BERLIN, 17. Mär (Reuters) - Deutschland plant, Investitionen in Rechenzentren zu fördern, um die inländische Kapazität mindestens zu verdoppeln und die Datenverarbeitung durch künstliche Intelligenz bis 2030 mindestens zu vervierfachen, so die Regierung am Dienstag.
Um mit den dominierenden Akteuren USA und China gleichzuziehen, schlug Digitalminister Karsten Wildberger eine Reihe von Maßnahmen vor, darunter die Widmung von Land für die Entwicklung, die am Mittwoch von den Ministern gebilligt werden sollen.
Die Gewerbesteuer soll an die Stadt fließen, die das neue Zentrum anzieht, und nicht mehr an den Hauptsitz des Unternehmens
Die regulatorischen Überprüfungen sollen beschleunigt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Unternehmen in der KI-Lieferkette gefördert werden
"Wir begrüßen Investitionen aus Drittländern", heißt es in einem vom Digitalministerium veröffentlichten Dokument. Es zielt jedoch in erster Linie auf europäische und deutsche Unternehmen ab
Amazon AMZN.O, MicrosoftMSFT.O, Google GOOGL.O gehören zu den größten Geldgebern für die deutsche Dateninfrastruktur
Zu den deutschen Akteuren gehören die Deutsche Telekom DTEGn.DE und die nicht börsennotierte Schwarz-Gruppe
KI-Rechenzentren in Deutschland verfügten Ende letzten Jahres über eine Gesamtkapazität von 530 MW, ein Großteil davon wird von ausländischen Anbietern betrieben, so die Zahlen des deutschen Lobbyverbands Bitkom
Europäische Länder drängen auf mehr souveräne Kontrolle über die KI-Infrastruktur aufgrund steigender Tarife, bewaffneter Konflikte und stark divergierender Regulierung von Online-Inhalten
(1 Dollar = 0,8640 Euro)