WDHLG-Tchibo & Co überwachen Kaffee-Anbaugebiete per Satellit und KI
New York, 22. Apr (Reuters) - Mehrere Kaffeekonzerne und Rohstoffhändler haben ein neues System zur weltweiten Überwachung von Entwaldung beim Kaffeeanbau gestartet. Die sogenannte "Coffee Canopy Partnership" nutze Satellitenbilder von AirbusAIR.PA in Kombination mit Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI), um Kaffeefarmen zu kartieren und Waldverluste in der Umgebung zu erkennen, teilte das beteiligte Unternehmen JDE Peet'sJDEP.AS am Mittwoch mit. Zu der Initiative gehören neben der Keurig-Dr-PepperKDP.O-Tochter auch der deutsche Röster Tchibo sowie Händler wie die Louis Dreyfus Company, Sucden, Touton, Sucafina und die Neumann Kaffee Gruppe.
Hintergrund ist die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten. Diese sieht vor, dass Kaffee, der auf nach Dezember 2020 gerodeten Flächen angebaut wurde, nicht mehr in die EU eingeführt werden darf. Für Großunternehmen greifen die Regeln ab dem 30. Dezember. JDE Peet's zufolge droht Millionen von Kleinbauern trotz nachhaltiger Praktiken der Ausschluss von wichtigen Märkten, da bestehende Karten ihre Flächen für Agroforstwirtschaft fälschlicherweise als natürlichen Wald einstuften. Das neue System solle diese historischen Datenlücken schließen.
Das Projekt konzentriert sich zunächst auf Ostafrika und deckt Äthiopien, Tansania, Kenia, Uganda, Burundi und Ruanda ab. Bis 2027 sollen alle Kaffeeanbaugebiete weltweit erfasst werden. Das System werde für Landwirte, Regierungen und die Kaffeeindustrie frei zugänglich sein, hieß es in der Mitteilung weiter. Ziel sei es, gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften Wälder wiederherzustellen und künftige Abholzungen zu verhindern.
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