NAHOST-TICKER-Macron ruft USA und Iran zu Fortsetzung ihrer Gespräche auf
14. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.40 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron ruft die USA und den Iran auf, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen und jede Eskalation zu vermeiden. Er habe am Montag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen, schreibt Macron auf der Social-Media-Plattform X. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. "Unter diesen Umständen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Akteure schnell wieder aufgenommen werden können", fügt Macron hinzu.
13.30 Uhr - Frankreich und Großbritannien wollen bei diplomatischen Treffen in dieser Woche über eine mögliche multinationale Mission zur Straße von Hormus beraten. Die Gespräche sollten in mehreren Arbeitsgruppen stattfinden, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demnach sollen vor einem für Freitag geplanten Treffen unter britischem und französischem Vorsitz mehrere Themen erörtert werden. Dazu zählten mögliche Sanktionen gegen den Iran und die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des Seeverkehrs. Weitere Themen seien die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt, Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus sowie die Freilassung von Seeleuten und festsitzenden Schiffen.
13.20 Uhr - In der Europäischen Union gibt es nach Angaben der EU-Kommission derzeit keine Anzeichen für einen Mangel an Kerosin. Es könnten jedoch in naher Zukunft Versorgungsprobleme auftreten, sagt ein Sprecher der Kommission in Brüssel. "Die Rohöllieferungen an die europäischen Raffinerien sind weiterhin stabil, zusätzliche Lagerfreigaben sind derzeit nicht erforderlich. Dies bleibt jedoch unsere größte Sorge", sagt der Sprecher. Zuvor hatten europäische Fluggesellschaften die EU einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument zufolge um Notfallmaßnahmen gebeten. Als Gründe wurden die Folgen des Iran-Krieges genannt, darunter weitreichende Luftraumsperrungen und die wachsende Sorge, es könne zu Engpässen bei dem Treibstoff kommen.
13.05 Uhr - Katar weist Berichte über angebliche Zahlungen an den Iran zur Abwehr von Angriffen als falsch zurück. "Es gab absolut keine Gespräche zwischen Katar und dem Iran über die Zahlung von Geld, um iranische Angriffe auf Katar zu beenden", sagt der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari. Behauptungen, es habe solche Gespräche gegeben, seien unwahr. "Es gibt eine enge Abstimmung mit Pakistan und den USA, unsere Forderungen werden über diese Kanäle vorgebracht", fügt er vor der Presse hinzu.
12.55 Uhr - Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus. Das habe die Regierung "angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten" entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt sie nicht.
11.50 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.
11.45 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus. Daran sollen Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies zulassen, teilt das französische Präsidialamt mit. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten.
10.20 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.
09.32 Uhr - China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als "gefährlich und unverantwortlich" kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.
09.00 Uhr - Die Verhandlungsteams der USA und des Iran kehren im Laufe dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurück, wie vier Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagen.
06.45 Uhr - Ein von den USA sanktionierter chinesischer Tanker hat Schiffsdaten zufolge trotz einer US-Blockade die Straße von Hormus durchquert. Laut den Daten der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler ist es das erste Schiff, dem die Durchfahrt aus dem Persischen Golf seit Beginn der US-Blockade am Montag gelungen ist. Der Tanker mittlerer Größe hat den Angaben zufolge rund 250.000 Barrel Methanol an Bord, die er im Hafen von Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten geladen habe. Das Schiff und seine Eignergesellschaft Shanghai Xuanrun Shipping wurden von den USA wegen Geschäften mit dem Iran auf eine Sanktionsliste gesetzt. Ein weiterer von den USA mit Sanktionen belegter Tanker nahm den LSEG-Daten zufolge ebenfalls Kurs auf die Meerenge. Der leere Tanker soll laut den Daten von Kpler im Irak Heizöl laden. Das Schiff hat bereits russisches und iranisches Öl transportiert. Die USA wollen den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus blockieren und auch Schiffen die Durchfahrt verweigern, die vom Iran geforderte Transitgebühren an Teheran bezahlen.
12.45 Uhr - Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagt er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat am Montag, wie das russische Außenministerium mitteilt. Lawrow bekräftigt zudem Russlands Bereitschaft, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araqchi informiert Lawrow den Angaben zufolge über die am Wochenende gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.
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