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NAHOST-TICKER-Iran: Würden auf Angriffe auf unsere Infrastruktur mit Gegenschlägen antworten

ReutersApr 5, 2026 6:21 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.55 Uhr - Der Iran kündigt Gegenschläge an, sollten die USA iranische Infrastruktur angreifen. In dem Fall werde der Iran ähnliche Infrastruktur angreifen, die den USA gehöre oder mit den USA in Verbindung stehe, sagt ein Sprecher des Außenministeriums. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, der Iran müsse mit Angriffen auf seine Infrastruktur rechnen, sollte er die Meerenge von Hormus nicht bis Dienstag öffnen.

19.39 Uhr - Der bewaffnete Flügel der Hamas lehnt eine Entwaffnung der Gruppe derzeit ab. Eine solche Forderung sei "nichts anderes als der offene Versuch, den Völkermord an unserem Volk fortzusetzen – etwas, das wir unter keinen Umständen akzeptieren werden", sagt ein Sprecher. Die Frage der Waffenabgabe ist ein großes Hindernis bei der Umsetzung des von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Plans für den Gazastreifen. Das Vorhaben soll einen Waffenstillstand festigen, der im Oktober zwei Jahre andauernde, umfassende Kämpfe beendet hat. Insider hatten jüngst der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die Hamas habe Vermittlern mitgeteilt, sie werde keine Entwaffnung diskutieren, wenn es keine Garantien dafür gebe, dass Israel sich vollständig aus dem Gazastreifen zurückziehe. Es war zunächst unklar, ob die Äußerungen vom Sonntag eine formellen Ablehnung des US-Plans bedeuten. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands haben sich die Hamas und Israel wiederholt gegenseitig vorgeworfen, gegen dessen Bedingungen zu verstoßen.

18.46 Uhr - US-Präsident Donald Trump bekräftigt einmal mehr seine bereits aufgeschobene Frist für den Iran, die Straße von Hormus bis Dienstag freizugeben. "Wenn sie bis Dienstagabend nichts unternehmen, werden sie keine Kraftwerke mehr haben und keine Brücken mehr stehen", sagt Trump dem "Wall Street Journal". Zuvor hatte er bereits erklärt, der Iran müsse mit Angriffen auf seine Infrastruktur rechnen, sollte er die Meerenge nicht bis Dienstag öffnen. Am 22. März hatte Trump dem Iran bereits ein Ultimatum dafür von 48 Stunden gestellt, es aber später verlängert. Es war nicht das erste Mal, dass Trump innerhalb von ihm selbst gesetzten Fristen offenbar nicht die geforderten Zugeständnisse bekam und neue Fristen setzte. Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump am Sonntag sein bis Dienstag laufendes Ultimatum mit einer ungewöhnlichen Wortwahl untermauert. "Öffnet die verfickte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben – WARTET ES AB!", hatte er dort geschrieben und seinen Beitrag mit "Gelobt sei Allah." Später schob Trump dort nach, die Frist ende am Dienstagabend 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit. Das entspräche Mittwochmorgen 02.00 Uhr MEZ.

17.17 Uhr - Bei israelischen Luftangriffen im Libanon werden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums am Sonntag mindestens elf Menschen getötet. Bei einem Beschuss des Dorfes Kfarhata im Süden des Landes sterben demnach sieben Menschen, darunter ein vierjähriges Kind. Ein weiterer Angriff auf ein Viertel in der Hauptstadt Beirut tötet vier Menschen und verletzt 39 weitere, teilt das Ministerium mit. Zudem meldet die libanesische Armee den Tod eines Soldaten durch einen israelischen Angriff im Südlibanon. Die Gesamtzahl der Toten im Libanon seit Beginn des Krieges steigt den Behörden zufolge auf 1461.

16.46 Uhr - China will im UN-Sicherheitsrat mit Russland zusammenarbeiten, um die Lage im Nahen Osten zu beruhigen. Dies erklärt Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet. Die Lösung der Schifffahrtsprobleme in der Straße von Hormus sei ein schnellstmöglicher Waffenstillstand, sagt Wang. China trete stets für eine Lösung von Konflikten durch Dialog ein. In der kommenden Woche stimmt der UN-Sicherheitsrat über eine Resolution Bahrains zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Meerenge ab.

15.59 Uhr - US-Präsident Donald Trump rechnet nach eigenen Worten bis Montag mit einem Abkommen mit dem Iran. Die Regierung in Teheran verhandle derzeit, sagt er in einem Interview des Senders Fox News. Den aktuellen Unterhändlern auf iranischer Seite sei eine eingeschränkte Amnestie gewährt worden. Sollte der Iran nicht zu einer Einigung bereit sein, wolle er sich das iranische Öl aneignen, fügt Trump hinzu. Zudem erklärt er, die USA hätten Anfang des Jahres über die Kurden Waffen an iranische Demonstranten geliefert. Er gehe jedoch davon aus, dass die Kurden diese behalten haben.

14.20 Uhr - "Dienstag wird im Iran Kraftwerks-Tag und Brücken-Tag in einem sein", droht US-Präsident Donald Trump auf Truth Social mit Blick auf Angriffe auf Energie-Anlagen und Verkehrsinfrastruktur. Mit Blick auf die Straße von Hormus fordert er: Öffnet die Meerenge, "oder ihr werdet in der Hölle leben". Der US-Präsident hat der Führung in Teheran ein Ultimatum bis Montag um 16.00 Uhr (MESZ), um einem Friedensabkommen zuzustimmen oder die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen.

13.45 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden bekennen sich zu Angriffen auf petrochemische Anlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain. Sollten sich die Angriffe auf zivile Ziele im Iran wiederholen, würden die Einsätze gegen wirtschaftliche Interessen der USA intensiviert, warnen sie in einer Mitteilung.

13.15 Uhr - Ein mit irakischem Rohöl beladener Tanker passiert Daten von LSEG und Kpler zufolge die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste. Zuvor hat der Iran den Irak von den Transitbeschränkungen für die wichtige Seeroute ausgenommen. Die "Ocean Thunder" hat den Daten nach rund eine Million Barrel Rohöl geladen und soll ihre Fracht Mitte April in Malaysia entladen. Der Iran blockiert die Meerenge, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte fließt, seit US- und israelischen Luftangriffen Ende Februar für Schiffe mit Verbindungen in die USA oder nach Israel. Andere Schiffe dürfen die Route inzwischen wieder passieren.

12.44 Uhr - Nach einem iranischen Drohnenangriff meldet die Kuwait Petroleum Corporation schwere Sachschäden. Der Angriff löst Brände in den Betriebsanlagen aus, teilt der Konzern mit. Verletzte gibt es demnach nicht. Einsatzkräfte arbeiten daran, die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf andere Einrichtungen zu verhindern.

12.15 Uhr - Papst Leo ruft in seiner Osterbotschaft die Staats- und Regierungschefs weltweit zur Beendigung von Konflikten und zum Verzicht auf Machtstreben auf. "Sollen diejenigen, die Waffen haben, sie niederlegen", appelliert das Oberhaupt der katholischen Kirche beim traditionellen Segen "Urbi et Orbi" auf dem Petersplatz in Rom. Der erste US-Papst nennt in seiner Rede zwar keine spezifischen Konflikte, hat jedoch in den vergangenen Wochen den Krieg im Iran scharf kritisiert und US-Präsident Donald Trump aufgefordert, einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden.

12.02 Uhr - Die stellvertretenden Außenminister des Oman und des Iran haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilt das omanische Außenministerium auf X mit. Die Gespräche fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, der Iran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert wird.

11.22 Uhr - Bei einem israelischen Luftangriff im nördlichen Gazastreifen sind der örtlichen Gesundheitsbehörde zufolge vier Palästinenser ums Leben gekommen. Sanitäter berichten, der Luftangriff habe eine Gruppe von Menschen in Gaza-Stadt getroffen, wobei vier Menschen getötet und weitere verletzt wurden. Dies ist der jüngste Gewaltausbruch, der den brüchigen Waffenstillstand überschattet, während Vermittler erneut versuchen, das Abkommen zu festigen. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

10.44 Uhr - Die Opec+ erwägt Insidern zufolge eine Ausweitung der Ölförderung. Ein solcher Schritt dürfte jedoch weitgehend nur auf dem Papier existieren, da die wichtigsten Mitglieder der Allianz wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran ihre Produktion nicht hochfahren können, sagen vier mit den Plänen vertraute Personen. Durch den Krieg ist die Straße von Hormus blockiert, was die Exporte der Opec+-Mitglieder Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait und Irak begrenzt. Andere Staaten wie Russland können ihre Förderung wegen westlicher Sanktionen und Schäden durch den Krieg mit der Ukraine nicht steigern. Zudem ist die Infrastruktur am Golf durch Raketen- und Drohnenangriffe schwer beschädigt. Derzeit fallen schätzungsweise zwölf bis 15 Millionen Barrel pro Tag oder bis zu 15 Prozent des weltweiten Angebots weg. Das treibt den Ölpreis in die Höhe. Derzeit kostet ein Barrel fast 120 Dollar. Sollte die Meerenge bis Mitte Mai blockiert bleiben, könnten die Preise laut der Bank JPMorgan auf ein Rekordhoch von über 150 Dollar klettern. Bei dem aktuellen Treffen geht es um die Förderquoten für Mai.

08.24 Uhr - Im Rahmen der US-Mission zur Rettung eines im Iran gestrandeten Piloten seien mehrere "fliegende Objekte" zerstört worden, teilt die iranische Revolutionsgarde laut der Nachrichtenagentur Tasnim mit. Während eines gemeinsamen Einsatzes von Luftwaffe, Bodentruppen, Volksmilizen, der Basidsch-Miliz und Polizeikommando seien feindliche Flugobjekte zerstört worden. Zuvor hat das iranische Polizeikommando bekanntgegeben, dass ein US-Transportflugzeug des Typs C-130 im Süden von Isfahan abgeschossen worden sei. In derselben Provinz sei auch eine israelische Drohne abgeschossen worden, teilt die iranische Armee mit.

06.22 Uhr - Der gerettete US-Pilot ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wohlbehalten. Er habe zwar Verletzung davongetragen, aber es gehe ihm gut, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Das US-Militär hat eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der USA bewerkstelligt – für einen unserer unglaublichen Offiziere, der zufällig auch ein hoch angesehener Oberst ist und von dem ich Ihnen voller Freude mitteilen kann, dass er GESUND und MUNTER ist", schreibt Trump.

06.02 Uhr - US-Streitkräfte retten einen Piloten aus einem im Iran abgestürzten F-15-Kampfjet. Dies sagen zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Zuvor hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, es handele sich um das zweite gerettete Besatzungsmitglied.

05.54 Uhr - US-Streitkräfte retten das zweite Besatzungsmitglied eines im Iran abgestürzten F-15-Kampfjets, meldet das Nachrichtenportal "Axios".

05.03 Uhr - Südkorea bittet die Golfstaaten um stabile Energielieferungen. Finanzminister Koo Yun-cheol habe zudem um den Schutz koreanischer Schiffe in der Straße von Hormus gebeten, teilt das Ministerium mit. Die Gesandten sagten eine enge Abstimmung zu, um die Versorgung zu gewährleisten. Hintergrund ist der eskalierende Krieg mit dem Iran, der den Schiffsverkehr stört.

02.20 Uhr - Kuwait wirft dem Iran einen Drohnenangriff auf einen Regierungskomplex vor. Bei dem Angriff am Samstag sei "erheblicher" Schaden entstanden, teilt die Regierung mit. Verletzte werden nicht gemeldet.

00.35 Uhr - In einer Öl-Anlage der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) bricht nach einem Drohnenangriff ein Feuer aus. Verletzte werden nicht gemeldet, teilt die staatliche Nachrichtenagentur mit. Notfall- und Feuerwehrteams bekämpfen den Brand, heißt es weiter.

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