30. Mrz (Reuters) - Iranische Angriffe auf Aluminiumhütten im Nahen Osten haben den Preis für das Leichtmetall in die Höhe getrieben. An der Londoner Metallbörse LME verteuerte sich AluminiumCMAL3 am Montag um rund 3,5 Prozent. Die Großproduzenten Emirates Global Aluminium und Aluminium Bahrain teilten am Wochenende mit, ihre Anlagen seien bei den Angriffen mit Drohnen und Raketen am Wochenende erheblich beschädigt worden. Laut den Experten von ING Economics könnte dies zu Lieferausfällen führen, die selbst bei einer Entspannung der geopolitischen Lage fortbestehen könnten. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, die Angriffe seien eine Vergeltung für US-israelische Angriffe auf die Infrastruktur im Iran.
Die Attacken verschärfen die bereits angespannte Versorgungslage. Schon vor den direkten Angriffen hatte die Schließung der Straße von Hormus zu Engpässen bei wichtigen Rohstoffen für die Hütten geführt, weshalb einige Produzenten bereits mit Produktionskürzungen begonnen hatten. Der Nahe Osten steht für etwa neun Prozent der weltweiten Aluminiumproduktion. Die Lage wird dadurch verschärft, dass die weltweiten Lagerbestände bereits niedrig sind und der Markt kaum Puffer gegen Angebotsschocks hat. Für industrielle Abnehmer könnte eine anhaltende Preisrally den Druck weiter erhöhen. Emirates Global und Aluminium Bahrain sind wichtige Zulieferer für die globale Luft- und Raumfahrtindustrie, darunter für BoeingBA.N und AirbusAIR.PA.
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