14. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
19.30 Uhr - Die US-Botschaft in Bagdad ruft alle US-Bürger dazu auf, den Irak umgehend zu verlassen. Hintergrund ist ein Raketenangriff auf das Botschaftsgebäude in der Nacht. Wer sich entscheide, im Land zu bleiben, solle dies angesichts der erheblichen Bedrohung durch Iran-treue Milizen dringend überdenken, heißt es in einem Sicherheitshinweis der Vertretung.
17.48 Uhr - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt in einem Interview mit MS Now, es gebe kein Problem mit dem neuen Obersten Führer des Iran, Modschtaba Chamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Chamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.
17.01 Uhr - Die Türkei prüft laut Außenminister Hakan Fidan Widersprüche zwischen iranischen Angaben und vorliegenden technischen Daten zu den Raketen, die auf die Türkei abgefeuert wurden. Der Iran habe jede Verantwortung zurückgewiesen, sagt Fidan bei einer Pressekonferenz. Die türkischen Behörden verfügten über technische Daten zu den auf die Türkei abgefeuerten Raketen und würden die Unstimmigkeiten gegenüber iranischen Vertretern zur Sprache bringen.
16.16 Uhr - Israel und der Libanon werden einem israelischen Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich in den kommenden Tagen direkte Gespräche führen. Ron Dermer, ein Vertrauter des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, werde wohl die israelische Delegation anführen, berichtet die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die USA würden von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, vertreten. Die ersten Gespräche seit Beginn des Iran-Kriegs, der auch den Libanon immer tiefer in den Konflikt hineingezogen hat, könnten in Paris oder auf Zypern stattfinden.
16.06 Uhr - Der Iran kündigt an, US-Unternehmen in der Region anzugreifen, sollte seine Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden. Der Iran werde mit Vorsicht vorgehen, um Angriffe auf besiedelte Gebiete zu vermeiden, sagt Außenminister Abbas Araghtschi staatlichen Medien zufolge.
15.15 Uhr - US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass viele Länder Kriegsschiffe entsenden würden, um die Straße von Hormus offen zu halten. Er hoffe, dass China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder sich beteiligten, teilt er in einem Beitrag auf Truth Social mit. Konkreter äußert er sich nicht. "So oder so wird die Straße von Hormus bald offen sein."
14.44 Uhr - Ein US-Stützpunkt in Saudi-Arabien ist US-Präsident Donald Trump zufolge vor einigen Tagen bei einem Angriff getroffen worden. Vier der fünf dort stationierten Tankflugzeuge hätten aber "praktisch keinen Schaden" davongetragen. Sie seien bereits wieder im Einsatz.
13.33 Uhr - Frankreich bietet sich als Vermittler zwischen Israel und dem Libanon an. Die libanesische Führung sei offen für direkte Gespräche mit Israel, schreibt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X. Er fordere Israel daher auf, "diese Gelegenheit zu nutzen, um Gespräche über einen Waffenstillstand aufzunehmen, eine dauerhafte Lösung zu finden und den libanesischen Behörden zu ermöglichen, ihre Verpflichtungen zur Wahrung der Souveränität des Libanon umzusetzen". Frankreich sei bereit, in Paris Gespräche über einen Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern zu vermitteln. Macron forderte Israel auf, seine Offensive einzustellen, und die Hisbollah, ihre Aktionen zu beenden. "Es muss alles getan werden, um zu verhindern, dass der Libanon im Chaos versinkt", schreibt er.
12.40 Uhr - US-Streitkräfte haben in der Nacht zum Samstag bei einem großangelegten Präzisionsschlag auf die iranische Insel Charg mehr als 90 militärische Ziele erfolgreich angegriffen. Die Ölinfrastruktur sei dabei verschont geblieben, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Demnach wurden Lager für Seeminen, Raketenbunker und zahlreiche weitere militärische Einrichtungen zerstört.
12.12 Uhr - Nach der Freigabe der Straße von Hormus für zwei indische Schiffe durch den Iran dringt die Regierung in Neu-Delhi auf die sichere Passage auch der übrigen Schiffe unter indischer Flagge im Persischen Golf. 22 solche Schiffe lägen noch westlich der Straße von Hormus, teilt die indische Regierung mit. Unter ihnen seien vier Öl- und sieben Gastanker. Die Meerenge vor der iranischen Küste verbindet den Persischen Golf und den Golf von Oman, durch den der Schiffsverkehr auch nach Asien geht. Durch den Krieg ist er praktisch zum Erliegen gekommen. Der Iran hat jedoch die indischen Gastanker "Shivalik" und "Nanda Devi" passieren lassen. Beide hätten 92.000 Tonnen Flüssiggas (LPG) geladen, teilt die indische Regierung weiter mit.
12.00 Uhr - Der Iran kündigt den verstärkten Einsatz schärferer Waffen an. Die Streitkräfte würden ballistische Raketen und andere Raketentypen mit größerer Zerstörungskraft und höherer Präzision verwenden, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums staatlichen iranischen Medien zufolge. Man werde künftig mehr "modernisierte Waffen" einsetzen.
11.40 Uhr - Der Iran hat eine Ausnahme von seiner Blockade der Straße von Hormus gemacht und einigen indischen Schiffen die Durchfahrt erlaubt. Dies bestätigte der iranische Botschafter in Indien, Mohammad Fathali, bei einer Konferenz in Neu-Delhi. Die genaue Zahl der Schiffe nannte Fathali nicht. Seit Beginn der Luftangriffe seitens der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar hat die Regierung in Teheran den Verkehr durch die Straße von Hormus weitgehend unterbunden. Durch die Meerenge vor der Küste des Irans werden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssigerdgastransports auf dem Seeweg abgewickelt.
10.40 Uhr - Die Revolutionsgarden im Iran erklären Berichten iranischer Staatsmedien zufolge US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu legitimen Zielen ihre Angriffe. Dies sei eine Reaktion auf Angriffe von US-Streitkräften auf iranische Inseln, erklären die im Iran überaus einflussreichen Revolutionsgarden. Ziele seien Häfen, Anlegestellen und Militärstandorte. Die Bewohner der Emirate werden aufgerufen, sich von diesen Orten fernzuhalten, um zivile Opfer zu vermeiden.
10.20 Uhr - Im Emirat Fudschaira ist durch das Herabfallen von Trümmerteilen einer abgefangenen Drohne ein Brand ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht, teilt die Pressestelle des Emirats mit. Zivilschutzkräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Fudschaira gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Persischen Golf und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Treibstoff.
09.15 Uhr - Nach einem Drohnenangriff und einem Brand werden im Hafen von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) einige Ölverladungen ausgesetzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Hafen Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus.
05.57 Uhr - Bei einem Raketenangriff auf die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist das Botschaftsgebäude getroffen worden. Dies berichten Personen aus irakischen Sicherheitskreisen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Aus dem Botschaftsgebäude steige Rauch auf.
05.28 Uhr - Auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad ist am Morgen eine Rakete eingeschlagen. Sie habe einen Hubschrauberlandeplatz getroffen, meldete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf zwei irakische Sicherheitsbeamte. Über dem Gelände steige eine Rauchsäule auf.
05.12 Uhr - Der KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, fordert ein Ende des US-Krieges gegen den Iran. "Dies ist ein guter Zeitpunkt, um den Sieg zu erklären und auszusteigen", sagt Sacks in seinem "All-In Podcast" in Washington. Die USA hätten die militärischen Fähigkeiten des Iran geschwächt. Nun sollten die USA einen Ausweg aus der Situation finden. Wenn eine Eskalation zu nichts Gutem führe, müsse man darüber nachdenken, wie man deeskalieren könne. "Deeskalation, denke ich, beinhaltet das Erreichen einer Art Waffenstillstandsabkommen oder einer Art Verhandlungslösung mit dem Iran."
04.15 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt ein gnadenloses Vorgehen im Krieg gegen den Iran an. "Wir werden weiter Druck machen, weiter vorrücken, weiter angreifen", sagt Hegseth vor Journalisten in Washington. "Kein Pardon, keine Gnade für unseren Feind." Der Befehl, "kein Pardon" zu geben, also das Leben eines sich ergebenden Gegners nicht zu schonen oder damit zu drohen, ist nach dem humanitären Völkerrecht verboten.
03.55 Uhr - Die USA entsenden Insidern zufolge Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten. Nach Angaben zweier US-Beamter, die ungenannt bleiben wollen, verlegt das US-Verteidigungsministerium das Amphibien-Angriffsschiff "Tripoli" samt der dazugehörigen Marine-Einheit in die Region. Dazu gehörten 2500 Marineinfanteristen sowie weitere Matrosen. Die "Tripoli", die sich derzeit im asiatisch-pazifischen Raum befindet, kann auch Kampfflugzeuge transportieren.
02.45 Uhr - Nach Angaben iranischer Medien drohen die iranischen Streitkräfte mit Gegenschlägen, sollte die Öl- und Energieinfrastruktur ihres Landes angegriffen werden. Die Gegenangriffe würden sich gegen die Energieinfrastruktur von Ölkonzernen richten, die in der Region mit den USA kooperierten, berichten die Medien. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, die USA hätten militärische Ziele auf der iranischen Ölexport-Insel Charg zerstört, die Ölinfrastruktur jedoch einstweilen verschont.
01.42 Uhr - Bei einem israelischen Angriff auf ein Gesundheitszentrum im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens zwölf medizinische Mitarbeiter getötet worden. Dies meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Ministerium. Die Zahl der Todesopfer in der Stadt Borj Qalaouiya könnte sich noch ändern. Rettungskräfte suchten nach Vermissten.
01.03 Uhr - Die Behörden in Katar evakuieren Augenzeugen zufolge Teile der Hauptstadt Doha. Betroffen sind unter anderem das Msheireb-Viertel, in dem sich Regierungsgebäude und ein Büro von GoogleGOOGL.O befinden, sowie die sogenannte Education City mit Ablegern von sechs US-Universitäten. Das katarische Innenministerium hatte zuvor mitgeteilt, eine Reihe bestimmter Gebiete würde als "vorübergehende Vorsichtsmaßnahme" evakuiert, ohne Details zu nennen. Etwa eine Stunde später meldeten die Behörden, es seien Raketen abgefangen worden.
00. 48 - Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte sind bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen vier Palästinenser getötet worden, darunter zwei 17-Jährige. Zudem sei ein Palästinenser bei dem Beschuss durch einen israelischen Panzer in der Nähe eines Polizeikontrollpunkts in Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zurzeit nicht vor.
00.31 Uhr - Laut US-Präsident Donald Trump wollen die USA demnächst Schiffe zum Schutz vor iranischen Angriffen durch die Straße von Hormus eskortieren. Auf die Frage von Reportern, wann die US-Marine mit dem Geleitschutz für Tanker beginnen werde, sagte Trump: "Das wird bald geschehen."
00.15 Uhr - Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump "jedes militärische Ziel" auf der iranischen Insel Charg angegriffen. Der Iran exportiert 90 Prozent seines Rohöls über die Insel. "Aus Gründen des Anstands habe ich darauf verzichtet, die Ölinfrastruktur auf der Insel auszulöschen", schrieb Trump am Freitag auf der Online-Plattform Truth Social. Sollte der Iran oder jemand anderes jedoch die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus behindern, werde er diese Entscheidung sofort überdenken.