NAHOST-TICKER-VAE: Flugverkehr läuft wieder normal
02. Mai (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.45 Uhr - Der Flugverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verläuft nach Angaben der dortigen Luftfahrtbehörde wieder normal. Die Behörde habe die nach Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eingeführten Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Der Entscheidung liege eine umfassende Bewertung der Sicherheitslage zugrunde.
12.50 Uhr - Sieben Opec+-Länder haben sich Insidern zufolge grundsätzlich auf eine Erhöhung der Ölförderziele im Juni um etwa 188.000 Barrel pro Tag geeinigt. Trotz des Austritts der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Kartell hielten sie an ihren Plänen fest, wie zwei mit den Überlegungen vertraute Personen im Vorfeld einer Sitzung von sieben Mitgliedern am Sonntag erklären. Die Erhöhung entspricht in etwa der Anhebung vom letzten Monat um 206.000 Barrel pro Tag abzüglich des Anteils der Vereinigten Arabischen Emirate, die diese Woche überraschend bekanntgaben, die Gruppe zum 1. Mai zu verlassen. Die Produktionserhöhungen sind vorerst weitgehend symbolisch, da der Großteil des Schiffsverkehrs durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zum Erliegen gekommen ist.
05.01 Uhr - US-Präsident Donald Trump vergleicht das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten. "Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen", sagt Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. "Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen." Während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hält die Regierung in Teheran fast alle ausländischen Schiffe in der Straße von Hormus auf, während Trump seinerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.
02.16 Uhr - Die US-Billigfluggesellschaft Spirit AirlinesFLYYQ.PK steht Insidern zufolge unmittelbar vor dem Aus, nachdem ein massiver Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Krieges die Sanierungspläne zunichte gemacht hat. Die Treibstoffkosten haben sich bis Ende April auf rund 1,19 Dollar pro Liter verdoppelt und damit die ursprünglichen Kalkulationen der Airline für den Weg aus der Insolvenz über den Haufen geworfen. Spirit wäre damit in der Luftfahrtbranche das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts. US-Präsident Donald Trump erklärte, das Weiße Haus habe dem Unternehmen und seinen Gläubigern ein letztes Rettungsangebot vorgelegt. Die Regierung bietet Kreisen zufolge eine Finanzierung in Höhe von 500 Millionen Dollar an – im Gegenzug für Optionsscheine auf 90 Prozent der Anteile. Da die Gespräche jedoch ins Stocken geraten sind, bereitet sich die Fluggesellschaft laut mit dem Vorgang vertrauten Personen auf eine Einstellung des Flugbetriebs in der kommenden Nacht vor.
00.40 Uhr - Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
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