NAHOST-TICKER-Iran: Derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA geplant
20. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
09.37 Uhr - Der Iran plant nach eigenen Angaben derzeit keine zweite Verhandlungsrunde mit den USA. Ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärt, die Vereinigten Staaten hätten gezeigt, dass sie es mit der Diplomatie nicht ernst meinten. Die USA hätten sich aggressiv verhalten und gegen die Bestimmungen der Waffenruhe verstoßen. Ein hochrangiger Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, dass nach Ansicht der Teheraner Führung die Friedensgespräche durch die anhaltende US-Blockade der Straße von Hormus untergraben werden. Inhaltlich gebe es noch keine Einigung und auch keine Annäherung im Streit über das iranische Atomprogramm. Die iranischen "Verteidigungskapazitäten", einschließlich des Raketenprogramms, stünden nicht zur Disposition.
09.13 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht sich für einen Abbau der Spannungen mit den USA auf dem Wege der Diplomatie aus. Dafür sollte jeder vernünftige Weg genutzt werden, sagt Peseschkian der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Zugleich betont er jedoch, dass Wachsamkeit und Misstrauen im Umgang mit der Regierung in Washington eine "unbestreitbare Notwendigkeit" seien. Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. Am Montag wurden US-Vertreter zu Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet. Pakistan vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien. Unklar ist bisher, ob die Teheraner Regierung ebenfalls eine Delegation nach Pakistan entsenden wird. Laut einer Irna-Meldung von Sonntagabend hat sie die neue Verhandlungsrunde abgesagt. In einer pakistanischen Mitteilung zu dem Gespräch blieb die Absage dagegen unerwähnt.
07.15 Uhr - Das israelische Militär hat die Bewohner im Südlibanon am Montag davor gewarnt, sich südlich einer bestimmten Linie von Dörfern zu bewegen oder sich dem Fluss Litani zu nähern. Die israelischen Streitkräfte blieben während der geltenden Waffenruhe in dem Gebiet stationiert, teilte das Militär mit. Grund seien anhaltende Aktivitäten der Hisbollah-Miliz. Militärsprecher Avichay Adraee rief die Zivilbevölkerung zudem dazu auf, wegen Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres nicht in mehrere Grenzdörfer zurückzukehren.
06.51 Uhr - Der Iran hat einem Medienbericht zufolge erneut zwei Männer hingerichtet, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Mossad und der Planung von Anschlägen verurteilt worden waren. Den beiden Männern sei vorgeworfen worden, einem mit dem Mossad verbundenen Spionagenetzwerk anzugehören, berichtet das Nachrichtenportal der iranischen Justiz, Mizan. Sie hätten in diesem Zusammenhang im Ausland, unter anderem in der irakischen Region Kurdistan, eine Ausbildung erhalten. Sie seien unter anderem wegen "Feindschaft gegen Gott" und der Zusammenarbeit mit feindlichen Gruppen verurteilt worden. Das Oberste Gericht habe die Todesurteile vor der Vollstreckung bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter.
02.09 Uhr - Am Samstag passieren mehr als 20 Schiffe die Straße von Hormus. Dies ist die höchste Zahl seit dem 1. März, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorgeht. Die Zunahme des Verkehrs erfolgte vor einer erneuten Eskalation am Sonntag, als die USA ein iranisches Schiff beschlagnahmten und Teheran mit Vergeltung drohte.
00.21 Uhr - Die erneute Schließung der Straße von Hormus treibt die Ölpreise am Montag um mehr als sieben Prozent in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um 7,26 Prozent auf 96,94 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um 7,24 Prozent auf 89,92 Dollar. Die USA und der Iran werfen sich gegenseitig vor, durch Angriffe auf Schiffe gegen eine Waffenruhe verstoßen zu haben. Am Freitag waren die Ölpreise noch um mehr als neun Prozent gefallen.
00.13 Uhr - Der Iran wirft den USA die Verletzung der Waffenruhe durch den Beschuss eines iranischen Handelsschiffes im Golf von Oman vor. Das oberste gemeinsame Militärkommando kündigt Vergeltung für die "Piraterie" an, wie staatliche Medien berichten. Das Schiff sei auf dem Weg von China in den Iran gewesen. Nach dem US-Angriff hätten iranische Streitkräfte einige amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen attackiert.
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