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Gold steigt auf ein über eine Woche hohes Niveau, da Trumps Deeskalationssignale zum Verkauf des USD führen

FXStreetMar 31, 2026 3:29 AM
  • Gold gewinnt starken positiven Schwung angesichts eines moderaten US-Dollar-Pullbacks vom Jahreshoch.
  • Berichte deuten darauf hin, dass Trump offen dafür ist, den Krieg zu beenden, ohne die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
  • Dies löst einen korrigierenden Rückgang der Ölpreise aus und mildert Inflationsängste, was den USD belastet.

Gold (XAU/USD) zieht am Dienstag während der asiatischen Sitzung zum dritten Tag in Folge Käufer an und steigt auf ein eineinhalb Wochen hohes Niveau, hat jedoch Schwierigkeiten, sich über der Marke von 4.600 USD zu etablieren. Berichte, dass US-Präsident Donald Trump bereit ist, die Militäroperation gegen den Iran zu beenden, selbst wenn die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt, lösen einen korrigierenden Rückgang der Rohölpreise aus. Dies wiederum mildert die Inflationssorgen und hält die Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck, was zu Gewinnmitnahmen beim US-Dollar (USD) führt und dem Rohstoff zugutekommt.

Unterdessen hat der Iran seine Zurückhaltung signalisiert, direkte Verhandlungen mit den USA aufzunehmen, was den fragilen diplomatischen Fortschritt unterstreicht. Zudem entsendet die US weiterhin zusätzliche Truppen und Ressourcen in die Region, was die Unsicherheiten erhöht und die Hoffnungen auf eine schnelle Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten dämpft. Dies sollte den Rohölpreisen Rückenwind geben und die Inflationsrisiken im Spiel halten, was Wetten auf höhere Zinssätze weltweit stützt. Die Erwartungen an hawkische Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), sollten den zinslosen Goldpreis begrenzen.

Die Händler scheinen nun die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank vollständig ausgepreist zu haben und setzen stattdessen zunehmend auf eine Zinserhöhung bis Ende dieses Jahres. Der Ausblick unterstützt somit die Entstehung von Dip-Käufen rund um den USD, was dazu beitragen sollte, den Goldpreis zu begrenzen. Daher ist es ratsam, auf eine starke Anschlussnachfrage zu warten, bevor man auf eine Fortsetzung der jüngsten soliden Erholung vom 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei rund 4.100 USD oder einem Viermonatstief, das letzte Woche erreicht wurde, setzt.

Die Händler richten nun ihren Blick auf den US-Wirtschaftskalender – mit der Veröffentlichung der JOLTS-Daten zu offenen Stellen und dem Verbrauchervertrauensindex des Conference Board. Dies, zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder, wird den USD bewegen und dem Goldpreis Impulse verleihen. Der Markt bleibt jedoch weiterhin auf geopolitische Entwicklungen fokussiert, die eine Schlüsselrolle bei der Volatilität des XAU/USD-Paares spielen werden.

XAU/USD Tages-Chart

Chartanalyse XAU/USD

Gold muss den Widerstand am 100-Tage-SMA überwinden, um weitere Gewinne zu unterstützen

Aus technischer Sicht ist die kurzfristige Tendenz vorsichtig bärisch, da der Goldpreis knapp unter dem 38,2%-Fibonacci-Retracement des Rückgangs vom monatlichen Hoch notiert. Zudem handelt das Edelmetall unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA), was darauf hindeutet, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt, aber kurzfristig unter Druck steht. Der 200-Tage-SMA steigt weiterhin an und stärkt die längerfristige bullische Struktur trotz des Rücksetzers.

Der Relative Strength Index (RSI) hat sich aus dem überverkauften Bereich auf etwa 41 erholt, was eine nachlassende, aber noch gedämpfte Aufwärtsdynamik signalisiert. Zudem bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter null mit negativen Werten, was mit einem nachlassenden bullischen Impuls übereinstimmt.

Der erste Widerstand liegt am 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 4.592,49 USD, gefolgt vom 100-Tage-SMA nahe 4.637 USD als nächster Barriere. Ein Tagesschluss über diesem Niveau würde eine Erholung in Richtung des 50,0%-Retracements bei 4.747,16 USD eröffnen.

Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung nahe den jüngsten Tiefständen um 4.470 USD erwartet, vor dem 23,6%-Retracement bei 4.401,11 USD, wo frühere Kurskonzentrationen mit der Korrekturstruktur übereinstimmen. Ein Bruch unter 4.401,11 USD würde den Bereich von 4.200–4.150 USD freilegen und den ansteigenden 200-Tage-SMA bei 4.129 USD als tiefere Trendunterstützung in den Fokus rücken.

Solange der Preis über dem 23,6%-Retracement und dem 200-Tage-SMA bleibt, bleibt das übergeordnete bullische Szenario erhalten, doch ein Scheitern dort würde die aktuelle kurzfristige bärische Tendenz verstärken.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Technische Analyse:

Im Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.584,62 USD.

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