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NAHOST-TICKER-Insider: Iran zögert nach Angriffen mit Antwort auf US-Vorschlag

ReutersMar 27, 2026 6:53 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.41 Uhr - Der Iran hat einem Insider zufolge nach den jüngsten Attacken auf seine Industrie- und Atomanlagen noch nicht entschieden, ob er auf den Verhandlungsvorschlag der USA reagieren wird. Es sei unerträglich, dass die USA Angriffe flögen und gleichzeitig zu Gesprächen aufriefen, sagt ein hochrangiger iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Ursprünglich sei die Antwort der Regierung in Teheran noch für Freitag oder Samstag erwartet worden.

18.10 Uhr - Im Iran-Krieg werden Angriffe auf Atomanlagen der Islamischen Republik gemeldet. Das israelische Militär teilt mit, es habe eine Anlage zur Urangewinnung aus Erz in Jasd sowie die Schwerwasseranlage in Arak im Zentraliran attackiert. Iranischen Medienberichten zufolge ist zudem eine Yellowcake-Fabrik in Ardakan bombardiert worden. Dabei sei kein radioaktives Material aus dem Komplex freigesetzt worden.

18.00 Uhr - Portugal plant wegen der gestiegenen Treibstoffkosten durch den Iran-Krieg eine vorübergehende Diesel-Subvention für Schlüsselsektoren wie Landwirtschaft und Verkehr. Der Zuschuss von zehn Cent pro Liter soll von April bis Juni gelten und könnte bis zu 450 Millionen Euro kosten, teilt die Regierung mit. Voraussetzung sei, dass die Preise mehr als zehn Cent über dem Durchschnitt der ersten Märzwoche bleiben und das Parlament zustimmt. Ministerpräsident Luis Montenegro betont, die Maßnahme sei befristet. Weitere Hilfen für den Fall einer Eskalation des Konflikts würden geprüft, eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe oder Lebensmittel sei jedoch nicht geplant.

17.56 Uhr - Die Vereinten Nationen (UN) richten eine Arbeitsgruppe ein, um einen neuen Mechanismus für die Straße von Hormus zu entwickeln. Dieser soll den Handel mit Düngemitteln und den Transport der entsprechenden Rohstoffe erleichtern, teilt UN-Sprecher Stephane Dujarric mit. Dünger gehört zu den Gütern, die von der Teilblockade der für den internationalen Handel wichtigen Wasserstraße betroffen sind.

17.55 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach eigenen Worten wenig Hoffnung, dass der Iran-Krieg schnell endet. "Zurzeit verstricken sich die Amerikaner und die Israelis in diesem Konflikt jeden Tag tiefer", sagt der Kanzler bei einer Veranstaltung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Er bezweifele, dass es eine wirkliche Strategie gebe. Wenn "Regime Change", also der Sturz der Regierung in Teheran das Ziel sei, glaube er nicht, dass dieses Ziel erreicht werde. "Ich habe große Zweifel, ob es eine Strategie gibt und ob diese Strategie dann tatsächlich auch erfolgreich ausgeübt wird", sagt Merz. "Insofern könnte es auch noch etwas länger dauern. Es wird wahrscheinlich nicht besser."

17.47 Uhr - Die USA können ihre Ziele im Iran nach Darstellung von Außenminister Marco Rubio ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen. Ein mögliches iranisches Gebührensystem für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus sei für die USA inakzeptabel, sagt er nach einem Treffen der G7-Außenminister in Frankreich zudem. Der Einsatz im Iran werde voraussichtlich in Wochen, nicht in Monaten abgeschlossen sein. Gegenwärtig warteten die USA auf eine Klarstellung, mit wem sie auf iranischer Seite verhandeln werden.

17.37 Uhr - Zwei chinesische Containerschiffe brechen einer Analyse der Datenplattform Kpler zufolge den Versuch ab, den Golf durch die Straße von Hormus zu verlassen. Dies geschieht trotz der Zusicherung der Regierung in Teheran, dass Schiffe aus befreundeten Staaten wie China die Meerenge passieren dürfen. Daten der Plattform LSEG zeigen, dass die beiden Frachter der Reederei Cosco über ihre Identifizierungssysteme signalisieren, dass sie chinesische Eigentümer und Besatzungen haben. Iranische Staatsmedien berichten unterdessen, dass drei Containerschiffe unterschiedlicher Nationalität nach Warnungen der Marine der Revolutionsgarden umkehren.

17.23 Uhr - US-Außenminister Marco Rubio hat Insidern zufolge seinen G7-Kollegen bei dem heutigen Treffen in Frankreich mitgeteilt, dass der Iran-Krieg innerhalb von Wochen zu Ende sein dürfte. Rubio habe die anderen Minister nicht gebeten, Schiffe zur Öffnung der Straße von Hormus zu entsenden, sagen drei mit den Gesprächen vertraute Personen zudem. Allerdings sollten sie sich auf ein Engagement nach Kriegsende vorbereiten. US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn des Krieges Ende Februar gesagt, dieser dürfte "vier Wochen oder weniger" dauern. Seitdem hat Trump wiederholt gesagt, die USA hätten den Krieg bereits gewonnen.

15.35 Uhr - Hacker mit Verbindungen zum Iran haben sich nach eigenen Angaben Zugang zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde "nun seinen Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden". Ein Beamter des Justizministeriums bestätigte Reuters, dass Patels E-Mails kompromittiert worden seien, nannte aber keine Details. Später sagte eine Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein.

14.14 Uhr - Die USA können Insidern zufolge mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie etwa ein Drittel des riesigen iranischen Raketenarsenals zerstört haben. Dies sagen fünf den US-Geheimdiensten nahestehende Personen. Der Status von etwa einem weiteren Drittel ist weniger klar, doch die Bombardements haben diese Raketen wahrscheinlich beschädigt, zerstört oder in unterirdischen Tunneln und Bunkern verschüttet, sagen vier der Insider. Ein Insider sagt, die Erkenntnisse seien ähnlich wie bei den Drohnenkapazitäten des Irans, wobei eine gewisse Sicherheit bestehe, dass etwa ein Drittel zerstört worden sei. Die Einschätzung, über die bisher noch nicht berichtet wurde, zeigt, dass zwar die meisten iranischen Raketen entweder zerstört oder unzugänglich sind, Teheran jedoch immer noch über einen beträchtlichen Raketenbestand verfügt und möglicherweise in der Lage sein könnte, einige verschüttete oder beschädigte Raketen wiederherzustellen, sobald die Kämpfe aufhören.

13.51 Uhr - Die Wirtschaft der Europäischen Union ist EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis zufolge von Stagflation bedroht. Grund sei der durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verursachte Anstieg der Energiepreise, sagt Dombrovskis nach einem Treffen der EU-Finanzminister. "Die Aussichten sind von großer Unsicherheit überschattet, aber es ist klar, dass wir Gefahr laufen, einen stagflationären Schock zu erleben, das heißt eine Situation, in der ein langsameres Wachstum mit einer höheren Inflation einhergeht." Dies gelte auch, wenn die Unterbrechungen der Energieversorgung relativ kurz sein sollten. "In einem solchen Szenario deutet unsere Analyse darauf hin, dass das Wachstum in der EU im Jahr 2026 um etwa 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen könnte als in unserer Herbstprognose prognostiziert, und die Inflation um bis zu einen Prozentpunkt höher", sagt er.

11.44 Uhr - Israel kündigt die Ausweitung seiner Angriffe auf den Iran an. Es würden weitere Ziele und Bereiche ins Visier genommen, die dem Iran beim Bau und Betrieb von Waffen dienen, und die sich gegen die israelische Zivilbevölkerung richten, sagt Verteidigungsminister Israel Katz. Der Iran werde einen hohen Preis zahlen. Dieser steige an.

11.22 Uhr - Im Iran sind nach Angaben des Rotes Kreuzes mehr als 1900 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 20.000 Personen seien verletzt worden, teilt das Rote Kreuz mit, das sich auf Angaben des im Iran vertretenen Roten Halbmondes bezieht. 17 Zentren des Roten Halbmondes seien getroffen worden, nahezu 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden. 289 pharmazeutische, medizinische und Gesundheitseinrichtungen seien beschädigt worden. Auch etwa 600 Schulen und andere Bildungseinrichtungen seien getroffen worden. Das Rote Kreuz ruft die internationale Gemeinschaft auf, die Einsätze der Hilfsorganisation im Iran zu unterstützen.

11.11 Uhr - Das US-Militär hat einem Bericht der "Washington Post" zufolge in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Damit seien diese Präzisionswaffen in einem Tempo verbraucht worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiert und interne Diskussionen darüber ausgelöst hat, wie man den Vorrat aufstocken könnte, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte den Bericht nicht sofort bestätigen. Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.

10.36 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden erklären, dass der Schiffsverkehr "von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde" über jeden Korridor und zu jedem Zielort verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe verschiedener Nationalitäten seien nach Warnungen der Marine der Garden aus der Straße von Hormus zurückgeschickt worden.

10.22 Uhr - Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verlängert ihre Warnung für Fluggesellschaften für den Luftraum über dem Iran, Israel und mehreren Golfstaaten. Die Empfehlung den Luftraum aufgrund erhöhter militärischer Aktivitäten zu meiden gelte nun bis zum 10. April, teilt die EASA mit. Die Empfehlung galt zuvor bis zum 27. März.

09.55 Uhr - Irans Revolutionsgarden fordern laut iranischen Medien die Zivilbevölkerung in der Nahost-Region auf, Gebiete, in denen US-Streitkräfte stationiert sind, zu verlassen.

07.41 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul zufolge hat es indirekte Kontakte zwischen den USA und dem Iran gegeben. Derzeit liefen Vorbereitungen für direkte Gespräche, sagt Wadephul im Deutschlandfunk. Diese sollte zeitnah in Pakistan stattfinden. "Und das ist doch eine gute Nachricht, dass diese Gespräche stattfinden können." Anscheinend seien bereits erste Positionen über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Eventuell gebe es beim G7-Treffen in Frankreich von US-Außenminister Marco Rubio mehr Details.

07.10 Uhr - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht zufolge an einem multinationalen Marine-Einsatz zur Wiederöffnung der Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dem Bericht zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder für die Bildung einer "Hormus-Sicherheits-Truppe" ("Hormuz Security Force") zu gewinnen. Diese solle die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt eskortieren. Die VAE arbeiten laut "FT" zusammen mit Bahrain an einer Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz erteilen soll. Frankreich hatte am Donnerstag mitgeteilt, es habe Gespräche mit rund 35 Ländern über einen Einsatz zur Öffnung der Meerenge geführt, allerdings erst für die Zeit nach einem Ende des Krieges.

05.25 Uhr - Der Iran bezeichnet es als sein legitimes Recht, Schiffe des "Feindes und seiner Verbündeten" an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu hindern. Dies erklärt der iranische Außenminister in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres, wie der iranische Sender Press TV berichtet.

03.00 Uhr - Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff ist nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim vor der Insel Keschm auf Grund gelaufen. Die "Mayuree Naree" war Anfang des Monats in der Straße von Hormus bereits von unbekannten Geschossen getroffen worden. Thailändischen Angaben zufolge hatte die omanische Marine 20 Besatzungsmitglieder gerettet, nachdem eine Explosion im Heck des Frachters ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst hatte.

02.10 Uhr - Das US-Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran erwäge, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider aus dem Pentagon.

01.40 Uhr - Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur in Dschidda über die regionale Eskalation und den Krieg in der Ukraine. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Selenskyj hatte Anfang des Monats nach einem Gespräch mit dem Kronprinzen das Angebot Kiews erneuert, bei der Abwehr iranischer Drohnen zu helfen.

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