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NAHOST-TICKER-Iranischer Insider: Pakistans Vorschlag wird wohlwollend geprüft

ReutersApr 7, 2026 7:53 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.50 Uhr - Ein ranghoher Vertreter des Iran sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran prüfe wohlwollend den Vorschlag Pakistans für eine zweiwöchige Waffenruhe.

21.44 Uhr - Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagt dem Portal Axios, US-Präsident Donald Trump sei auf den Vorschlag Pakistans hingewiesen worden, das Ultimatum an den Iran um zwei Wochen zu verschieben. Eine Antwort werde kommen.

21.20 Uhr - Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif ruft US-Präsident Donald Trump auf, seine Frist an den Iran um zwei Wochen zu verlängern. Im Gegenzug bitte er die "iranischen Brüder" aufrichtig, als Geste des guten Willens die Straße von Hormus für den entsprechenden Zeitraum zu öffnen. Die diplomatischen Bemühungen für eine friedliche Lösung des Krieges schritten stetig voran, so Sharif auf der Plattform X. Pakistan war zuletzt ein Mittler zwischen den USA und dem Iran.

20.48 Uhr - Papst Leo sagt, Drohungen gegen das iranische Volk seien "inakzeptabel". Angriffe auf zivile Infrastruktur seien gegen internationales Recht, fügt er hinzu. Leo, der zuvor schon den Iran-Krieg kritisiert hat, ruft Bürger in aller Welt auf, ihre politischen Vertreter aufzufordern, sich für Frieden einzusetzen.

20.44 Uhr - Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot sagt, er hoffe, dass US-Präsident Donald Trump seine jüngsten Drohungen gegen den Iran nicht in die Tat umsetzen werde. "Man kann eine Zivilisation nicht einfach auslöschen", sagt Barrot dem Sender France 2. "Natürlich hoffe ich, dass er seine Drohungen nicht wahr macht, die die Region, aber auch die Welt in eine neue Eskalation treiben würden, die besonders gefährlich wäre."

20.30 Uhr - Der Politikwissenschaftler Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München sieht die Bundesregierung in der Pflicht, die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Angriffe auf die zivile Infrastruktur des Iran zu verurteilen. "Angriffe auf zivile Ziele sind letzten Endes Kriegsverbrechen", sagt Masala dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Diese seien zwar auch von den USA schon begangen worden, sie hätten die Verbrechen aber nie angekündigt. "Wenn es dazu kommt, kann auch eine Bundesregierung mit ihrem ,Wir sind jetzt mal ganz ruhig‘-Kurs nicht einfach fortfahren. Sie müsste das vielmehr sehr eindeutig und klar verurteilen. Und das bedeutet: Wir laufen auf den endgültigen Bruch der Nato zu."

19.36 Uhr - China und Russland legen ihr Veto gegen eine UN-Resolution ein, in der die Staaten dazu aufgefordert wurden, ihre Bemühungen zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu koordinieren. Sie bezeichnen die Maßnahme als voreingenommen gegenüber dem Iran. Chinas UN-Botschafter sagt, die Verabschiedung zu einem Zeitpunkt, da die USA das Überleben einer Zivilisation bedrohten, hätte ein falsches Signal gesendet. Der US-Botschafter bei den UN ruft indes "verantwortungsbewusste Nationen" dazu auf, sich den USA bei der Sicherung der Seestraße anzuschließen. Der 15-köpfige Sicherheitsrat stimmt mit 11 Stimmen für die von Bahrain vorgelegte Resolution, bei zwei Gegenstimmen – China und Russland – und zwei Enthaltungen.

18.37 Uhr - Der Iran-Krieg wird nach Einschätzung von Weltbank-Präsident Ajay Banga das globale Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation anheizen. Dies gelte unabhängig davon, wie schnell der Konflikt ende, sagt Banga bei einer Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council. Die Weltbank habe über ihre Krisenfonds bereits rasch Milliardenhilfen für betroffene Länder bereitgestellt. Bei der Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) kommende Woche in Washington dürften Hilfen für Staaten im Mittelpunkt stehen, die unter kriegsbedingten Energiepreissteigerungen und gestörten Lieferketten litten, erklärt er weiter.

18.05 Uhr - Die Kraftstoffpreise könnten nach Einschätzung der US-Energiebehörde EIA selbst nach einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus noch monatelang steigen. Eine vollständige Wiederherstellung der Öltransporte durch die Meerenge werde auch nach einem Ende des Konflikts Monate dauern, teilt die Behörde in ihrem kurzfristigen Energieausblick mit. Wegen der Unsicherheit über künftige Lieferausfälle dürften die Ölpreise bis zum Jahresende über dem Vorkrisenniveau bleiben. "Ebenso wie wir noch nie erlebt haben, dass die Meerenge geschlossen wurde, haben wir auch noch nie erlebt, dass sie wieder geöffnet wird", erklärt die EIA. "Wie genau das ablaufen wird, bleibt abzuwarten."

17.28 Uhr - Nach einem US-israelischen Angriff auf die iranische Insel Charg sind dort nach Angaben aus Teheran keine Ölanlagen beschädigt worden. Die Lage sei unter Kontrolle und der Betrieb laufe störungsfrei weiter, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf Insider. Auch aus US-Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters, die Öl-Infrastruktur sei nicht getroffen worden. Über das Terminal auf der Insel Charg wickelt der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab, wobei ein Großteil der Lieferungen für China bestimmt ist.

17.13 Uhr - Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, trifft sich am Montag mit IWF-Chefin Kristalina Georgiewa und Weltbank-Präsident Ajay Banga. Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise erfordere eine Bündelung aller Kräfte und internationale Zusammenarbeit, teilt Birol auf der Plattform X mit.

15.40 Uhr - Die französischen Staatsbürger Cecile Kohler und Jacques Paris sind nach dreieinhalb Jahren Haft im Iran frei und auf dem Weg nach Frankreich. Das teilt Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X mit. Die Abgeordneten in der französischen Nationalversammlung begrüßen die Ankündigung mit Applaus.

14.10 Uhr - US-Präsident Donald Trump warnt den Iran erneut und dringt auf eine Einigung. Sollte kein Abkommen zur Beendigung des Konflikts erzielt werden, werde "heute Nacht eine ganze Zivilisation sterben", sagt er.

13.20 Uhr - Das US-Militär greift einem Medienbericht zufolge militärische Ziele auf der iranischen Insel Charg an. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten hochrangigen US-Regierungsvertreter.

12.50 Uhr - Die Öl- und Erdgas-Koordinierungsgruppen der Europäischen Union (EU) beraten am Mittwoch und Donnerstag über die Marktauswirkungen des von den USA und Israel geführten Krieges gegen den Iran. Dies sagt die Sprecherin der EU-Kommission, Anna-Kaisa Itkonen, auf einer Pressekonferenz.

12.38 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen außerhalb der Golfregion, sollten die USA rote Linien überschreiten. In einer Erklärung kündigen sie zudem an, die Infrastruktur der USA und deren Partner in der Region ins Visier zu nehmen. Die Öl- und Erdgasversorgung aus der Region könnte jahrelang unterbrochen werden, heißt es weiter. Man gebe die Zurückhaltung auf. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist bis Mittwoch, 02.00 Uhr MESZ gesetzt, um die Straße von Hormus wieder freizugeben. Anderenfalls will er Brücken und Kraftwerke in der Islamischen Republik zerstören lassen.

12.30 Uhr - Der Mangel an Flüssiggas (LPG) senkt in Indien den Verbrauch von Zucker und Speiseöl, da viele Restaurants in der Sommersaison ihren Betrieb einschränken müssen. Der Rückgang könnte die indischen Importe von Speiseölen verringern, darunter Palmöl aus Indonesien und Malaysia sowie Soja- und Sonnenblumenöl aus Argentinien, Brasilien, Russland und der Ukraine, sagt B.V. Mehta, Direktor des Branchenverbands SEA. Die indischen Speiseölimporte seien im März im Vergleich zum Vormonat um fast neun Prozent auf 1,2 Millionen Tonnen gesunken. Indien ist der weltweit zweitgrößte Importeur von LPG. Im vergangenen Jahr lag der Verbrauch bei 33,15 Millionen Tonnen. Importe decken etwa 60 Prozent der Nachfrage, wobei rund 90 Prozent dieser Einfuhren aus dem Nahen Osten stammen. Die Regierung kürzt die Lieferungen an die Industrie zugunsten privater Haushalte.

12.13 Uhr - Ein hochrangiger iranischer Insider nennt Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagt die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus. Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran zudem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.

12.02 Uhr - Das israelische Militär verzichtet einem Insider zufolge vorerst auf einen Angriff auf den wichtigen Grenzübergang Masnaa zwischen Syrien und dem Libanon. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam habe nach Gesprächen mit syrischen Vertretern eine US-Garantie erwirkt, dass der Übergang nicht angegriffen werde, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person. Israel hatte mit einem Angriff gedroht, da die libanesische Hisbollah-Miliz den Übergang für Waffenschmuggel nutze. Dem Insider zufolge ist Masnaa gegenwärtig geschlossen.

11.50 Uhr - Der Iran hat nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage in Saudi-Arabien angegriffen. Die Meldung der halboffiziellen Nachrichtenagentur Fars bezieht sich auf den Komplex in Dschubail im Osten des Landes. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht vor.

11.35 Uhr - In der Nähe des Gebäudes des israelischen Konsulats in Istanbul sind einem Reuters-Augenzeugen zufolge Schüsse zu hören.

09.15 Uhr - Die aktuelle Öl- und Gaskrise, die durch die Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurde, ist dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. "Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt", sagt Fatih Birol im Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro". Europa, Japan, Australien und andere würden dadurch belastet, aber die am stärksten betroffenen Länder seien die Entwicklungsländer. Die IEA-Mitgliedsländer hatten sich im vergangenen Monat zur Entlastung darauf geeinigt, einen Teil ihrer strategischen Reserven freizugeben. Ein Teil davon sei bereits freigegeben worden, und der Prozess gehe weiter, sagt Birol.

07.52 Uhr - Pakistans "positive und produktive" Bemühungen, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu verhindern, nähern sich einer "kritischen, heiklen" Phase, erklärt der iranische Botschafter in Pakistan, Resa Amiri Moghadam, auf X.

07.27 Uhr - Das israelische Militär fordert die Menschen im Iran auf, keine Züge zu benutzen und sich nicht in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21.00 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten", teilt das Militär in persisch auf X mit. "Ihre Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."

05.47 Uhr - Der südkoreanische Präsidialamtschef Kang Hoon-sik reist nach Kasachstan, Oman und Saudi-Arabien, um die Versorgung mit Rohöl und Naphtha sicherzustellen. Als Sondergesandter von Präsident Lee Jae Myung will er mit Regierungen, Energiefirmen und Reedereien über stabile Lieferungen verhandeln, teilt er mit. Südkorea bezieht 61 Prozent seiner Rohöl- und 54 Prozent seiner Naphtha-Importe über die Straße von Hormus. Derzeit warten 26 südkoreanische Schiffe in der Meerenge auf sichere Durchfahrt.

04.12 Uhr - Japan will wegen der starken Schwankungen an den Finanzmärkten infolge des Nahost-Konflikts eng mit den anderen G7-Staaten zusammenarbeiten. Dies kündigt Finanzministerin Satsuki Katayama an. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen steigt auf den höchsten Stand seit 1999, während der Yen nahe der Marke von 160 zum Dollar notiert. Die G7-Finanzminister hätten bereits vergangene Woche über die weitreichenden Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten beraten, sagt Katayama weiter.

03.30 Uhr - Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi plant trotz Versorgungssorgen durch den Krieg im Iran vorerst keine Energiesparmaßnahmen für Haushalte und Unternehmen. Sie habe nicht die Absicht, zu Einsparungen aufzurufen, die die Wirtschaftstätigkeit bremsen würden, sagt Takaichi vor dem Haushaltsausschuss des Oberhauses. Die Regierung beobachte die Lage genau und werde bei Bedarf rasch handeln.

02.45 Uhr - In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.

01.13 Uhr - Saudi-Arabien fängt nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen ab, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert werden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilt das Ministerium zunächst nicht mit.

00.53 Uhr - Ein Vertragspartner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird bei einem Sicherheitsvorfall im Gazastreifen getötet. Dies teilt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. Die WHO setzt daraufhin die für Montag geplanten medizinischen Evakuierungen von Patienten aus Gaza über Rafah nach Ägypten aus. Die Evakuierungen bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt, erklärt Tedros. Zwei WHO-Mitarbeiter seien bei dem Vorfall anwesend gewesen, jedoch unverletzt geblieben. Nähere Angaben zu dem Zwischenfall macht die Organisation zunächst nicht.

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