Goldman Sachs hält Kupferpreis- und Überschussprognose für 2026 aufrecht
21. Apr (Reuters) - Goldman Sachs hielt am Dienstag an seiner Prognose fest, dass der Kupferpreis in diesem Jahr bei durchschnittlich 12.650 Dollar pro Tonne liegen wird, und schätzte für das Jahr 2026 einen Überschuss von 490.000 Tonnen des Metalls.
Die Bank wies jedoch auf Risiken für die Kupferversorgung hin, die sich aus einer möglichen Verknappung von Schwefelsäure ergeben könnten, falls die Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz anhalten.
Die Bank erklärte, dass die Störung in Verbindung mit der Entscheidung Chinas, Schwefelsäureexporte ab dem 1. Mai zu verbieten, einen für die Kupferproduktion kritischen Markt verengen könnte.
Schwefel und Schwefelsäure sind wichtige Rohstoffe für die Lösungsmittelextraktion und die elektrolytische Gewinnung, ein Verfahren, das 17 Prozent des weltweiten Kupferangebots ausmacht.
Goldman zufolge sind die Demokratische Republik Kongo und Chile am stärksten von Unterbrechungen der Schwefelströme betroffen.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran (link) hat sich auf die Versorgung mit Energie und anderen Materialien ausgewirkt, da der Iran die wichtige Meerenge von Hormuz effektiv blockiert hat.
Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, er wolle (link) den derzeitigen Waffenstillstand nicht verlängern, und das US-Militär sei "bereit, loszulegen", falls die Verhandlungen nicht erfolgreich seien.
Die Unternehmen in der Demokratischen Republik Kongo verfügen noch über Lagerbestände für zwei bis drei Monate, doch wenn die Verzögerungen in der Lieferkette über Ende Mai bis Juni hinausgehen, könnte das Land nach Schätzungen von Goldman seine Produktion im Jahr 2026 um etwa 125.000 Tonnen drosseln.
Diese Drosselung würde durch eine um 140.000 Tonnen geringere Kupfernachfrage aufgrund eines schwächeren globalen Wachstums im Negativszenario der Bank ausgeglichen werden.
Unabhängig davon würde Chinas Verbot von Schwefelsäureexporten, das bis zum Ende des Jahres andauert, die chilenische Produktion um 200.000 Tonnen gefährden, was 1 Prozent des weltweiten Angebots entspricht, da das Land 2025 etwa ein Drittel seiner Säure aus China bezog, so die Bank weiter.
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