Der Goldpreis (XAU/USD) steigt während der europäischen Handelssitzung am Dienstag auf fast 4.675,00 USD, bewegt sich jedoch insgesamt seitwärts. Das gelbe Metall sucht nach einer Richtung, da die Anleger vorsichtig bleiben, wie sich der Krieg im Nahen Osten nach Ablauf der endgültigen Frist des US-Präsidenten Donald Trump entwickeln wird.
Am Montag erklärte US-Präsident Trump, dass die Frist am Dienstag die letzte sei und Iran „in einer Nacht ausgeschaltet werden kann, und das könnte morgen Nacht sein“, falls die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet wird.
Am Wochenende kündigte Präsident Donald Trump über einen Beitrag auf Truth.Social an, dass die zivile Infrastruktur Irans zerstört würde, falls der Hormus nicht vor Dienstag, 20:00 Uhr ET, wieder geöffnet wird.
Vor Trumps endgültiger Frist erklärte Iran, dass es keinen vorübergehenden Waffenstillstand akzeptieren werde. Teheran fordert dauerhaften Frieden, die Garantie keiner wiederholten Aggression und Entschädigungen für Schäden. Zudem verlangt es die Anerkennung der iranischen Autorität über die Straße von Hormus.
Unterdessen hat sich der US-Dollar (USD) nach der Ablehnung des vorübergehenden Waffenstillstands durch Teheran von seinen frühen Verlusten erholt. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, nahezu unverändert um 100,00.
In Zukunft werden sich die Anleger auf die Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) und die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für März konzentrieren, die am Mittwoch bzw. Freitag veröffentlicht werden.

XAU/USD notiert zum Redaktionsschluss leicht höher bei rund 4.675,00 USD. Die kurzfristige Tendenz bleibt neutral mit leichter bärischer Neigung, da der Kurs unter dem fallenden 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) verweilt, der Erholungsversuche um die 4.720 USD-Marke begrenzt. Die jüngste Abfolge von tieferen Schlusskursen von über 5.300 USD bis in die aktuelle Region unterstreicht den anhaltenden Abwärtsdruck, auch wenn das Verkaufs-Momentum nachlässt.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei rund 45 liegt unter der 50er-Mittellinie, was auf eine gedämpfte bullische Überzeugung hinweist und den Fokus darauf legt, ob die Käufer über dem kurzfristigen Durchschnitt wieder an Fahrt gewinnen können.
Der erste Widerstand liegt am 20-Tage-EMA nahe 4.720 USD, gefolgt vom jüngsten Erholungshoch um 4.800 USD, wo ein nachhaltiger Ausbruch den Weg in Richtung der Region um 4.870 USD als stärkeres Aufwärtsziel öffnen würde. Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung am Tief vom 2. April bei 4.554 USD, wobei ein Bruch das nächste bärische Ziel bei 4.490 USD und anschließend im Bereich von 4.410 USD freigeben würde. Ein Tagesschlusskurs über 4.720 USD würde den Abwärtsdruck verringern, während ein Rückfall unter 4.650 USD die Fortsetzung der breiteren Korrekturphase bestätigen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.