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NAHOST-TICKER-Trump: Iranische Schnellboote werden bei Annäherung vernichtet

ReutersApr 13, 2026 3:13 PM
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- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

16.57 Uhr - US-Präsident Donald Trump sagt, alle iranischen Schnellboote, die sich der US-Seeblockade gegen den Iran nähern, würden vernichtet. Man werde auf das selbe System setzen, das die USA auch gegen Boote von Drogendealern genutzt hätten. Trump schreibt auf seiner Plattform "Truth Social" zudem, die USA hätten die iranische Marine während des jüngsten Krieges vollständig ausgelöscht. Einige wenige Schnellboote seien indes nicht angegriffen worden, weil die USA sie nicht als große Bedrohung angesehen hätten.

16.20 Uhr Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert nach dem Abbruch der Gespräche zwischen den USA und dem Iran eine Fortsetzung der Verhandlungen. "Wir halten es für entscheidend, dass weiter verhandelt wird", sagt Wadephul in Berlin. Er appelliert an alle drei Kriegsparteien. Wadephul betont aber auch, dass er die US-amerikanische Forderung unterstütze, wonach der Iran auf den Bau von Atomwaffen verzichten müsse.

14.10 Uhr - Nach einem Angriff auf ein Zentrum des Libanesischen Roten Kreuzes im Süden des Landes sowie der Tötung eines freiwilligen Helfers zeigt sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zutiefst besorgt über Attacken auf medizinisches Personal im Libanon. Der Verlust von Menschen, die ihr Leben der Rettung anderer widmeten, sei angesichts der Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die auf ihre Hilfe angewiesen sei, äußerst besorgniserregend, sagt die Leiterin der IKRK-Delegation in dem Land, Agnes Dhur, in Genf.

13.50 Uhr - Das US-Militär verhängt eine Seeblockade im Golf von Oman und im Arabischen Meer östlich der Straße von Hormus. Die Maßnahme gelte für den gesamten Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge, heißt es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos an Seeleute, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Blockade trete um 16.00 Uhr (MESZ) in Kraft. Jedes Schiff, das ohne Genehmigung in das Gebiet einfahre oder es verlasse, könne abgefangen, umgeleitet und beschlagnahmt werden. Die neutrale Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu oder von nicht-iranischen Zielen werde durch die Blockade jedoch nicht behindert.

13.35 Uhr - Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang fordert bei einem Treffen mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohammed bin Sajed Al Nahjan, in Peking eine engere Zusammenarbeit im Energiebereich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). China wolle die Basis dafür stärken und Potenziale bei Energiespeichern, Wasserstoff und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ausloten, berichtet der staatliche Sender CCTV unter Berufung auf Li. Angesichts des Krieges im Iran dringe Li zudem auf starke Maßnahmen der VAE, um die Sicherheit chinesischer Bürger, Einrichtungen und Projekte in dem Land zu gewährleisten. China werde seine konstruktiven Bemühungen zur Beendigung des Konflikts fortsetzen, erklärt er weiter.

12.40 Uhr - Angesichts des anhaltenden Iran-Kriegs senkt der Spitzenverband der genossenschaftlichen Kreditwirtschaft in Deutschland seine Wachstumsprognose. Das Bruttoinlandsprodukt wird demnach 2026 voraussichtlich nur noch um 0,8 Prozent zulegen und damit 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor angenommen. Die Lage bleibe angesichts der fragilen Waffenruhe, der vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen und der von den USA angekündigten Blockade der Straße von Hormus unsicher, so der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Seine Inflationsprognose erhöht der BVR für 2026 um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr 2,8 Prozent.

12.05 Uhr - Der Kreml kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. "Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen. Weitere Kommentare lehnt er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien. Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch werden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das weltweite Angebot weiter verknappt.

12.00 Uhr - Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker verlassen vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf durch die Straße von Hormus. Dies geht aus Schifffahrtsdaten von Kpler und LSEG hervor. Der Tanker "Auroura" sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die "New Future" Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe, zeigen die Daten von Kpler weiter.

11.30 Uhr - Die israelische Armee übernimmt nach eigenen Angaben innerhalb von Tagen die vollständige operative Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei eingeschränkt, teilt ein israelischer Militärvertreter mit. "Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf", heißt es weiter. Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen gefunden.

11.07 Uhr - Frankreich hat eine Konferenz zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Diese Konferenz werde sein Land gemeinsam mit Großbritannien in den kommenden Tagen organisieren, teilt Präsident Emmanuel Macron auf der Online-Plattform X mit. Dabei gehe es um einen multinationalen und klar defensiven Marineeinsatz, der getrennt von den Kriegsparteien agieren solle, sobald die Lage dies erlaube.

10.39 Uhr - Die Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für die Straße von Hormus. Der Vorschlag der USA und des Iran für eine internationale Einsatzgruppe, die die Wiederöffnung der Wasserstraße überwacht, sei mit vielen Schwierigkeiten verbunden, sagt der türkische Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Fidan, der in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten, dem Iran und dem Vermittler Pakistan steht, fordert, dass die Straße von Hormus über Diplomatie wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte.

10.05 Uhr - Großbritannien wird sich Premierminister Keir Starmer zufolge nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lasse. Sein Land werde eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen, sagt Starmer im BBC Radio 5 Live. Es sei von entscheidender Bedeutung, die Meerenge wieder zu öffnen. "Meiner Ansicht nach ist es entscheidend, dass wir die Meerenge öffnen und vollständig öffnen, und darauf haben wir in den letzten Wochen all unsere Anstrengungen konzentriert, und das werden wir auch weiterhin tun", sagt Starmer.

09.39 Uhr - China ruft alle Seiten zur Ruhe und Zurückhaltung auf. Die Sicherheit, Stabilität und die ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums auf die Frage nach der Drohung von US-Präsident Donald Trump, nach dem Scheitern der Gespräche mit dem Iran die wichtige Wasserstraße zu blockiern. China sei bereit, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten, sagt er.

09.20 Uhr - Die iranischen Streitkräfte bezeichnen US-Einschränkungen für Schiffe in internationalen Gewässern als illegal. Dies komme Piraterie gleich, teilt das Militär mit. Der Iran werde einen dauerhaften Mechanismus zur Kontrolle der Straße von Hormus einführen, nachdem die USA mit einer Blockade gedroht hätten. Die Häfen am Golf müssten für alle zugänglich sein oder für niemanden, heißt es weiter. Kein Hafen am Golf oder am Golf von Oman werde sicher bleiben, falls iranische Häfen gefährdet seien.

08.45 Uhr - Die schwedische Regierung senkt die Kraftstoffsteuern und erhöht die Stromsubventionen. Damit will sie die Haushalte bei den durch den Krieg im Iran gestiegenen Energierechnungen entlasten, erklärt die Regierung. Die in einem Extra-Haushalt festgeschriebenen Zusatzausgaben belaufen sich auf rund 7,7 Milliarden schwedische Kronen (760 Millionen Euro). Sie ergänzen die bereits im vergangenen September für den Gesamthaushalt 2026 angekündigten Neuausgaben von 80 Milliarden Kronen (rund 7,9 Milliarden Euro). Im September dieses Jahres wird in Schweden ein neues Parlament gewählt.

04.45 Uhr - Die malaysische Küstenwache hat zwei Tanker wegen des Verdachts auf illegalen Treibstoffschmuggel festgesetzt. Das Land geht derzeit verstärkt gegen solche Aktivitäten vor, da der Krieg im Nahen Osten in der Region zu Engpässen und Lieferausfällen führt. Die beiden Schiffe sollen vor der Küste illegal rund 700.000 Liter Diesel umgepumpt haben, teilten die Behörden mit. 22 Besatzungsmitglieder seien festgenommen worden.

03.20 Uhr - Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.

00.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.

00.15 Uhr - Der Iran gibt den USA die Schuld am Scheitern einer Einigung zur Beendigung des Krieges. In den intensivsten Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren habe sich der Iran in gutem Glauben engagiert, teilt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit. Kurz vor dem Abschluss der Gespräche in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, immer neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Es seien "null Lehren" gezogen worden, kritisiert der Minister.

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