12. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
11.22 Uhr - Das israelische Militär hat den Befehl erhalten, seinen Einsatz im Nachbarland Libanon auszuweiten. Das teilt Verteidigungsminister Israel Katz mit und droht dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun, Israel werde "selbst handeln", sollte die libanesische Regierung Angriffe der Hisbollah auf Israel nicht unterbinden können. Katz' Äußerung folgt einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz in der Nacht zuvor. Seit dem 2. März attackiert das israelische Militär auch Ziele im Libanon. Der Beschuss gilt nach seinen Angaben der radikal-islamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist. Sie hat nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ihrerseits - wie auch der Iran selbst - Ziele in Israel beschossen.
11.11 Uhr - Russland und die USA erörtern dem Präsidialamt in Moskau zufolge eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich. Sprecher Dmitri Peskow lehnt es jedoch ab, konkrete Details zu nennen. Der Gesandte von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, ist in dieser Woche nach Florida gereist und hat dort nach eigenen Angaben die aktuelle Energiekrise mit seinen US-Gesprächspartnern erörtert. Peskow zufolge wird Dmitrijew Putin über die Ergebnisse seiner Reise unterrichten.
10.55 Uhr - Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Baker Kalibaf droht im Falle von Angriffen auf Inseln der Islamischen Republik mit Vergeltung. Jede US-Aggression gegen iranische Inseln im Persischen Golf werde die Führung in Teheran dazu veranlassen, "jegliche Zurückhaltung aufzugeben", teilt Kalibaf auf der Online-Plattform X mit. Mehrere iranische Inseln, darunter Charg, sind wichtige Umschlagplätze für Energieexporte. Auf anderen befinden sich iranische Militärstützpunkte.
09.51 Uhr - Die Energiemärkte sind IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol zufolge an einem kritischen Wendepunkt. Auslöser für die Empfehlung, globale Ölreserven koordiniert freizugeben, sei die Blockade der Straße von Hormus gewesen, sagt Birol in Istanbul.
08.13 Uhr - Iran wird einem indischen Insider zufolge Tankern unter der Flagge des Landes die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestatten. Ein iranischer Insider außerhalb des Landes bestreitet jedoch, dass eine solche Vereinbarung getroffen wurde. Durch die Meerenge fließen 40 Prozent der indischen Rohölimporte. Zuletzt hatte sich die Lage dort zugespitzt: Am Mittwoch war ein thailändisches Schiff auf dem Weg nach Indien angegriffen worden.
08.03 Uhr - Ein italienischer Militärstützpunkt im Nordirak ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht von einer Rakete getroffen worden. "Unter den italienischen Mitarbeitern gibt es keine Opfer oder Verletzten. Es geht ihnen allen gut", teilt das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Außenminister Antonio Tajani zufolge haben sich die Soldaten in einem Bunker in Sicherheit gebracht. Italien hat in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistans im Irak, rund 300 Soldaten stationiert. Sie bilden dort kurdische Sicherheitskräfte aus.
07.50 Uhr - In Kuwait sind nach Angaben des Elektrizitätsministeriums sechs Stromleitungen durch herabfallende Trümmer abgefangener Drohnen gekappt worden. Die Lage bei der Strom- und Wasserversorgung ist der Behörde zufolge jedoch unter Kontrolle.
07.40 Uhr - Die saudiarabische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Drohne abgefangen. Sie habe sich auf Kurs zum Ölfeld Shaybah befunden, teilt das Ministerium mit. Dies sei bereits der dritte derartige Vorfall am heutigen Donnerstag. In dieser Woche war das Gebiet regelmäßig Ziel von Drohnenangriffen.
06.45 Uhr - In der Nähe des Flughafens von Bahrain steigt eine Rauchsäule auf. Das berichtet ein Reuters-Mitarbeiter.
06.35 Uhr - Australien lockert Qualitätsstandards für Treibstoff. Wie der Energieminister mitteilt, sind für die kommenden 60 Tage höhere Schwefelwerte zulässig. Ziel der Maßnahme sei es, das Angebot auszuweiten und die Preise zu drücken. Dadurch könnten monatlich rund 100 Millionen Liter Benzin, die sonst für den Export bestimmt wären, dem heimischen Markt zugeführt werden. Der Energiekonzern Ampol AustraliaALD.AX habe zugesagt, diese zusätzlichen Mengen vorrangig in Regionen mit Engpässen zu liefern.
06.25 Uhr - Der russische Gesandte Kirill Dmitrijew berichtet von Gesprächen mit US-Vertretern in Florida über die Energiekrise. Viele Länder, allen voran die USA, verstünden zunehmend die systemrelevante Rolle von russischem Öl und Gas für die Weltwirtschaft, teilt Dmitrijew auf Telegram mit. Zudem werde die Ineffizienz der Sanktionen gegen Russland deutlicher.
Parlament. Ein Ende des Krieges sei möglich, wenn der Diplomatie eine Chance gegeben werde. Die Türkei sei mit allen Seiten im Gespräch, um dies zu erreichen.