NAHOST-TICKER-Rutte beschwichtigt: Europäer haben Trumps Botschaft verstanden
04. Mai (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
08.23 Uhr - Angesichts der Unstimmigkeiten zwischen einigen europäischen Staaten und US-Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran-Krieg versucht Nato-Generalsekretär Mark Rutte, die Wogen zu glätten. Die Europäer hätten Trumps Botschaft verstanden und sorgten nun dafür, dass Abkommen zur Nutzung von Militärstützpunkten umgesetzt würden, sagt Rutte. Trump wirft einigen Nato-Staaten vor, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend zu unterstützen. So hatte Spanien den USA die Nutzung von Stützpunkten im Land für Einsätze im Iran untersagt. "Ja, es gab eine gewisse Enttäuschung auf US-Seite, aber die Europäer haben zugehört", sagte Rutte bei einem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien. Trump hatte zuletzt einige Schritte mit Blick auf die Nato angekündigt, die von vielen als eine Art Bestrafung für nach Trumps Ansicht mangelnde Unterstützung oder unbotmäßige Kritik interpretiert worden waren. Im Visier hat Trump neben Spanien auch Deutschland.
08.11 Uhr - Der Iran warnt die US-Marine vor einer Einfahrt in die Straße von Hormus. Das melden staatliche Medien unter Berufung auf das Oberkommando der iranischen Streitkräfte. Die USA hatten zuvor erklärt, im Persischen Golf festsitzenden Schiffen eine Ausfahrt durch die vom Iran blockierte Meerenge ermöglichen zu wollen. In der iranischen Mitteilung heißt es weiter: "Wir haben wiederholt erklärt, dass die Sicherheit der Straße von Hormus in unseren Händen liegt." Die sichere Durchfahrt von Schiffen müsse mit den iranischen Streitkräften koordiniert werden.
04.30 Uhr - Einem Medienbericht zufolge sieht der neue US-Einsatz in der Straße von Hormus nicht zwingend vor, dass US-Kriegsschiffe Handelsschiffe direkt eskortieren. Das berichtet der Reporter Barak Ravid vom US-Nachrichtenportal Axios auf der Plattform X. Die Schiffe der US-Marine würden sich jedoch "in der Nähe" aufhalten. Damit solle im Bedarfsfall verhindert werden, dass das iranische Militär Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Meerenge angreift.
02.25 Uhr - Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet einen Zwischenfall 78 Seemeilen nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Tanker sei während der Durchreise von unbekannten Geschossen getroffen worden, teilt die Behörde mit. Die gesamte Besatzung sei in Sicherheit.
01.40 Uhr - Das US-Militär unterstützt eigenen Angaben zufolge den für Montag angekündigten Einsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Der Einsatz erfolge auf Anweisung des US-Präsidenten und solle Handelsschiffen die freie Durchfahrt durch den wichtigen internationalen Handelskorridor ermöglichen, teilt das amerikanische Militär mit. US-Präsident Donald Trump hatte auf seiner eigenen Plattform Truth Social bereits angekündigt, dass die USA ab Montag die in der Straße von Hormus festsitzenden Schiffe befreien wollen.
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