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Dieselkrise durch Nahost-Krieg - Preise könnten sich verdoppeln

ReutersMar 11, 2026 1:27 AM

- Die stark steigenden Dieselpreise könnten die Weltwirtschaft ausbremsen - auch Deutschland wäre besonders betroffen. Grund ist der Krieg im Nahen Osten, der die Versorgung mit dem wichtigen Treibstoff gefährdet, warnen Händler und Analysten. Besonders die Straße von Hormus ist betroffen - durch diese Meerenge fließen zehn bis 20 Prozent aller weltweiten Diesel-Lieferungen per Schiff. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge fast vollständig.

"Diesel ist der verwundbarste Treibstoff in diesem Konflikt", hieß es aus der Handelsbranche in Dubai. "Diesel treibt Fracht, Landwirtschaft, Bergbau und Industrie an - er ist das wichtigste Schmiermittel der Wirtschaft." In Deutschland fahren rund 30 Prozent aller Autos mit Diesel, fast alle Lastwagen und Busse sind auf den Kraftstoff angewiesen. Die Dieselpreise seien seit Kriegsbeginn viel stärker gestiegen als Öl- und Benzinpreise. Sollte die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnten sich die Dieselpreise an den Tankstellen etwa verdoppeln, schätzen Energieexperten. Das US-Militär hält Begleitschutz für Handelsschiffe durch die Meerenge Insidern zufolge derzeit für zu riskant.

Die Folgen wären überall spürbar: Höhere Transportkosten würden Lebensmittel und andere Waren verteuern. In den USA könnten Bauern ihre Aussaat verzögern. "Ein anhaltender Diesel-Preisschock kann die Inflation wieder anfachen", warnte ein US-Kreditgeber. In Europa, das besonders von Importen aus dem Nahen Osten abhängt, sind die Dieselpreise bereits um fast 55 Prozent gestiegen.

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