24. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.40 Uhr - Frankreichs Armeechef Fabien Mandon übt scharfe Kritik an den USA. "Wir wurden von einem amerikanischen Verbündeten überrascht, der zwar ein Verbündeter bleibt, aber zunehmend unberechenbar wird und sich nicht einmal die Mühe macht, uns zu informieren, wenn er Militäreinsätze beginnt", sagt Mandon auf einem Sicherheits- und Verteidigungsforum in Paris. "Dies hat Auswirkungen auf unsere Sicherheit und auf unsere Interessen."
10.50 Uhr - Im Iran wurden staatlichen Medien zufolge 466 Menschen wegen Online-Aktivitäten zur Untergrabung der nationalen Sicherheit festgenommen. Die Polizei erklärte, die Festgenommenen stünden mit "feindlichen" Netzwerken in Verbindung, die auf eine interne Destabilisierung abzielten. Den Berichten zufolge handelt es sich um eine der größten Sicherheitsaktionen seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA.
09.53 Uhr - Israel rechnet Insidern zufolge nicht damit, dass der Iran auf US-Forderungen eingeht. US-Präsident Donald Trump sei zwar entschlossen, einen Deal mit dem Iran zu erzielen, sagen drei hochrangige israelische Vertreter. Der Iran werde sich darauf aber wohl nicht einlassen. Die US-Forderungen beträfen wahrscheinlich das Atom- und Raketenprogramm des Irans.
08.55 Uhr - Südkoreas Präsident Lee Jae Myung ruft wegen der Risiken für die Öl- und Gasversorgung durch den Iran-Krieg zum Energiesparen auf. Die Bevölkerung wird gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen - etwa kürzeres Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Das Wäschewaschen oder Staubsaugen soll auf das Wochenende gelegt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen. Einschränkungen für Privatfahrzeuge seien vorerst freiwillig, sagt Energieminister Kim Sung-whan. Dies könnte bei einer höheren Energiealarmstufe aber überdacht werden. Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu verringern, will die Regierung in Seoul zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren, Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.
08.50 Uhr - Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Jürgen Hardt kann eine sichere Passage durch die Straße von Hormus nur durch Verhandlungen ermöglicht werden. "Mit Kriegsschiffen alleine kann die Straße von Hormus nicht gesichert werden", sagt der außenpolitische Sprecher in der ARD. Deshalb bringe auch eine militärische Unterstützung der USA durch europäische Kriegsschiffe nichts. "Die Küste des Iran muss unter Kontrolle entweder eines Regimes oder einer fremden Macht sein, die verhindert, dass von dort aus Schiffe in der Straße von Hormus beschossen werden", sagt Hardt. Insofern könne es nur eine Verhandlungslösung geben. Er könne sich vorstellen, dass US-Präsident Donald Trump den konkreten Plan habe, "mit wem auch immer im Iran eine Verhandlungslösung zu erzielen, die die Durchfahrt durch die Straße von Hormus und die Aggressivität des Regimes beendet".
08.04 Uhr - Bei einem Raketenangriff im Nordirak sind Insidern zufolge mindestens sechs Kämpfer der kurdischen Peschmerga-Streitkräfte getötet und 22 weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich auf einem Peschmerga-Stützpunkt nördlich von Erbil in der Autonomen Region Kurdistan ereignet, hieß es in Sicherheitskreisen. Wer hinter dem Angriff steckt, ist zunächst nicht klar.
07.30 Uhr - Die Verschiebung des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump um fünf Tage gilt einem Medienbericht zufolge explizit nur für Angriffe auf iranische Energieanlagen. Militärische Ziele, die Marine, Raketen und die Rüstungsindustrie seien von dem Stopp ausgenommen und würden somit weiter angegriffen, zitiert das Nachrichtenportal "Semafor" einen US-Regierungsvertreter. Trump hatte dem Iran ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus gestellt, das ursprünglich in der Nacht zu Dienstag (MEZ) abgelaufen wäre. Am Montag verlängerte er die Frist aber um fünf Tage mit der Begründung, dass es zwischen den USA und namentlich nicht genannten Vertretern des Iran produktive Gespräche hinsichtlich einer Einigung gegeben habe. Allerdings hat der einflussreiche Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf Trumps Darstellung dementiert. Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben, erklärte er auf X. Von den USA liegen zunächst keine Stellungnahmen zu dem "Semafor"-Bericht vor.
00.55 Uhr - Bei Luftangriffen auf einen Stützpunkt der schiitischen Volksmobilisierungseinheiten (PMF) in der westirakischen Provinz Anbar werden sechs Kämpfer getötet und 15 weitere verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch der PMF-Einsatzkommandeur für Anbar, berichten Sicherheitskreise der Nachrichtenagentur Reuters. Wer für die Angriffe verantwortlich ist, bleibt zunächst unklar.