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Fachvereinigung Edelmetalle: Brauchen verlässliche Rohstoffpartner wie Australien

ReutersMar 24, 2026 10:01 AM

- Die deutsche Edelmetallindustrie begrüßt das Handelsabkommen mit Australien. "Es ist ein gutes Signal in der aktuellen Situation, in der wir globale Lieferkettenunsicherheiten haben, die auch die Edelmetallindustrie in Deutschland betreffen", sagte der Geschäftsführer der Fachvereinigung Edelmetalle (FVEM), York Alexander Tetzlaff, am Dienstag in Frankfurt der Nachrichtenagentur Reuters. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen sei es umso wichtiger, auf Partnerschaften zu setzen, die verlässlich seien. Das Abkommen mit Australien gehöre definitiv dazu. "Wir brauchen diese Rohstoffpartnerschaften für die Industrie insgesamt", fügte Tetzlaff hinzu. Die Rohstoffabhängigkeit Deutschlands und der EU insgesamt müsse verringert werden.

Die Edelmetallindustrie sei eine Schlüsselindustrie für viele andere Sparten: "Wir haben Rohstoffe, die wir in Produkten verarbeiten oder als Feinmetalle liefern, die für die Transformation und auch für die Verteidigungsindustrie immens wichtig sind", sagte der FVEM-Geschäftsführer. Es sei jedoch schade, dass das Freihandelsabkommen mit dem Rohstoffriesen Kanada nicht abgeschlossen worden sei: "Wir setzen sehr darauf, dass dieses Abkommen auch noch ratifiziert wird: aufgeschoben ist nicht aufgehoben."

Die Europäische Union und Australien haben nach achtjährigen Verhandlungen ein umfassendes Handelsabkommen besiegelt. Es sieht die Abschaffung von mehr als 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte nach Australien vor, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Für europäische Unternehmen bedeutet dies eine jährliche Ersparnis von einer Milliarde Euro an Zollgebühren. Das Abkommen senkt zudem Zölle auf Importe kritischer Mineralien und verringert damit die Abhängigkeit von China bei diesen Rohstoffen.

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