- von Hadeel Al Sayegh und Federico Maccioni und Andres Gonzalez
17. Mär (Reuters) - Macquarie MQG.AX hat sich nach Angaben von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Insider aus dem Bieterverfahren für eine Beteiligung am kuwaitischen Ölpipelinenetz im Bewertung von bis zu 7 Milliarden USD zurückgezogen und ist damit einer der ersten bekannten Investoren, die sich aufgrund des Iran-Kriegs aus einem Golfgeschäft zurückziehen (link).
Der australische Infrastrukturinvestor teilte der Kuwait Petroleum Corporation am Freitag mit, dass er aufgrund des Konflikts und der unsicheren Aussichten aus dem Prozess aussteigt, so eine Insider, während die Geschäftsmacher versuchen, die Transaktion trotz der beispiellosen regionalen Unbeständigkeit voranzutreiben.
Der Schritt ist ein Zeichen dafür, dass der Konflikt den Enthusiasmus der Investoren für den Golf abkühlt, wo Millionen von Barrel Rohöl gestrandet sind, nachdem der Iran die Straße von Hormuz effektiv geschlossen hat.
Kuwait hat keine andere Exportroute für sein Rohöl als die schmale Wasserstraße zwischen Iran und Oman, durch die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt.
Die Unternehmen und ihre Berater versuchen, den Verkauf voranzutreiben, auch wenn die Unsicherheit über die Bewertungen und die Risiken bei der Durchführung zunehmen, wie mehr als ein halbes Dutzend Verhandlungsführer gegenüber Reuters erklärten.
Die KPC hat den Verkauf nur wenige Stunden vor dem ersten Einschlag iranischer Raketen in Städten am Golf Ende letzten Monats eingeleitet, so eine dritte Insider. Obwohl KPC höhere Gewalt erklärt hat (link) und die Produktion gedrosselt hat, streben die Banker immer noch ein Geschäft an, sagten die drei Insider. Die Berater haben Unterlagen an potenzielle Investoren verschickt und bitten um unverbindliche Angebote bis zum 7. April, fügten die Insider hinzu.
Zu den Investoren, die bereits Interesse gezeigt haben sollen, gehören BlackRock und KKR (link). Reuters war nicht in der Lage festzustellen, ob sie weiterhin interessiert sind. Die Ungewissheit über das künftige Volumen und die Nähe des Netzes zu iranischen Militäranlagen trüben das Bild.
KPC und BlackRock antworteten nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme. Macquarie und KKR lehnten eine Stellungnahme ab.
Andere Geschäfte werden noch verfolgt.
Der saudi-arabische King Abdullah Financial District (KAFD) versucht, seine Fernkälteanlagen für mehr als 500 Millionen Dollar zu verkaufen, so zwei weitere Insider gegenüber Reuters, wobei in der ersten Märzwoche unverbindliche Angebote abgegeben wurden.
KAFD war für eine Stellungnahme nicht sofort erreichbar.
Das saudische Infrastrukturunternehmen SISCO Holding treibt ebenfalls den Verkauf von Wasseranlagen im Bewertung von etwa 1 Milliarde Riyals ($266 Millionen) voran, so eine dieser Insider und eine weitere. SISCO war für eine Stellungnahme nicht unmittelbar erreichbar.