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NAHOST-TICKER-USA warnen Bürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen

ReutersMar 31, 2026 6:54 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.42 Uhr - Das US-Außenministerium warnt amerikanische Staatsbürger in Saudi-Arabien vor möglichen Angriffen und ruft sie auf, Schutz zu suchen. Die US-Botschaft teilt in einem Sicherheitshinweis mit, dass Hotels, US-Unternehmen und Bildungseinrichtungen potenzielle Ziele seien. Amerikaner sollen bis auf Weiteres in Gebäuden bleiben und sich von Fenstern fernhalten. Iranischen staatlichen Medien zufolge wollen die Revolutionsgarden ab Mittwoch als Vergeltung für Attacken auf den Iran US-Firmen im Nahen Osten ins Visier nehmen.

19.48 Uhr - Angesichts steigender Düngerpreise wollen US-Landwirte in diesem Jahr weniger Mais und dafür mehr Sojabohnen anbauen, wie das US-Landwirtschaftsministerium mitteilt. Da Mais im Gegensatz zu Soja mehr teuren Dünger benötigt, ist der Anbau für die Bauern derzeit weniger attraktiv. Trotz staatlicher Hilfszahlungen auf nahezu Rekordniveau dürfte das Nettoeinkommen der US-Bauern in diesem Jahr sinken. Damit haben die Erzeuger das vierte Jahr in Folge mit knappen Margen, hohen Produktionskosten und niedrigen Preisen zu kämpfen.

17.40 Uhr - China und Pakistan fordern eine sofortige Waffenruhe am Persischen Golf und im Nahen Osten. Zudem dringen sie auf rasche Friedensgespräche und die Wiederherstellung der normalen Schifffahrt in der Straße von Hormus, wie die Außenminister beider Länder bei einem Treffen in Peking mitteilen. Sie haben bereits zu Gesprächen aufgerufen, um den seit dem 28. Februar andauernden Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden. Pakistan, das eine mehr als 900 Kilometer lange Grenze mit dem Iran teilt, hat sich als Vermittler positioniert und angeboten, Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran zu ermöglichen. "Dialog und Diplomatie sind die einzig gangbaren Wege, um Konflikte zu lösen", heißt es in einer bei dem Treffen vorgelegten Fünf-Punkte-Initiative. Demnach müssen die Souveränität, territoriale Integrität, nationale Unabhängigkeit und Sicherheit des Irans und der Golfstaaten gewahrt werden. Zudem wird der Schutz der Zivilbevölkerung, der zivilen Infrastruktur und der zivil genutzten Atomanlagen gefordert.

17.30 Uhr - Bei zwei Angriffen im Südlibanon sind drei indonesische UN-Blauhelmsoldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge starben zwei der Soldaten am Montag bei der Explosion einer am Straßenrand platzierten Bombe, die ihren Konvoi traf, teilt der Chef der UN-Friedenstruppen, Jean-Pierre Lacroix, mit. Ein weiterer indonesischer Soldat war in der Nacht zum Montag getötet worden, als ein Geschoss in der Nähe einer Stellung der UN-Truppe Unifil explodierte. Israels UN-Botschafter Danny Danon macht die Hisbollah für den Tod der beiden Soldaten verantwortlich. Die Miliz bringe die Blauhelme in die Schusslinie. Das indonesische Außenministerium erklärt hingegen, die anhaltenden israelischen Militäreinsätze im Libanon setzten die UN-Friedenstruppen einer großen Gefahr aus. UN-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilt die Tötungen und spricht von möglichen Kriegsverbrechen. Im Libanon war am 2. März ein neuer Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz ausgebrochen.

16.51 Uhr - Die Revolutionsgarden drohen mit Attacken auf US-Unternehmen in der Region. Dies melden staatliche Medien. Auf der Liste der 18 anvisierten Konzerne stehen unter anderem MicrosoftMSFT.O, GoogleGOOGL.O, AppleAAPL.O, IntelINTC.O, IBMIBM.N, TeslaTSLA.O und BoeingBA.N. "Diese Unternehmen müssen ab dem 1. April um 20.00 Uhr Teheraner Zeit als Vergeltung für jeden Terrorakt im Iran mit der Zerstörung ihrer jeweiligen Zweigstellen rechnen", heißt es in einer Erklärung der Garden.

16.45 Uhr - Das neue geistliche und politische Oberhaupt des Irans, Modschtaba Chamenei, hält sich nach russischen Angaben im Land auf, tritt aber nicht öffentlich in Erscheinung. Er verzichte "aus verständlichen Gründen" auf Auftritte, zitiert der Sender RTVI den russischen Botschafter in Teheran. Die US-Regierung geht davon aus, dass Modschtaba Chamenei verletzt und möglicherweise entstellt ist. Er hatte die Nachfolge seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, angetreten. Dieser war am 28. Februar zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Russland unterhält enge Beziehungen zum Iran und hat im vergangenen Jahr einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft mit dem Land unterzeichnet.

14.54 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagt, die Vereinigten Staaten seien sich sehr wohl bewusst, was China und Russland unternehmen würden, um dem Iran zu helfen. "Was Russland und China angeht, wissen wir genau, was sie tun oder nicht tun", sagt Hegseth auf einer Pressekonferenz. Er werde nicht öffentlich sagen, worum es dabei genau gehe. "Aber wo es notwendig ist, gehen wir darauf ein, mildern die Auswirkungen oder stellen uns dem Problem direkt." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte gesagt, Russland habe den Iran mit Drohnen und Geheimdienstinformationen versorgt.

14.31 Uhr - Die nächsten Tage werden im Nahostkonflikt entscheidend sein, sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Wir haben immer mehr Optionen, und sie haben immer weniger. (...) In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt" sagt Hegseth, nachdem US-Präsident wiederholt gesagt hatte, die USA hätten den Krieg bereits gewonnen. Hegseth sagt unter Berufung auf Geheimdienstinformationen weiter, die Angriffe würden die Moral des iranischen Militärs untergraben.

13.56 Uhr - US-Präsident Donald Trump fordert Länder auf, Öl aus den USA zu kaufen oder es sich in der Straße von Hormus zu "holen". "Ich habe einen Vorschlag für euch: Erstens, kauft bei den USA, wir haben reichlich, und zweitens, fasst endlich Mut, fahrt zur Straße und HOLT ES EUCH einfach", schreibt Trump frühmorgens (Ortszeit) auf Truth Social. Der Vorschlag gehe an alle Länder, die wegen der Blockade der Straße von Hormus kein Kerosin bekommen könnten. Dazu gehöre etwa Großbritannien, das sich geweigert habe, sich an der Entmachtung im Iran zu beteiligen. "Ihr müsst anfangen zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für uns da wart", schreibt Trump. Auch kritisiert er, Frankreich habe Flugzeuge mit Militärgütern für Israel nicht über französisches Hoheitsgebiet fliegen lassen. Trump erwähnt nicht, dass er Hilfe abgelehnt hat. So hatte er kurz nach Kriegsbeginn erklärt, Großbritannien erwäge zwar, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu schicken. Aber man brauche die Hilfe nicht mehr. "Wir brauchen keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligen, wenn wir sie bereits gewonnen haben!", hatte Trump am 7. März erklärt. Andere Länder hatten angeforderte Hilfen abgelehnt und dies damit begründet, dass sie nicht von Trump vor Beginn des Krieges eingebunden gewesen worden seien und auch dessen Kriegsziele unklar seien.

12.08 Uhr - Italien hat nach Angaben eines Insiders US-Militärjets eine Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert. Die Jets hätten dort vor ihrem Weiterflug in den Nahen Osten landen wollen, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person. Zuvor hatte die Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, es gehe um "einige US-Bomber". Offen blieb, wann die Landung geplant war. Die Zeitung berichtete, die Genehmigung sei nicht erteilt worden, da die USA dies nicht beantragt hätten. Zudem sei die italienische Militärführung nicht konsultiert worden, wie es entsprechende Verträge vorschrieben. Das Verteidigungsministerium äußerte sich zunächst nicht. Oppositionsparteien haben die Regierung aufgefordert, die Nutzung von Stützpunkten in Italien durch die USA zu blockieren, um eine Verwicklung in Iran-Krieg zu vermeiden.

12.01 Uhr - Ein Sprecher der iranischen Justiz sagt, Personen, denen Spionage oder Zusammenarbeit mit feindlichen Staaten vorgeworfen werde, droht nach einem verschärften Gesetz die Todesstrafe. Zudem könne deren gesamtes Vermögen eingezogen werden. Selbst das Teilen von Fotos oder Videos, die dem Feind bei der Zielerfassung helfen könnten, könne als Zusammenarbeit gewertet werden. Iranische Medien hatten zuletzt berichtet, es seien inzwischen mehr als 1000 Menschen festgenommen worden, denen vorgeworfen werde, sensible Orte gefilmt, regierungskritische Inhalte online geteilt oder "mit dem Feind kooperiert" zu haben. Der Sprecher sagt, das Gesetz sei bereits 2025 verabschiedet worden. Es gelte für operative, nachrichtendienstliche und bestimmte mediale Aktivitäten, die als Unterstützung feindlicher Regierungen angesehen würden, insbesondere der USA und Israels. Wer mit Falschinformationen Angst schüre, müsse zudem mit Haftstrafen rechnen, wobei die Strafen in Kriegszeiten verschärft würden. Die Behörden hätten in dem Zusammenhang bereits rund 200 Anklagen erhoben. Bei der Durchsetzung des Gesetzes werde keine Nachsicht geübt.

11.48 Uhr - Israels Verteidigungsminister Israel Katz sagt, sein Land werde eine Pufferzone zwischen Israel und dem Libanon einrichten. Die Zone solle zwischen der israelischen Grenze und dem Fluss Litani im Süden des Libanon liegen. Israel werde die komplette Kontrolle über den Bereich übernehmen, sobald der Kampf gegen die Hisbollah-Kämpfer beendet sei. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt auf libanesischer Seite. Katz sagt weiter, den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden evakuiert wurden, werde die Rückkehr südlich des Litani untersagt, bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet sei. Zu diesem Zweck würden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild des Gazastreifens zerstört, um Bedrohungen nahe der Grenze für die Bewohner im Norden Israels dauerhaft zu beseitigen.

11.41 Uhr - Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, die Krise im Nahen Osten könne sich zu einem noch größeren Konflikt ausweiten. Die USA und Israel hätten kein Interesse an einer Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Iran und dessen Nachbarn. Die US-Pläne für einen Regierungsumsturz im Iran hätten ebenso wie die des Umsturzes in Venezuela das Ziel, mehr Kontrolle über die jeweiligen Öl- und Gasreserven zu bekommen.

11.33 Uhr - Israel ist nach Angaben eines Militärsprechers auf "weitere Wochen" der Kämpfe im Iran vorbereitet. Die Entscheidung darüber liege allerdings bei den Politikern, sagt Militärsprecher Nadaw Schoschani vor Reportern. "Aber wir sind bereit, noch wochenlang weiterzumachen. Wir haben die Ziele dafür, die Munition dafür, die personellen Ressourcen dafür." Der Angriff Israels und der USA auf den Iran hat Ende Februar begonnen. US-Präsident Donald Trump hatte damals gesagt, der Einsatz werde vier Wochen oder weniger dauern.

10.06 Uhr - EU-Energiekommissar Dan Jorgensen appelliert an die Regierungen der EU-Länder, sich auf eine länger andauernde Störung der Energiemärkte infolge des Iran-Kriegs vorbereiten. In einem Schreiben Jorgensens an die Minister, das Reuters vorliegt, heißt es, die Auswirkungen des Kriegs auf die Energieversorgung Europas seien derzeit zwar noch begrenzt. Die Regierungen seien jedoch gefordert, "rechtzeitig Vorkehrungen für eine möglicherweise anhaltende Störung zu treffen". Jorgensen schreibt den Ministern im Vorfeld einer Dringlichkeitssitzung an diesem Dienstag.

09.55 Uhr - China teilt mit, drei seiner Schiffe hätten kürzlich die Straße von Hormus passiert. China wisse die Unterstützung der beteiligten Parteien zu schätzen, erklärt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking weiter, ohne Details zu nennen. Eigentlich blockiert der Iran die Straße von Hormus derzeit für Handelsschiffe oder Tanker. Zuletzt hatte es aber Berichte gegeben, dass diese vereinzelt gegen Geldzahlungen durchgelassen wurden. China zählt zudem zu den Ländern, mit denen der Iran in guter Beziehung bleiben will. Der Sprecher des Außenministeriums sagt zudem, China sei bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten, Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Die Regierung in Peking setzt damit ihre Bemühungen fort, sich als Stabilitätsanker zu präsentieren und damit von den USA unter Präsident Donald Trump abzugrenzen.

06.46 Uhr - Das nach einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff ausgebrochene Feuer auf einem kuwaitischen Öltanker ist nach Angaben Dubais gelöscht worden. Die 24 Besatzungsmitglieder der "Al Salmi" seien in Sicherheit und es gebe keine Verletzten, teilen die Behörden des Golfemirats mit. Die Kuwait Petrol Corporation (KPC) erklärt unterdessen, dass der vollbeladene Supertanker bei einem iranischen Angriff getroffen und am Rumpf beschädigt worden sei. KPC warnte laut der kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna vor einer drohenden Ölpest. Den Schiffsinformationsdiensten Lloyd's List Intelligence und TankerTrackers zufolge hat der Tanker zwei Millionen Barrel Öl aus Kuwait und Saudi-Arabien geladen. Laut Lloyd's sollte das Schiff den chinesischen Hafen Qingdao ansteuern.

06.30 Uhr - Bei Kampfeinsätzen im Süden des Libanon hat es in den Reihen des israelischen Militärs vier Tote gegeben. Zwei weitere Einsatzkräfte seien verletzt worden, teilt das Militär weiter mit.

03.20 Uhr - US-Präsident Donald Trump ist einem Medienbericht zufolge bereit, die Militärkampagne gegen den Iran zu beenden - auch wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Die komplexe Operation zur Wiedereröffnung der wichtigen Wasserstraße wolle er auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht bestätigen.

00.53 Uhr - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will sich nicht auf einen Zeitplan für ein Ende des Krieges mit dem Iran festlegen. Er wolle dafür keinen Zeitrahmen vorgeben, sagt Netanjahu in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax.

00.40 Uhr - Ein unbekanntes Projektil trifft einen Tanker 31 Seemeilen nordwestlich von Dubai. Das Geschoss schlägt an der Steuerbordseite ein und löst ein Feuer aus, meldet die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO. Alle Besatzungsmitglieder sind den Angaben zufolge wohlauf und in Sicherheit.

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