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Verbündete weisen Trump-Forderung nach Beteiligung an Schutz von Öl-Tankern zurück

ReutersMar 16, 2026 7:27 AM

- Verbündete der USA reagieren ablehnend auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, sich an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte am Sonntagabend, eine dementsprechende Ausweitung des EU-Einsatzes Aspides sei unwahrscheinlich. "Ich bin sehr skeptisch", sagte der CDU-Politiker in der ARD. Aspides war nach Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen auf Handelsschiffe im Zuge des Gaza-Kriegs gegründet worden und soll die zivile Schifffahrt in der Region um das Rote Meer schützen. Wadephul bekräftigte, Deutschland werde sich nicht aktiv am Nahost-Konflikt beteiligen. Japan und Australien erklärten am Montag, sie planten keine Entsendung von Kriegsschiffen in die für die weltweite Ölversorgung wichtige Wasserstraße zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel.

Trump hatte am Wochenende die Nato-Mitglieder gewarnt, es wäre sehr schlecht für das westliche Verteidigungsbündnis, sollten sie nicht helfen, die Straße von Hormus zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf wieder zu öffnen. Der Iran will die Passage blockieren und mit Angriffen auf Tanker und Frachter gedroht. Die Straße von Hormus ist von großer Bedeutung für die Weltwirtschaft, da durch sie ein Fünftel der globalen Öl-Exporte transportiert werden.

Trump hat auch China aufgefordert, sich an der Öffnung der Meerenge zu beteiligen. "Ich denke, China sollte auch helfen, denn China bezieht 90 Prozent seines Öls aus der Meerenge", sagte er der "Financial Times". Er drohte damit, im Falle einer Verweigerung seinen für Ende des Monats geplanten Besuch in China zu verschieben. Trump steht innenpolitisch unter Druck, da die Spritpreise steigen und der Krieg gegen den Iran auch in Teilen seiner Anhängerschaft unpopulär ist.

Trotz massiver US-Luftangriffe auf den Iran riss die Serie von Gegenangriffen nicht ab. Die Behörden in Dubai meldeten am Montag einen Drohnenangriff auf den Flughafen, der den Flugverkehr vorübergehend lahmlegte. Saudi-Arabien fing nach eigenen Angaben innerhalb einer Stunde 34 Drohnen ab. Israel begann unterdessen nach eigenen Angaben mit einem begrenzten Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon. An den Märkten sorgte die Eskalation für Nervosität: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg auf über 104,50 Dollar.

Der Iran durchkreuzte Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Kämpfe. Außenminister Abbas Aragtschi widersprach US-Darstellungen, wonach Teheran verhandeln wolle. "Wir haben nie um einen Waffenstillstand gebeten, und wir haben auch nie um Verhandlungen gebeten", sagte er dem US-Sender CBS. Man sei bereit, sich so lange wie nötig zu verteidigen.

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