026 6:06 PM
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- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.57 Uhr - Die Welt muss sich nach Einschätzung des türkischen Energieministers Alparslan Bayraktar darauf einstellen, dass die durch den Iran-Krieg ausgelöste Preis- und Versorgungskrise auf dem Energiemarkt länger andauert. Die Türkei selbst habe derzeit keine Engpässe, sagt Bayraktar dem Sender Tvnet. Allerdings vergrößerten die Entwicklungen rund um die gesperrte Straße von Hormus und der Opec-Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate im vergangenen Monat die Unsicherheiten.

19.32 Uhr - Das US-Militär hat Präsident Donald Trump zufolge sieben Schnellboote abgeschossen. Zudem wirft Trump dem Iran vor, ein südkoreanisches Frachtschiff angegriffen zu haben. Er fordert Südkorea auf, sich an dem Einsatz zum Schutz der Schifffahrt in der Region zu beteiligen. Abgesehen von diesem Zwischenfall gebe es keine Schäden bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus, sagt Trump weiter. Zuvor meldete das südkoreanische Außenministerium eine Explosion auf dem Frachter "HMM Namu".

18.38 Uhr - Das US-Militär zerstört nach Angaben von US-Admiral Brad Cooper sechs kleine iranische Boote und fängt vom Iran abgefeuerte Marschflugkörper und Drohnen ab. Dies geschehe im Rahmen der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus, sagt der Chef des US-Zentralkommandos. Er rate den iranischen Streitkräften "dringend", sich von US-Militäranlagen fernzuhalten. Eine US-Seeblockade, die Schiffe an der Fahrt in den oder aus dem Iran hindert, bleibe in Kraft und übertreffe die Erwartungen, erklärt Cooper weiter.

17.32 Uhr - In der Ölanlage Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bricht nach Behördenangaben infolge eines Drohnenangriffs aus dem Iran ein Feuer aus. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um den Brand einzudämmen, teilt das örtliche Medienbüro mit. Die Ölpreise legen daraufhin weiter zu: US-LeichtölCLc1 verteuert sich im Verlauf um mehr als drei Dollar, Nordsee-Öl der Sorte BrentLCOc1 um mehr als fünf Dollar. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran liegt zunächst nicht vor.

16.32 Uhr - Das Versorgungsschiff "Mosel" der Bundesmarine beendet seinen bisherigen Auftrag in der Ägäis und bereitet sich auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor. Das Schiff wechsle dazu in einen Nato-Minenabwehrverband im Mittelmeer, teilt das Verteidigungsministerium mit. Zu dem Verband stoße auch das Minenjagdboot "Fulda", das in Richtung Mittelmeer ausgelaufen sei. Durch die Verlegung wird der deutsche Beitrag zur Nato-Unterstützung in der Ägäis, die dem Kampf gegen Schleppernetzwerke dient, vorübergehend ausgesetzt. Voraussetzungen für einen Einsatz in der Straße von Hormus seien eine nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestags, heißt es weiter.

16.10 Uhr - Südkorea prüft der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge Geheimdienstinformationen, wonach ein unter südkoreanischer Flagge fahrendes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen worden sei. Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM011200.KS teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass im Maschinenraum eines ihrer Frachter ein Brand ausgebrochen sei. Die Ursache des Brandes werde noch untersucht.

13.30 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert die Führung in Teheran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Dies habe er dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat am Sonntag deutlich gemacht, sagt Wadephul in Athen. Der Iran müsse zugleich erkennen lassen, dass das Land auf eine nukleare Bewaffnung verzichten werde. "Hier unterstützt Deutschland vollständig die amerikanische Verhandlungsposition." Es gebe zudem keine Berechtigung, dass der Iran die Straße von Hormus blockiere, betont Wadephul. Er setze daher weiter auf den "Verhandlungspfad, der vom Iran jetzt aber auch beschritten werden muss".

13.14 Uhr - Das US-Militär bestreitet, dass ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus von iranischem Beschuss getroffen worden sei. Kein Schiff der US-Marine sei getroffen worden, teilt das zuständige US-Zentralkommando mit. Ein ranghoher Vertreter des Iran teilte Reuters mit, die iranischen Streitkräfte hätten einen Warnschuss abgefeuert, um die Einfahrt eines US-Kriegsschiffes in die Straße von Hormus zu verhindern. Zuvor hatte der Iran mitgeteilt, dass seine Streitkräfte US-Kriegsschiffe an einem Vordringen in die Meerenge gehindert hätten. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte gemeldet, dass dabei ein US-Kriegsschiff von zwei Raketen getroffen worden sei.

12.11 Uhr - Der Iran hat nach einem Bericht des Staatsfernsehens zufolge US-Kriegsschiffe am Vordringen in die Straße von Hormus gehindert. Ein US-Kriegsschiff sei nahe der Hafenstadt Dschask von zwei Raketen getroffen und zur Umkehr gezwungen worden, nachdem es zuvor eine Warnung des Iran ignoriert habe, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf örtliche Insider. Ein hochrangiger US-Vertreter bestritt hingegen gegenüber einem Reporter des Nachrichtenportals Axios, dass ein US-Kriegsschiff von iranischen Raketen getroffen worden sei.

10.00 Uhr - Das US-Militär hat 22 Besatzungsmitglieder eines im vorigen Monat festgesetzten Containerschiffs aus dem Iran nach Pakistan gebracht. Wie das Außenministerium in Islamabad weiter mitteilt, sollen sie am Montag den iranischen Behörden übergeben werden. Es handele sich um eine "vertrauensbildende Maßnahme". Das Schiff solle nach notwendigen Reparaturen ebenfalls in pakistanische Hoheitsgewässer verlegt und seinen iranischen Eignern zurückgegeben werden. Das US-Militär hatte die unter iranischer Flagge fahrende "Touska" im April vor der Küste des iranischen Hafens Tschahbahar im Golf von Oman geentert. Das Schiff gehört zur iranischen Reederei Islamic Republic of Iran Shipping Lines (IRISL), die von den USA mit Sanktionen belegt wurde. Dem US-Militär zufolge hatte die Besatzung des Schiffes gegen die US-Blockade iranischer Häfen verstoßen. Der Iran hatte den Vorfall als "rechtswidrig" verurteilt und die sofortige Freigabe des Schiffes und seiner Besatzung gefordert. Pakistan vermittelt zwischen dem Iran und den USA.

08.23 Uhr - Angesichts der Unstimmigkeiten zwischen einigen europäischen Staaten und US-Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran-Krieg versucht Nato-Generalsekretär Mark Rutte, die Wogen zu glätten. Die Europäer hätten Trumps Botschaft verstanden und sorgten nun dafür, dass Abkommen zur Nutzung von Militärstützpunkten umgesetzt würden, sagt Rutte. Trump wirft einigen Nato-Staaten vor, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend zu unterstützen. So hatte Spanien den USA die Nutzung von Stützpunkten im Land für Einsätze im Iran untersagt. "Ja, es gab eine gewisse Enttäuschung auf US-Seite, aber die Europäer haben zugehört", sagte Rutte bei einem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien. Trump hatte zuletzt einige Schritte mit Blick auf die Nato angekündigt, die von vielen als eine Art Bestrafung für nach Trumps Ansicht mangelnde Unterstützung oder unbotmäßige Kritik interpretiert worden waren. Im Visier hat Trump neben Spanien auch Deutschland.

08.11 Uhr - Der Iran warnt die US-Marine vor einer Einfahrt in die Straße von Hormus. Das melden staatliche Medien unter Berufung auf das Oberkommando der iranischen Streitkräfte. Die USA hatten zuvor erklärt, im Persischen Golf festsitzenden Schiffen eine Ausfahrt durch die vom Iran blockierte Meerenge ermöglichen zu wollen. In der iranischen Mitteilung heißt es weiter: "Wir haben wiederholt erklärt, dass die Sicherheit der Straße von Hormus in unseren Händen liegt." Die sichere Durchfahrt von Schiffen müsse mit den iranischen Streitkräften koordiniert werden.

04.30 Uhr - Einem Medienbericht zufolge sieht der neue US-Einsatz in der Straße von Hormus nicht zwingend vor, dass US-Kriegsschiffe Handelsschiffe direkt eskortieren. Das berichtet der Reporter Barak Ravid vom US-Nachrichtenportal Axios auf der Plattform X. Die Schiffe der US-Marine würden sich jedoch "in der Nähe" aufhalten. Damit solle im Bedarfsfall verhindert werden, dass das iranische Militär Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Meerenge angreift.

02.25 Uhr - Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet einen Zwischenfall 78 Seemeilen nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Tanker sei während der Durchreise von unbekannten Geschossen getroffen worden, teilt die Behörde mit. Die gesamte Besatzung sei in Sicherheit.

01.40 Uhr - Das US-Militär unterstützt eigenen Angaben zufolge den für Montag angekündigten Einsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Der Einsatz erfolge auf Anweisung des US-Präsidenten und solle Handelsschiffen die freie Durchfahrt durch den wichtigen internationalen Handelskorridor ermöglichen, teilt das amerikanische Militär mit. US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner eigenen Plattform Truth Social bereits angekündigt, dass die USA ab Montag die in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe befreien wollen.

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