11. Mrz (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine, der seit Beginn der großangelegten russischen Invasion am 24. Februar 2022 andauert. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.31 Uhr - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von US-Präsident Donald Trump mehr Druck auf Russland. "Ich hoffe, dass sie (die USA) uns helfen werden. Aber wir brauchen mehr Druck auf Russland — nicht auf mich", sagt er den Medien "Politico" und "Welt". Die Ukraine werde alles tun, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. "Aber nicht alles hängt von uns ab", sagt Selenskyj. Es hänge vom Willen Russlands ab. "Sie sind aggressiv, sie sind groß und zeigen keinerlei Willen, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden." Abgesehen vom Krieg seien Sicherheitsgarantien für die Ukraine das größte Problem: "Du kannst Russland nicht vertrauen." Selenskyj fordert zudem angesichts der ungarischen Blockade des zugesagten 90-Milliarden-Euro-Kredits aus Europa eine Alternative. "Wir brauchen einen Plan B." Ungarns Regierungschef Viktor Orban stehe auf der Seite Putins, sagt Selenskyj. Orban blockiere alles, was die Ukraine betreffe: Geld, Waffen und den Weg in die EU. Nur eines mache Orban nicht wie Putin: Er feuere keine Raketen auf die Ukraine ab und schicke keine Soldaten.
17.11 Uhr - Die aktuelle Lage im Nahen Osten mit ihren Auswirkungen auf die Ölpreise rechtfertigt keine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Auf diese Position hätten sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder in einer Telefonkonferenz verständigt, sagt Macron, der die G7-Konferenz leitete.
14.25 Uhr - Die von Ungarn entsandte Expertengruppe zur Untersuchung der Druschba-Pipeline hat nach Angaben der Ukraine keinen offiziellen Status. "Jede Person, die zu touristischen Zwecken einreist, kann auf diese Weise aus den Schengen-Ländern in die Ukraine einreisen", sagt der Sprecher des Außenministeriums in Kiew, Heorhij Tychyj. Da keine offiziellen Treffen geplant seien, sei die Bezeichnung als "Delegation" falsch. Der stellvertretende ungarische Energieminister, Gabor Czepek, hatte zuvor angekündigt, dass Ungarn und die Slowakei eine Gruppe von Experten in die Ukraine entsenden, um den Ausfall der Druschba-Pipeline zu untersuchen.
12.55 Uhr - Ungarn und die Slowakei entsenden eine Gruppe von Experten in die Ukraine, um den Ausfall der Druschba-Pipeline zu untersuchen. Ziel sei es, den Zustand der Leitung zu bewerten und die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Ölflüsse zu schaffen, teilt der stellvertretende Energieminister Gabor Czepek auf Facebook mit. Die Slowakei werde sich an der vierköpfigen Delegation beteiligen. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl. Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte. Selenskyj hat sich mehrfach gegen Kritik aus Ungarn sowie der Slowakei verwahrt und auf die anhaltenden russischen Angriffe auf den Energiesektor seines Landes verwiesen.
11.44 Uhr - Russland wirft Großbritannien die Beteiligung an einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk vor, bei dem mehrere Menschen ums Leben gekommen sind. Die Rolle Großbritanniens werde "in Betracht gezogen", sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der Abschuss der britischen Storm-Shadow-Raketen sei ohne britische Spezialisten unmöglich gewesen. Bei dem Angriff am Dienstag wurden dem Gouverneur der Region zufolge mindestens sechs Zivilisten getötet und 37 Menschen verletzt. Die Ukraine erklärt hingegen, eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen zu haben. Eine Stellungnahme aus London liegt zunächst nicht vor.
11.33 Uhr - Die nächste Runde der trilateralen Gespräche über die Ukraine könnte russischen Angaben zufolge in Istanbul stattfinden. Es gebe aber noch keine konkreten Details, lediglich die Übereinkunft, dass der Friedensprozess fortgesetzt werde, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow. Russland und die Ukraine haben im vergangenen Jahr drei Gesprächsrunden in der türkischen Stadt abgehalten. In diesem Jahr fanden die Verhandlungen unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi und Genf statt.
07.29 Uhr - Bei einem russischen Drohnenangriff auf Charkiw sind nach Angaben des Bürgermeisters zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine russische Drohne habe ein ziviles Unternehmen in der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen, teilt Ihor Terechow auf Telegram mit. "Leider gibt es vorläufige Informationen über zwei Tote." Vier weitere Personen seien verletzt worden.
01.43 Uhr - Die Ukraine greift nach eigenen Angaben mit britischen Storm-Shadow-Raketen die Fabrik Kremnij El in der russischen Grenzregion Brjansk an. Das Werk produziere wichtige Elektronikkomponenten für russische Raketen, teilt das ukrainische Militär mit und veröffentlicht ein Video, das Explosionen und Brände zeigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt in seiner Abendansprache, seine Streitkräfte hätten "eine der wichtigen russischen Militärfabriken" getroffen - die Fabrik stelle Teile für Raketen her, mit denen Russland ukrainische Städte und Zivilisten angreife. Der Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomasch, meldet sechs getötete und 37 verletzte Zivilisten bei einem "terroristischen Raketenangriff". Die Fabrik erwähnt er nicht. Das russische Außenministerium spricht von einem vorsätzlichen Angriff auf die Zivilbevölkerung und fordert eine Stellungnahme der Vereinten Nationen.