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Hapag-Lloyd: Hormus-Transit für unsere Schiffe derzeit unmöglich

ReutersMay 4, 2026 9:23 AM
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- Hapag-LloydHLAG.DE sieht auch nach der jüngsten US-Ankündigung, Handelsschiffe durch die Straße von Hormus zu geleiten, vorerst keine Möglichkeit für einen Transit der eigenen Frachter. Weiterhin säßen vier Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei im Persischen Golf fest, bestätigte eine Konzersprecherin am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben die jüngste Meldung zur Kenntnis genommen", erklärte sie. Derzeit prüfe Hapag-Lloyd die Informationen und stehe in engem Kontakt mit zuständigen Behörden und Sicherheitspartnern. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt unsere Risikoeinschätzung unverändert, Transite durch die Straße von Hormus sind momentan für Hapag-Lloyd-Schiffe nicht möglich."

Die Reederei begrüße grundsätzlich Initiativen zur Verbesserung der Sicherheit, so die Sprecherin. "Bislang liegt uns jedoch keine ausreichende operative Klarheit zu einem sicheren Transitverfahren vor." US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Schiffe befreien zu wollen, die wegen des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran im Persischen Golf festsitzen. Das iranische Militär warnte die US-Streitkräfte aber umgehend vor dem angekündigten Einsatz. Der Iran blockiert seit mehr als zwei Monaten fast die gesamte Schifffahrt im Golf.

Ursprünglich saßen sechs Hapag-Lloyd-Schiffe mit rund 150 Seeleuten an Bord fest. Vor zehn Tagen hatte die Reederei der Nachrichtenagentur Reuters bestätigt, dass eines der zur Flotte der Hamburger gehörenden Schiffe die Straße von Hormus passieren konnte. Bei einem weiteren Schiff lief der Chartervertrag aus, so dass es nicht mehr zur Hapag-Lloyd-Flotte gehört. Den Crews an Bord der verbliebenen vier Schiffe gehe es "unter den Umständen okay", erklärte die Sprecherin am Montag weiter. Versorgungsschiffe lieferten Proviant und Trinkwasser.

US-Präsident Trump hatte zuletzt mit Blick auf den Iran-Krieg deutliche Kritik an nach seiner Ansicht mangelnder Unterstützung und unbotmäßiger Kritik europäischer Staaten geäußert. Besonders im Visier hat er dabei Deutschland.

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