17. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.17 Uhr - Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim berichtet auch, das iranische Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen im Iran umgehen.
12.09 Uhr - Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, befinde sich in Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen der USA und Israels leicht verletzt worden.
11.31 Uhr - Die Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UN-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schreibt Araghtschi auf Telegram. Zudem fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen.
11.24 Uhr - Der Krieg stellt der Ratingagentur Fitch zufolge derzeit nur ein begrenztes Risiko für weltweit tätige Versicherungsunternehmen dar. Die direkten Auswirkungen dürften beherrschbar bleiben, da Verluste durch Krieg in den meisten Standardpolicen ausgeschlossen seien. Am stärksten gefährdet seien Spezialversicherer, etwa für Schifffahrt und Luftverkehr. Allerdings könne ein langanhaltender Konflikt die Gewinne durch Inflation, fallende Vermögenswerte und vermehrte Zahlungsausfälle schmälern, teilt die Agentur mit.
11.17 Uhr - Griechenland lehnt ein bilaterales Abkommen mit dem Iran zur freien Fahrt durch die Straße von Hormus ab. "Wir halten es nicht für optimal, separate Vereinbarungen zu treffen", sagt Außenminister George Gerapetritis bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul in Berlin. Nötig sei vielmehr eine dauerhafte Friedenslösung unter dem Schirm internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen. Die griechische Handelsflotte gehört zu den größten der Welt.
11.13 Uhr - Die Menschen im Libanon zahlen den Vereinten Nationen zufolge einen hohen Preis für die Ausweitung des Krieges in ihrem Land. "Die Vertreibung nimmt unglaublich schnell zu", sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Imran Riza. Hunderttausende hätten ihre Häuser verlassen, viele nur mit den Kleidern am Leib. Nach Angaben der Regierung in Beirut ist fast ein Fünftel der Bevölkerung auf der Flucht. Bei der israelischen Offensive wurden bislang über 800 Menschen getötet.
10.53 Uhr - Iranische Staatsmedien veröffentlichen eine handschriftliche Notiz von Sicherheitschef Ali Laridschani. Darin gedenkt er der bei einem US-Angriff getöteten Seeleute, die im Laufe des heutigen Dienstags beigesetzt werden sollen. Keine Angaben machen die Medien zu der Aussage des israelischen Verteidigungsministers, Laridschani sei bei einem Angriff getötet worden.
10.39 Uhr - Das neue geistliche Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, lehnt einem Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA ab. Diese Vorschläge seien von zwei Vermittlerstaaten dem iranischen Außenministerium übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung in seiner neuen Funktion habe er eine "sehr harte und ernste" Haltung in der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärt der Vertreter der iranischen Regierung weiter. Er läßt offen, ob das geistliche Oberhaupt persönlich bei der Sitzung anwesend war. Die USA und Israel müssten besiegt werden und Entschädigungen zahlen, habe Chamenei gefordert.
10.19 Uhr - Der israelische Verteidigungsminister, Israel Katz, bestätigt Medienberichte, nach denen der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem Angriff getötet worden ist. Der als sehr einflussreich geltende Laridschani war der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Eine Stellungnahme des Iran liegt zunächst nicht vor.
10.10 Uhr - Das israelische Militär meldet, den Chef der iranischen Basidsch-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet zu haben. Die Miliz spielte eine führende Rolle bei der Niederschlagung von Massenprotesten im Iran. Eine Bestätigung aus dem Iran liegt zunächst nicht vor.
09.55 Uhr - Die EU setzt nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Straße von Hormus auf Diplomatie. Es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die Seestraße offen zu halten, sagt Kallas der Nachrichtenagentur Reuters. "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen." Damit reagiert sie auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute zu entsenden. Ein diplomatischer Ansatz sei nötig, um Krisen bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Dünger und Energie zu verhindern, fügt Kallas hinzu.
09.15 Uhr - Die iranische Ölproduktion und die Exporte laufen nach Angaben aus dem Parlament in Teheran ohne Unterbrechung weiter. Auch auf der Insel Charg gehe der Alltag seinen gewohnten Gang, zitiert die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des Energieausschusses. Die USA hatten in der vergangenen Woche militärische Ziele auf der für die Ölausfuhr wichtigen Insel angegriffen. Der Sprecher droht zudem, jeder weitere Angriff auf Charg werde zu einer "größeren Demütigung als in der Straße von Hormus" führen. Dort blockiert der Iran die Durchfahrt von Schiffen, die er den USA oder Israel zuordnet.
09.08 Uhr - Das israelische Militär nimmt Medienberichten zufolge den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani ins Visier. Es sei zunächst unklar, ob er bei Angriffen getötet oder verletzt worden sei, berichten israelische Medien. Eine Stellungnahme des Iran liegt bislang nicht vor.
07.00 Uhr - Bei neuen Angriffen des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Mensch getötet worden. In Abu Dhabi sei ein pakistanischer Staatsbürger durch Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit. Zudem traf den zweiten Tag in Folge eine Drohne eine Ölanlage im Hafen Fudschaira. Ein weiterer Drohnenangriff verursachte dem Medienbüro von Abu Dhabi zufolge ein Feuer auf dem Schah-Gasfeld. Verletzt worden sei dort niemand. Der Luftraum über den Emiraten wurde zeitweise geschlossen. Das Schah-Feld liegt 180 Kilometer südwestlich von Abu Dhabi und ist eines der größten seiner Art weltweit. Fudschaira ist ein wichtiger Hafen für die Ölexporte der Emirate.
06.50 Uhr - Im Iran sind einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage festgenommen worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarde werfe ihnen vor, Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
03.27 Uhr - Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben mit einer weiteren Angriffswelle die Infrastruktur der Hisbollah in Beirut an. Dies teilt die Armee mit.
02.58 Uhr - Südkorea hat nach eigenen Angaben bislang keine formelle Anfrage zur Entsendung von Truppen oder Marineschiffen in die Straße von Hormus erhalten. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Seoul mit