07. Apr (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.13 Uhr - Ein hochrangiger iranischer Insider nennt Bedingungen der Islamischen Republik in den Verhandlungen mit den USA. Eine vorübergehende Feuerpause lehne man ab, sagt die Person der Nachrichtenagentur Reuters. Gespräche über einen dauerhaften Frieden setzten die sofortige Einstellung der Angriffe, Garantien gegen deren Wiederaufnahme sowie eine Entschädigung für entstandene Schäden voraus. Im Rahmen eines dauerhaften Abkommens fordere Teheran zudem Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Die Höhe solle von der Art des Schiffes, seiner Ladung und den jeweiligen Umständen abhängen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Montag gemeldet, es gebe insgesamt zehn Punkte. Trump wies den Vorschlag als unzureichend zurück.
12.02 Uhr - Das israelische Militär verzichtet einem Insider zufolge vorerst auf einen Angriff auf den wichtigen Grenzübergang Masnaa zwischen Syrien und dem Libanon. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam habe nach Gesprächen mit syrischen Vertretern eine US-Garantie erwirkt, dass der Übergang nicht angegriffen werde, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person. Israel hatte mit einem Angriff gedroht, da die libanesische Hisbollah-Miliz den Übergang für Waffenschmuggel nutze. Dem Insider zufolge ist Masnaa gegenwärtig geschlossen.
11.50 Uhr - Der Iran hat nach eigenen Angaben eine petrochemische Anlage in Saudi-Arabien angegriffen. Die Meldung der halboffiziellen Nachrichtenagentur Fars bezieht sich auf den Komplex in Dschubail im Osten des Landes. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad liegt zunächst nicht vor.
11.35 Uhr - In der Nähe des Gebäudes des israelischen Konsulats in Istanbul sind einem Reuters-Augenzeugen zufolge Schüsse zu hören.
09.15 Uhr - Die aktuelle Öl- und Gaskrise, die durch die Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurde, ist dem Leiter der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge schwerwiegender als die Krisen von 1973, 1979 und 2022 zusammen. "Die Welt hat noch nie eine Unterbrechung der Energieversorgung dieses Ausmaßes erlebt", sagt Fatih Birol im Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro". Europa, Japan, Australien und andere würden dadurch belastet, aber die am stärksten betroffenen Länder seien die Entwicklungsländer. Die IEA-Mitgliedsländer hatten sich im vergangenen Monat zur Entlastung darauf geeinigt, einen Teil ihrer strategischen Reserven freizugeben. Ein Teil davon sei bereits freigegeben worden, und der Prozess gehe weiter, sagt Birol.
07.52 Uhr - Pakistans "positive und produktive" Bemühungen, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu verhindern, nähern sich einer "kritischen, heiklen" Phase, erklärt der iranische Botschafter in Pakistan, Resa Amiri Moghadam, auf X.
07.27 Uhr - Das israelische Militär fordert die Menschen im Iran auf, keine Züge zu benutzen und sich nicht in der Nähe von Bahnstrecken aufzuhalten. "Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21.00 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten", teilt das Militär in persisch auf X mit. "Ihre Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."
05.47 Uhr - Der südkoreanische Präsidialamtschef Kang Hoon-sik reist nach Kasachstan, Oman und Saudi-Arabien, um die Versorgung mit Rohöl und Naphtha sicherzustellen. Als Sondergesandter von Präsident Lee Jae Myung will er mit Regierungen, Energiefirmen und Reedereien über stabile Lieferungen verhandeln, teilt er mit. Südkorea bezieht 61 Prozent seiner Rohöl- und 54 Prozent seiner Naphtha-Importe über die Straße von Hormus. Derzeit warten 26 südkoreanische Schiffe in der Meerenge auf sichere Durchfahrt.
04.12 Uhr - Japan will wegen der starken Schwankungen an den Finanzmärkten infolge des Nahost-Konflikts eng mit den anderen G7-Staaten zusammenarbeiten. Dies kündigt Finanzministerin Satsuki Katayama an. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen steigt auf den höchsten Stand seit 1999, während der Yen nahe der Marke von 160 zum Dollar notiert. Die G7-Finanzminister hätten bereits vergangene Woche über die weitreichenden Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten beraten, sagt Katayama weiter.
03.30 Uhr - Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi plant trotz Versorgungssorgen durch den Krieg im Iran vorerst keine Energiesparmaßnahmen für Haushalte und Unternehmen. Sie habe nicht die Absicht, zu Einsparungen aufzurufen, die die Wirtschaftstätigkeit bremsen würden, sagt Takaichi vor dem Haushaltsausschuss des Oberhauses. Die Regierung beobachte die Lage genau und werde bei Bedarf rasch handeln.
02.45 Uhr - In der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Umland sind Explosionen zu hören. Sie werden durch das israelische Abfangen iranischer Raketen verursacht, meldet das syrische Staatsfernsehen. Weitere Details liegen zunächst nicht vor.
01.13 Uhr - Saudi-Arabien fängt nach eigenen Angaben sieben ballistische Raketen ab, die auf die östliche Region des Landes abgefeuert werden. Trümmer der abgefangenen Geschosse seien in der Nähe von Energieanlagen niedergegangen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Behörden prüfen mögliche Schäden. Wer die Raketen abgefeuert hat, teilt das Ministerium zunächst nicht mit.
00.53 Uhr - Ein Vertragspartner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird bei einem Sicherheitsvorfall im Gazastreifen getötet. Dies teilt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. Die WHO setzt daraufhin die für Montag geplanten medizinischen Evakuierungen von Patienten aus Gaza über Rafah nach Ägypten aus. Die Evakuierungen bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt, erklärt Tedros. Zwei WHO-Mitarbeiter seien bei dem Vorfall anwesend gewesen, jedoch unverletzt geblieben. Nähere Angaben zu dem Zwischenfall macht die Organisation zunächst nicht.