Goldman sieht schwächere Ölnachfrage und weist auf zweiseitige Risiken für den Preisausblick 2026 hin
17. Apr (Reuters) - Goldman Sachs sagte, dass die schwächere Ölnachfrage und die nachlassenden Versorgungsunterbrechungen die Risiken in ihrem Ölpreisausblick ausgeglichen haben, obwohl sie ihre durchschnittlichen Prognosen für 2026 unverändert gelassen hat.
Die Bank behielt ihre Prognosen für Brent- und WTI-Rohöl für 2026 bei 83 Dollar pro Barrel bzw. 78 Dollar pro Barrel bei, wobei sie davon ausging, dass sich die Ölströme durch die Straße von Hormuz, eine wichtige Wasserstraße, durch die etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggaslieferungen fließen, bis Mitte Mai allmählich normalisieren.
Die Rohölpreise gaben am Freitag um rund 9 Prozent nach, nachdem unter (link) von Fortschritten auf dem Weg zu einem möglichen Friedensabkommen berichtet wurde, was laut Goldman zu einer schnelleren Auflösung der geopolitischen Risikoprämie führen und die Preise kurzfristig nach unten schicken könnte. O/R
Die beiden Seiten haben noch immer kein dauerhaftes Friedensabkommen ausgehandelt. US-Präsident Donald Trump deutete erneut an, dass der Krieg bald beendet werden könnte, und bezog sich dabei auf die am Wochenende erwarteten Gespräche mit Teheran. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi erklärte (link), dass die Meerenge nach einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon offen sei,
Während die Ölströme durch die Straße von Hormuz nach wie vor stark reduziert sind, sind laut Goldman die Abwärtsrisiken gestiegen, falls sich das Angebot am Persischen Golf schneller als erwartet erholt, da die Produktionsausfälle geringer als erwartet ausfallen und die regionalen Lagerkapazitäten groß sind.
Die Bank sagte, dass eine ausgeprägte Schwäche der Ölnachfrage, insbesondere bei petrochemischen Rohstoffen und Flugzeugtreibstoff, die durch hohe Preise für raffinierte Produkte und Margen angetrieben wird, die Preise nach unten drücken könnte.
Vorläufige Schätzungen deuten darauf hin, dass die weltweiten Nachfrageverluste Anfang 2026 größer waren als die dramatischeren Ölpreisspitzen in den Jahren 2011 und 2022, so Goldman.
Die Nachfrageschwäche sei am deutlichsten in den Schwellenländern Asiens und Afrikas zu beobachten, wo der Verbrauch tendenziell preissensibler sei, heißt es weiter.
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