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NAHOST-TICKER-Iran: Trump will Verhandlungstisch in "Kapitulationstisch" verwandeln

ReutersApr 20, 2026 9:53 PM
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- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

23.42 Uhr - Der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf schreibt auf X, Teheran akzeptiere keine Verhandlungen mit den USA unter Drohungen. US-Präsident Donald Trump versuche, den Verhandlungstisch in einen "Kapitulationstisch" zu verwandeln, fügte er hinzu.

18.55 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz geht nach eigenen Worten davon aus, dass er zu den wenigen Personen in Europa gehört, die noch offen mit US-Präsident Donald Trump reden können. "Wahrscheinlich sind (Nato-Generalsekretär) Mark Rutte und ich zurzeit die einzigen, die relativ vertrauensvoll und gut mit ihm sprechen können", sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin. "Andere haben, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht mehr Probleme mit ihm." Er versuche, ein gutes persönliches Verhältnis zu erhalten. Trump sei nun einmal US-Präsident. "Und der deutsche Bundeskanzler muss mit jedem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika versuchen, vernünftig auszukommen." Er habe Zugang zu Trump - "jedenfalls, wenn die Türen geschlossen sind und die Presse nicht mehr dabei ist, wird es besser. Aber es ist immer noch nicht gut. Es ist halt schwierig."

18.50 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz sieht einen Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg. "Die Lage bleibt angespannt, gerade auch im Mittleren und Nahen Osten", sagt Merz auf dem Jahresempfang des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in Berlin. "Die Ereignisse der letzten Stunden lassen uns nicht ohne Hoffnung bleiben, dass es vielleicht doch zu einem baldigen Ende kommen könnte." Die Auswirkungen dieses Krieges auf Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hingen maßgeblich von seiner Dauer und seiner Intensität ab.

17.21 Uhr - US-Vizepräsident JD Vance ist nach Angaben eines Insiders noch nicht nach Pakistan aufgebrochen, da die Aussichten auf eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Iran weiterhin unklar sind. Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Vance werde in einigen Stunden in Pakistan sein. Es ist unklar, ob andere Mitglieder der US-Delegation auf dem Weg nach Islamabad sind oder sich bereits dort befinden. Die "New York Post" hatte berichtet, dass Vance, der Gesandte des Weißen Hauses Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner auf dem Weg zu den Gesprächen seien.

16.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten nicht von Israel zum Angriff auf den Iran überredet worden. "Israel hat mich nicht zum Krieg mit dem Iran überredet, das haben die Ergebnisse vom 7. Oktober getan, zusammen mit meiner lebenslangen Überzeugung, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzen darf", schreibt Trump auf seiner Plattform "Truth Social". Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu Trumps Entscheidung beeinflusst hat.

15.21 Uhr - Entgegen früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump wird Vizepräsident JD Vance nun doch in einigen Stunden in Islamabad landen, um die Verhandlungen mit dem Iran fortzusetzen. Das sagt Trump der "New York Post". Vance wird von einer Delegation begleitet, der auch Trumps Gesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner angehören. Trump sagt dem Blatt, er sei bereit zu einem Treffen mit den iranischen Anführern, falls es Fortschritte in den Verhandlungen gebe.

15.20 Uhr - Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Israel und dem Libanon findet israelischen Medienberichten zufolge in dieser Woche in Washington statt. Es sind die ersten Gespräche der beiden Länder seit dem Inkrafttreten einer zehntägigen Feuerpause.

13.58 Uhr - Israelische Geheimdienste decken nach eigenen Angaben ein iranisches Netzwerk auf, das Anschläge auf eine Ölpipeline sowie auf israelische und jüdische Ziele in Aserbaidschan geplant hat. Wie Mossad und Schin Bet mitteilen, vereiteln aserbaidschanische Behörden die Pläne der iranischen Revolutionsgarden und nehmen die Mitglieder der Zelle fest. Dabei stellen sie unter anderem Sprengstoffdrohnen sicher. Eine Stellungnahme des iranischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor.

13.30 Uhr - Israelische Streitkräfte haben nach Angaben eines libanesischen Politikers seit der Waffenruhe in der vergangenen Woche in 39 Dörfern im Südlibanon Zerstörungen unterschiedlichen Ausmaßes angerichtet. Ali Hassan Chalil, ein hochrangiger Berater von Parlamentspräsident Nabih Berri, sagt, die israelischen Truppen hätten zivile Wohnhäuser gesprengt. Dies sei ein Kriegsverbrechen. Das israelische Militär erklärt, es gehe gegen die Infrastruktur der Hisbollah im Süden vor.

12.29 Uhr - Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus steht fast vollständig still. In den vergangenen zwölf Stunden hat es lediglich drei Durchfahrten gegeben, wie Schifffahrtsdaten zeigen. Der mit britischen Sanktionen belegte Öltanker "Nero" habe den Golf verlassen und die Meerenge passiert. Dies geht aus Satellitenanalysen der Spezialfirma SynMax und Tracking-Daten der Plattform Kpler hervor. Zudem seien ein Chemikalientanker und ein Flüssiggastanker in den Golf eingefahren.

11.12 Uhr - Im Ringen um eine Fortsetzung der US-iranischen Friedensverhandlungen will US-Präsident Donald Trump Sicherheitskreisen zufolge Ratschläge des Vermittlers Pakistan prüfen. Der pakistanische Armeechef Asim Munir habe Trump in einem Telefonat gesagt, dass die US-Blockade iranischer Häfen ein Hindernis für die Gespräche sei, erklärt ein pakistanischer Insider. Trump habe zugesagt, diese Einschätzung zu berücksichtigen.

09.37 Uhr - Der Iran plant nach eigenen Angaben derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärt, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen. Ein hochrangiger Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, dass nach Ansicht der Teheraner Führung die Friedensgespräche durch die anhaltende US-Blockade der Straße von Hormus untergraben werden. Inhaltlich gebe es noch keine Einigung und auch keine Annäherung im Streit über das iranische Atomprogramm. Die iranischen "Verteidigungskapazitäten", einschließlich des Raketenprogramms, stünden nicht zur Disposition.

09.13 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht sich für einen Abbau der Spannungen mit den USA auf dem Wege der Diplomatie aus. Dafür sollte jeder vernünftige Weg genutzt werden, sagt Peseschkian der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Zugleich betont er jedoch, dass Wachsamkeit und Misstrauen im Umgang mit der Regierung in Washington eine "unbestreitbare Notwendigkeit" seien. Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. Am Montag wurden US-Vertreter zu Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet. Pakistan vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien. Unklar ist bisher, ob die Teheraner Regierung ebenfalls eine Delegation nach Pakistan entsenden wird. Laut einer Irna-Meldung von Sonntagabend hat sie die neue Verhandlungsrunde abgesagt. In einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch blieb die Absage dagegen unerwähnt.

07.15 Uhr - Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon am Montag davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.

06.51 Uhr - Der Iran hat einem Medienbericht zufolge erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, berichtet das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie hätten in diesem Zusammenhang im Ausland, unter anderem in der irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten. Sie seien unter anderem wegen "Feindschaft gegen Gott" und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter.

02.09 Uhr - Am Samstag passieren mehr als 20 Schiffe die Straße von Hormus. Dies ist die höchste Zahl seit dem 1. März, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht. Die Zunahme des Verkehrs erfolgte vor einer erneuten Eskalation am Sonntag, als die USA ein iranisches Schiff beschlagnahmten und Teheran mit Vergeltung drohte.

00.21 Uhr - Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise am Montag um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 7,26 Prozent auf 96,94 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die USA und der Iran werfen sich gegenseitig vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen eine Waffenruhe verstoßen zu haben. Am Freitag waren die Ölpreise noch um mehr als neun Prozent gefallen.

00.13 Uhr - Der Iran wirft den USA die Verletzung der Waffenruhe durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes im Golf von Oman vor. Das oberste gemeinsame Militärkommando kündigt Vergeltung für die "Piraterie" an, wie staatliche Medien berichten. Das Schiff sei auf dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach dem US-Angriff hätten iranische Streitkräfte einige amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen attackiert.

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