28. Mrz (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
21.35 Uhr - Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen reklamiert einen zweiten Angriff auf Israel binnen 24 Stunden für sich. Dabei seien Raketen und Drohnen eingesetzt worden, teilt Militärsprecher Jahja Sari in einer Fernsehansprache mit. Die militärischen Operationen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt.
21.00 Uhr - Der iranische Oppositionelle Reza Pahlavi warnt in den USA vor Friedensverhandlungen mit der derzeitigen Führung in Teheran. Diese werde Gespräche nur nutzen, um Zeit zu gewinnen und zu betrügen, sagt der im Exil lebende Sohn des gestürzten Schahs auf einer Konferenz von US-Republikanern in Texas. Die Teilnehmer empfingen ihn mit stehendem Applaus. Pahlavi kündigt an, die Bevölkerung im Iran zu einem geeigneten Zeitpunkt erneut zu landesweiten Protesten aufzurufen. Pahlavi bringt sich selbst als möglichen Anführer einer Übergangsregierung ins Spiel. US-Präsident Donald Trump hat sich wiederholt skeptisch über Pahlavi geäußert.
20.20 Uhr - Der Iran erlaubt nach pakistanischen Angaben die Durchfahrt von 20 weiteren Schiffen unter pakistanischer Flagge durch die Straße von Hormus. Wie der pakistanische Außenminister Ishaq Dar mitteilt, dürfen künftig zwei dieser Schiffe pro Tag die Meerenge passieren.
19.00 Uhr - Bei fünf Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen im Südlibanon sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neun Sanitäter getötet und sieben weitere verletzt worden. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus teilt mit, die wiederholten Angriffe beeinträchtigten die Gesundheitsversorgung in der Region beträchtlich. Inzwischen seien vier Krankenhäuser und 51 Gesundheitszentren geschlossen, während andere Einrichtungen nur noch mit reduzierter Kapazität arbeiteten.
18.15 Uhr - Die saudi-arabische Ost-West-Pipeline wird einem Medienbericht zufolge inzwischen mit ihrer vollen Kapazität genutzt. Durch die Röhre zur Umgehung der vom Iran blockierten Straße von Hormus würden sieben Millionen Barrel Öl pro Tag gepumpt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider. Der staatliche Ölkonzern Aramco2223.SE lehnt eine Stellungnahme ab. Aramco-Chef Amin Nasser hatte Anfang März erklärt, dass die Pipeline bald voll ausgelastet werde.
17.20 Uhr - Im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben ein 15-Jähriger bei einem israelischen Militäreinsatz getötet worden. Der Jugendliche sei am späten Freitagabend im Lager Dheischeh bei Bethlehem durch einen Schuss in den Bauch getroffen worden und später im Krankenhaus gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Das israelische Militär erklärt, Soldaten hätten während gewaltsamer Ausschreitungen das Feuer eröffnet, nachdem sie mit Steinen beworfen worden seien. Zu der Identität des Getöteten oder dem genauen Grund des Einsatzes äußert sich die Armee zunächst nicht.
13.55 Uhr - Die Lage am iranischen Atomkraftwerk Buschehr verschlechtert sich nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom weiter. Angriffe in der Nähe der Anlage stellten eine direkte Bedrohung für die nukleare Sicherheit dar, erklärt der Rosatom-Chef. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte am Freitag mit, der Iran habe einen weiteren Angriff im Umfeld von Buschehr gemeldet. Dies ist den Angaben zufolge der dritte derartige Zwischenfall innerhalb von zehn Tagen. Schäden am Reaktor oder ein Austritt von Radioaktivität seien nicht gemeldet worden.
10.33 Uhr - Pakistan treibt seine Anstrengungen für eine Vermittlung im Iran-Krieg voran. Ministerpräsident Shehbaz Sharif habe in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian über die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts gesprochen, teilt sein Büro mit. Sharif habe Peseschkian in dem mehr als einstündigen Gespräch auch über Pakistans diplomatische Kontakte mit den USA und den Golfstaaten informiert. Peseschkian habe die diplomatischen Bemühungen Pakistans gelobt und erklärt, dass Vertrauen nötig sei, um Gespräche und eine Vermittlung in dem Konflikt zu ermöglichen.
08.26 Uhr - Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben im Iran-Krieg erstmals Israel angegriffen und sich damit in den Konflikt eingeschaltet. Der Raketenangriff sei eine Reaktion auf die fortgesetzte Zerstörung von Infrastruktur im Iran, im Libanon, im Irak und in den palästinensischen Gebieten, teilt die mit dem Iran verbündete Islamisten-Miliz am Samstag mit. Die Angriffe würden fortgesetzt, bis die "Aggression" an allen Fronten beendet sei. Zuvor hatte das israelische Militär erklärt, es habe eine Rakete aus dem Jemen abgefangen. Der Vorfall schürt die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts in der Nahost-Region. Die Huthi-Miliz hatte bereits im Gaza-Krieg zur Unterstützung der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas, die ebenfalls mit dem Iran verbündet ist, Israel mehrfach mit Raketen beschossen und im Zuge dessen auch die Schifffahrt im Roten Meer mit Angriffen gestört.
07.07 Uhr - Bei einem Drohnenangriff auf den Hafen von Salalah im Oman ist ein Arbeiter verletzt worden. Zudem sei ein Kran leicht beschädigt worden, teilt die Regierung des Sultanats auf der Arabischen Halbinsel mit. Der Oman hatte vor Ausbruch des Kriegs zwischen den USA und dem Iran als Vermittler versucht, eine Eskalation des Konflikts zu verhindern.
05.52 Uhr - In Abu Dhabi verletzen herabfallende Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete fünf Menschen und lösen zwei Brände aus. Das teilt das Medienbüro des Emirats mit. Demnach löschen Einsatzkräfte die Flammen im Umfeld der Wirtschaftszone Kezad.
05.12 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Dies sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass ein Geschoss von dort abgefeuert werde, teilen die Streitkräfte am frühen Morgen mit. Zuvor hatten die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen in den Konflikt gedroht.
03.38 Uhr - In der syrischen Hauptstadt Damaskus und ihrer Umgebung sind Explosionen zu hören. Dabei handele es sich um Einsätze der israelischen Luftabwehr, die im syrischen Luftraum iranische Raketen abfange, berichtet das Staatsfernsehen.
01.04 Uhr - Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Prince-Sultan-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien sind zwölf US-Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Dies sagt ein US-Beamter der Nachrichtenagentur Reuters. Damit steigt die Zahl der verletzten US-Soldaten seit Beginn des Krieges gegen den Iran am 28. Februar auf mehr als 300. Zuvor teilte das US-Militär mit, dass 273 von ihnen bereits wieder im Dienst sind. In dem Konflikt sind bislang 13 US-Soldaten ums Leben gekommen.
00.46 Uhr - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fangen nach Angaben ihres Verteidigungsministeriums anfliegende Raketen und Drohnen aus dem Iran ab. Im benachbarten Inselstaat Bahrain heulen zudem Sirenen, wie das dortige Innenministerium mitteilt.