tradingkey.logo
tradingkey.logo
Suchen

NAHOST-TICKER-Iran: Fehlender US-Wille verhinderte Einigung in Islamabad

ReutersApr 14, 2026 9:59 AM
facebooktwitterlinkedin

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

11.50 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.

11.45 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer leiten am kommenden Freitag von Paris aus eine Videokonferenz zur Lage in der Straße von Hormus. Daran sollen Länder teilnehmen, die sich an einer defensiven multilateralen Mission zur Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit beteiligen wollen, sobald die Sicherheitsbedingungen dies zulassen, teilt das französische Präsidialamt mit. Zuvor halten hochrangige Regierungsvertreter am Mittwoch eine Videoschalte ab, sagen zwei europäische Diplomaten.

10.20 Uhr - Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da der Krieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.

09.32 Uhr - China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als "gefährlich und unverantwortlich" kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.

09.00 Uhr - Die Verhandlungsteams der USA und des Iran kehren im Laufe dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurück, wie vier Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagen.

06.45 Uhr - Ein von den USA sanktionierter chinesischer Tanker hat Schiffsdaten zufolge trotz einer US-Blockade die Straße von Hormus durchquert. Laut den Daten der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler ist es das erste Schiff, dem die Durchfahrt aus dem Persischen Golf seit Beginn der US-Blockade am Montag gelungen ist. Der Tanker mittlerer Größe hat den Angaben zufolge rund 250.000 Barrel Methanol an Bord, die er im Hafen von Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten geladen habe. Das Schiff und seine Eignergesellschaft Shanghai Xuanrun Shipping wurden von den USA wegen Geschäften mit dem Iran auf eine Sanktionsliste gesetzt. Ein weiterer von den USA mit Sanktionen belegter Tanker nahm den LSEG-Daten zufolge ebenfalls Kurs auf die Meerenge. Der leere Tanker soll laut den Daten von Kpler im Irak Heizöl laden. Das Schiff hat bereits russisches und iranisches Öl transportiert. Die USA wollen den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus blockieren und auch Schiffen die Durchfahrt verweigern, die vom Iran geforderte Transitgebühren an Teheran bezahlen.

12.45 Uhr - Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagt er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi in einem Telefonat am Montag, wie das russische Außenministerium mitteilt. Lawrow bekräftigt zudem Russlands Bereitschaft, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araqchi informiert Lawrow den Angaben zufolge über die am Wochenende gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Empfohlene Artikel

KeyAI