15. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
18.40 Uhr - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weist Gerüchte über seinen Tod zurück. Diese sind von iranischen Staatsmedien verbreitet worden. In einem auf Netanjahus Telegram-Kanal veröffentlichten Video ist der Ministerpräsident in einem Café zu sehen. Reuters hat verifiziert, dass das Video am Sonntag in einem bestimmten Café in einem Vorort von Jerusalem aufgenommen wurde. Netanjahu wird in der Aufzeichnung nach den Gerüchten über seinen Tod gefragt und zieht diese mit einem Wortspiel ins Lächerliche.
18.35 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul plädiert für rasche Verhandlungen nach dem Ende der Kampfhandlungen im Nahost-Krieg. Man müsse endlich in Gespräche hineinkommen, damit dieser militärische Konflikt dem Grunde nach beigelegt werden könne. "Nur das kann für Sicherheit sorgen", sagt der CDU-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Zuvor wolle Deutschland aber von den USA und Israel informiert werden, "welche konkreten Ziele noch verfolgt werden". Alle in der Region wollten, dass dieser Krieg beendet werde. "Alle erwarten übrigens von Deutschland hier eine aktive Rolle, die wir auch wahrnehmen werden."
18.20 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigt sich zurückhaltend, dass eine Ausweitung der EU-Mission Aspides auf die Straße von Hormus für mehr Sicherheit in der dortigen Meeresenge sorgen werde. "Ich bin sehr skeptisch", sagt der CDU-Politiker in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Der Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt sei im Roten Meer "schon nicht wirkungsvoll gewesen". Die EU-Außenminister würden am Montag darüber reden, aber sicher noch keine Beschlüsse dazu fassen. Zudem bleibe es beim Standpunkt der Bundesregierung: Deutschland werde sich nicht aktiv am Nahost-Konflikt beteiligen.
16.16 Uhr - Die weltweiten Ölreserven werden der Internationalen Energiebehörde (IEA) in Kürze freigegeben. Öl aus den Lagerbeständen in Asien und Ozeanien sei ab sofort verfügbar, teilt die IEA mit. Öl aus Europa und den Amerikas folgten Ende März. Bei den geplanten Mengen handele es sich bei 72 Prozent um Rohöl und bei 28 Prozent um Ölprodukte. Zugesagt seien 271,7 Millionen Barrel aus staatlichen Reserven und 116,6 Millionen Barrel aus vorgeschriebenen Industriebeständen.
14.05 Uhr - Die EU-Außenminister wollen einem Zeitungsbericht zufolge über eine mögliche Ausweitung der Marinemission "Aspides" auf die Straße von Hormus beraten, wie die "Financial Times" unter Berufung auf eine mit der Sache vertrauten Person berichtet. Die Mission ist bislang auf die Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer konzentriert. Eine gemeinsame Marinemission der EU und der Vereinten Nationen zur Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt der Straße von Hormus "scheint wahrscheinlicher" als ein bilaterales Vorgehen der EU-Staaten gegenüber dem Iran, zitiert die FT den Insider.
12.45 Uhr - Iraelischen Medienberichten zufolge hat ein Fragment einer iranischen Rakete ein vom US-Konsul in Israel genutztes Wohngebäude getroffen. Nähere Einzelheiten zu dem Vorfall werden zunächst nicht genannt.
12.00 Uhr - Der Iran fordert Frankreich auf, jede Handlung zu unterlassen, die den Konflikt im Nahen Osten eskalieren könnte. Länder müssten von jeder Aktion absehen, die den Konflikt eskalieren könnte, teilt Außenminister Abbas Araghtschi auf seinem Telegram-Kanal nach einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Jean-Noel Barrot mit. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mehrere Staaten, darunter Frankreich, aufgerufen, Schiffe zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu entsenden.
11.33 Uhr - Der israelische Außenminister Gideon Saar weist Medienberichte zurück, wonach die Regierung direkte Gespräche mit dem Libanon plane und die USA über einen zur Neige gehenden Bestand an Abfangraketen informiert habe. Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte am Samstag berichtet, es würden in den kommenden Tagen direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon erwartet. Das Nachrichtenportal Semafor hatte zudem gemeldet, Israel habe den USA mitgeteilt, dass seine Bestände an Abfangraketen für ballistische Raketen kritisch niedrig seien. Auf eine Frage zu den beiden Berichten sagte Saar: "Auf die beiden Fragen lautet die Antwort Nein."
10.10 Uhr - Der für April geplante Große Preis von Katar in der MotoGP-Klasse wird wegen des Nahost-Konflikts auf den 8. November verschoben. Dies teilt der Veranstalter mit. Durch die Verlegung finden der Große Preis von Portugal nun am 22. November und das Saisonfinale in Valencia am 29. November statt. Der Konflikt hat auch Auswirkungen auf die Formel eins. Am Samstag war bekanntgegeben worden, dass die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April nicht stattfinden werden.
09.25 Uhr - Der Iran bestreitet, zivile Ziele oder Wohngebäude im Nahen Osten angegriffen zu haben. Die Führung in Teheran sei bereit, mit ihren Nachbarn einen Ausschuss zu bilden, um die Verantwortung für solche Angriffe zu untersuchen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi. Er äußert sich in einem Interview der arabischen Zeitung "Al-Araby al-Jadeed", das auf dem Telegram-Kanal des Ministers veröffentlicht wird. Die arabischen Golfstaaten haben den Iran aufgefordert, die Angriffe auf ihre Gebiete einzustellen. Dort waren nicht nur US-Militärstützpunkte getroffen, sondern auch Energieanlagen und Wohngebiete beschädigt worden. Araghtschi sagt weiter, sein Land stehe mit mehreren Ländern am Persischen Golf in Kontakt und begrüße jede Initiative, die ein vollständiges Ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran gewährleisten könne. Die diplomatische Kommunikation mit Katar, Saudi-Arabien, dem Oman und weiteren Nachbarländern werde fortgesetzt.
08.15 Uhr - Nach einem Drohnenangriff und einem Brand am Samstag ist die Ölverladung im Emirat Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Branchenkreisen zufolge wieder aufgenommen worden. Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus und ist ein wichtiger Betankungshafen sowie ein Rohölexportterminal. Über das Emirat wird täglich etwa eine Million Barrel Murban-Rohöl aus den VAE exportiert. Dies entspricht etwa einem Prozent der weltweiten Nachfrage. Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi, der in dem Emirat tätig ist, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Wiederaufnahme der Ölverladung in dem Emirat berichtet.
07.07 Uhr - Im Nordwesten des Irans sind zwanzig Menschen unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft der Provinz West-Aserbaidschan. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, Daten über die Standorte militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen des Irans an Israel übermittelt zu haben. Israel hat eine neue Phase seiner Angriffe auf den Iran eingeleitet und zielt dabei auf Sicherheitskontrollpunkte. Es stütze sich dabei auf Hinweise von Informanten vor Ort, hatte eine mit der israelischen Militärstrategie vertraute Person in der vergangenen Woche Reuters gesagt.
05.30 Uhr - Saudi-Arabien hat dem Verteidigungsministerium zufolge zehn Drohnen über der Hauptstadt Riad und den östlichen Regionen des Landes abgefangen.
03.55 Uhr - Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine vom Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen. Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf den Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.
02.40 Uhr - Das US-Außenministerium ordnet die Ausreise von nicht-essenziellen Regierungsmitarbeitern und deren Familienangehörigen aus dem Oman an. Als Grund nennt die Behörde Sicherheitsrisiken im Zuge des andauernden Krieges der USA und Israels gegen den Iran.
01.08 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf die iranische Insel Charg gedroht. Die USA könnten die Insel "nur zum Spaß noch ein paar Mal treffen", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender NBC News. Die bisherigen US-Angriffe hätten den größten Teil der Insel "total zerstört". Trump zeigte sich zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Konflikts. Er sei jedoch noch nicht bereit, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, da "die Bedingungen noch nicht gut genug sind". Berichte über den Tod des neuen obersten Führers des Iran nannte Trump "ein Gerücht".
00.50 Uhr - Großbritannien prüft einem Bericht der Zeitung "The Telegraph" zufolge die Entsendung Tausender Abfangdrohnen in den Nahen Osten. Demnach untersuchen Militärvertreter, ob das Abfangdrohnensystem "Octopus" zur Verteidigung gegen iranische "Shahed"-Drohnen eingesetzt werden kann. Das System wird in Großbritannien für den Einsatz der Ukraine gegen Russland hergestellt. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.
00.20 Uhr - Nach einem Drohnenangriff auf die Raffinerie Lanaz in der nordirakischen Stadt Erbil bleibt der Betrieb ausgesetzt. Ein durch den Angriff ausgelöster Brand sei inzwischen unter Kontrolle, teilten Vertreter des Ministeriums für Bodenschätze der kurdischen Regionalregierung mit. Der Betrieb bleibe ausgesetzt, bis das Ausmaß des Schadens begutachtet sei, hieß es weiter.