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UKRAINE-TICKER-Russische Ölraffinerie setzt nach Angriff Betrieb aus

ReutersMar 26, 2026 1:01 PM

- Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

13.50 Uhr - Die große russische Ölraffinerie Kirischinefteorgsintez hat nach ukrainischen Drohnenangriffen die Verarbeitung eingestellt. Bei dem Angriff seien einige Anlagen des Werks in Brand geraten, sagen zwei Branchen-Insider. Demnach fingen nach mehreren Angriffswellen einige primäre und sekundäre Anlagen Feuer. Es sei schwer abzuschätzen, wann die beschädigten Einheiten repariert werden könnten, sagt einer der Insider. Surgutneftegas, der Betreiber der Raffinerie, reagiert zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Raffinerie Kirischi ist eine der größten des Landes. Ihre Kapazität liegt bei 20 Millionen Tonnen pro Jahr, was rund 400.000 Barrel pro Tag entspricht. In den vergangenen Jahren verarbeitete sie jährlich rund 18 Millionen Tonnen und war damit für etwa sieben Prozent der gesamten russischen Ölverarbeitung verantwortlich. Den Daten der Branchen-Insider zufolge produziert die Anlage jährlich sieben Millionen Tonnen Diesel, zwei Millionen Tonnen Benzin, sechs Millionen Tonnen Heizöl und rund 600.000 Tonnen Bitumen.

12.40 Uhr - Russland steht nach eigenen Angaben mit den USA in Kontakt wegen einer möglichen neuen Gesprächsrunde zur Beilegung des Ukraine-Konflikts. "Wir bleiben offen, wir stehen in Kontakt mit den Amerikanern und wir rechnen damit, die nächste Gesprächsrunde abzuhalten, sobald die Umstände es erlauben", sagt der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow. Er weist zugleich die These eines Meinungsbeitrags in der "New York Times" zurück, wonach Präsident Wladimir Putin wegen des Iran-Krieges das Interesse an Verhandlungen verloren habe. "Dies ist eine absolut falsche Erfindung, die nicht der Realität entspricht." In dem Meinungsbeitrag des russischen Journalisten Michail Sygar heißt es, die russische Wirtschaft habe Anfang des Jahres geschwächelt, was Putin zu ernsthafteren Verhandlungen bewogen habe. Der Iran-Krieg habe diese Dynamik jedoch umgekehrt, da er die Ölpreise in die Höhe trieb, den wirtschaftlichen Druck auf die Führung in Moskau verringerte und die Aufmerksamkeit der USA von der Ukraine ablenkte. Peskow erklärt dazu, bei den bisherigen trilateralen Gesprächen seien Fortschritte erzielt worden. Russland habe das Interesse an Friedensgesprächen nicht verloren. Allerdings müssten Schlüsselfragen – einschließlich territorialer Fragen – noch geklärt werden. Die bislang letzten trilateralen Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA fanden im vergangenen Monat statt, vor dem Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar.

11.30 Uhr - In der südukrainischen Region Odessa sind nach Angaben des Energieversorgers DTEK bei russischen Angriffen vier Energieanlagen getroffen worden. Bei etlichen Anwohnern habe das zu Stromausfällen geführt, teilt DTEK über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. "Die Schäden sind erheblich, die Reparaturen werden Zeit brauchen." Mitarbeiter hätten die Stromversorgung für 31.500 Familien in der Region wiederhergestellt, 33.400 seien jedoch weiterhin ohne Strom.

11.15 Uhr - Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in der russischen Region Leningrad angegriffen. Es handele sich um die Raffinerie Kirischi, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, mit. Die Region liegt im Nordwesten Russlands.

11.11 Uhr - Russland hat eigenen Angaben zufolge die USA über die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur informiert. Die Ukraine versuche mit solchen Angriffen, die globale Energiekrise zu verschärfen, sagt Kirill Dmitrijew, der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

08.15 Uhr - Ein türkischer Öltanker ist im Schwarzen Meer rund 28 Kilometer vor dem Bosporus bei Istanbul von einer Drohne getroffen worden. Die 27 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit, berichtet der Sender NTV. Es habe eine Explosion auf der Kommandobrücke gegeben, zudem sei Wasser in den Maschinenraum eingedrungen. Das Schiff habe daraufhin um Hilfe gebeten. Die türkische Küstenwache habe ein Schiff sowie einen Notschlepper entsandt. Das türkische Verkehrsministerium bestätigte, dass ein Tanker getroffen worden sei. Der unter der Flagge von Sierra Leone fahrende Tanker "Altura" war vom russischen Hafen Noworossijsk aus in See gestochen und hatte rund eine Million Barrel Rohöl geladen. Das Schiff gehört der türkischen Firma Besiktas und wird von der Europäischen Union sowie Großbritannien sanktioniert.

08.00 Uhr - Trümmer einer abgeschossenen Drohne sind dem Verteidigungsministerium in Bukarest zufolge auf rumänischem Territorium niedergegangen. Die Teile seien am Rande des Dorfes Parches im Grenzbezirk Tulcea gefunden worden, teilt das Ministerium mit. Schäden seien nicht bekannt. Die Drohne sei von der ukrainischen Luftabwehr während eines nächtlichen russischen Angriffs auf die Ukraine abgefangen und zerstört worden. Seit Beginn des großangelegten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor über vier Jahren sind wiederholt Drohnenteile auf rumänischem Staatsgebiet niedergegangen. Rumänien ist Mitglied der Nato und der Europäischen Union.

07.45 Uhr - In der südukrainischen Region Odessa sind bei einem russischen Angriff in der Nacht Hafen-, Energie- und Industrieanlagen beschädigt worden. Ein Mensch sei verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Der Angriff habe in einigen Siedlungen zu einer Unterbrechung der Stromversorgung geführt. Die kritische Infrastruktur sei auf Notstrom umgestellt worden. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

06.30 Uhr - Bei einem Drohnenangriff in der nordwestrussischen Region Leningrad ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Industriegebiet beschädigt worden. Insgesamt seien 20 Drohnen über der Region an der Ostsee abgeschossen worden, teilt Gouverneur Alexander Drosdenko mit. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. Das betroffene Industriegebiet liegt in der Umgebung von Kirischi, wo sich eine der größten Ölraffinerien Russlands befindet, die schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Die Ukraine hatte in der Region zuletzt auch wiederholt die Ölverladehäfen Ust-Luga und Primorsk mit Drohnen attackiert. Sie hat in den vergangenen Wochen ihre Drohnenangriffe auf die russische Ölinfrastruktur verstärkt, um die Einnahmen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.

02.00 Uhr - Bei russischen Angriffen auf die nordostukrainische Stadt Charkiw und die umliegende Region kommen zwei Menschen ums Leben. Eine in der Stadt verletzte Frau erliegt ihren Verletzungen im Krankenhaus, teilen die Staatsanwälte der Region auf Telegram mit. Eine russische Drohne tötet einen Mann in seinem Auto in einem Bezirk näher an der Grenze. Insgesamt werden neun Menschen bei Angriffen auf zwei Stadtbezirke verletzt. Die rund 30 Kilometer von der Grenze entfernte Stadt ist häufiges Ziel russischer Angriffe. Im südwestukrainischen Donauhafen Ismail werden bei einem Angriff Hafen- und Energieanlagen beschädigt, melden örtliche Behörden. Auf russischer Seite meldet der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, zwei Tote durch ukrainische Drohnenangriffe - einen 18-jährigen Motorradfahrer in einem grenznahen Dorf und eine Autofahrerin in der Stadt Graiworon. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt mit, 17 ukrainische Drohnen seien am Mittwoch auf dem Weg in die Hauptstadt abgefangen und zerstört worden.

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