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NAHOST-TICKER-Augenzeugen: Schwarzer Rauch über Norden von Riad

ReutersMar 5, 2026 1:26 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

14.20 Uhr - Über dem Norden der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist schwarzer Rauch zu sehen. Das berichten Reuters-Augenzeugen. Zuvor wurden Insidern zufolge Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaften im Diplomatenviertel von Riad angewiesen, sich in ihren Gebäuden aufzuhalten. Als Grund wurde auf eine mögliche, aber nicht näher beschriebene Bedrohung verwiesen.

14.04 Uhr - Der libanesische Ministerpräsident fordert ein Verbot aller militärischen Aktivitäten der iranischen Revolutionsgarde im Libanon. Dies teilt der Informationsminister des Landes mit. Ein solches Verbot würde den Weg für die Abschiebung von Mitgliedern der Garde ebnen. Zudem würden alle im Libanon befindlichen Mitglieder der Revolutionsgarde verhaftet.

13.56 Uhr - Die Europäische Union und der Golf-Kooperationsrat rufen zu Dialog und Diplomatie auf. Gleichzeitig bekräftigten sie in einer gemeinsamen Erklärung, dass die Golfstaaten das Recht haben, sich gegen den Iran zu verteidigen. "Die Minister bekräftigten ihr Engagement für regionale Stabilität und forderten den Schutz der Zivilbevölkerung und die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts", heißt es in der Mitteilung nach einer Videokonferenz der Außenminister Europas und der Golfstaaten. Sie hätten sich auf gemeinsame diplomatische Bemühungen zur Herbeiführung einer dauerhaften Lösung geeinigt, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen zu erwerben, und "letztendlich dem iranischen Volk zu ermöglichen, über seine Zukunft zu entscheiden".

13.51 Uhr - Das israelische Militär ordnet die Evakuierung von Stadtvierteln in einem Vorort im Süden Beiruts an.

13.41 Uhr - Frankreich hat die vorübergehende Präsenz von US-Flugzeugen auf bestimmten Stützpunkten im Land genehmigt. Angesichts der Lage habe Frankreich jedoch zur Bedingung gemacht, dass die betreffenden Ressourcen in keiner Weise an Operationen der Vereinigten Staaten im Iran beteiligt werden, teilt ein Vertreter des französischen Generalstabs mit. Sie sollten ausschließlich zur Unterstützung der Verteidigung von Frankreichs Partnern in der Region dienen.

13.20 Uhr - Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi über die Lage im Nahen Osten gesprochen. Die Regierungschefs der beiden G7-Staaten hätten sich zur geopolitischen Situation sowie zu Handelsfragen und kritischen Rohstoffen ausgetauscht, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die Partnerschaft solle bilateral und auch im Rahmen der G7 und G20 fortgesetzt werden. Merz hatte Takaichi zuletzt unmittelbar vor seiner China-Reise gesprochen.

13.13 Uhr - Großbritannien rechnet offenbar mit einem monatelangen Krieg im Iran. "Die Situation entwickelt sich noch, aber es gibt Anzeichen dafür, dass es sich um eine Krise handelt, die nicht Tage, sondern Wochen und möglicherweise Monate andauern wird", sagt der Staatssekretär im Außenministerium, Hamish Falconer, im Parlament.

13.00 Uhr - Die LufthansaLHAG.DE setzt ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten aus. Betroffen sind die Verbindungen von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März, Tel Aviv bis zum 22. März, Beirut bis zum 28. März sowie Teheran bis zum 30. April.

12.54 Uhr - Die EU wird dem Iran zufolge den Preis für ihr Schweigen bezahlen. "Wenn die EU-Länder zu diesem Verstoß gegen das Völkerrecht schweigen, werden sie früher oder später den Preis dafür bezahlen", sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums im spanischen Fernsehsender TVE.

12.40 Uhr - Das iranische Militär dementiert staatlichen Medien zufolge, Aserbaidschan mit Drohnen angegriffen zu haben. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärt, es untersuche die Art der bei dem Angriff eingesetzten Drohnen. Das Land bereite "die notwendigen Gegenmaßnahmen vor, um die territoriale Integrität und Souveränität des Landes zu schützen und die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur zu gewährleisten." Aserbaidschan hatte zuvor mitgeteilt, dass zwei Drohnen über die Grenze geflogen waren. Vier Menschen seien in Nachitschewan verletzt worden.

12.15 Uhr - Trotz eines Zwischenfalls mit einer iranischen Rakete in Richtung Nato-Mitglied Türkei steht Artikel Fünf Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufolge nicht zur Debatte. "Niemand spricht über Artikel Fünf", sagt Rutte im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. In Artikel Fünf geht es um den Bündnisfall, der festlegt, dass ein Angriff auf ein Mitglied des Militärbündnisses als Angriff auf alle gewertet wird. Die Lage im Nahen Osten beobachte die Nato aufmerksam. Die Nato unterstütze die USA bei ihren Angriffen gemeinsam mit Israel gegen den Iran, da das Land kurz davor sei, auch für Europa zur Bedrohung zu werden.

11.15 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einer möglichen kurdischen Beteiligung an einem Sturz der Führung in Teheran geäußert. Deutschland beteilige sich "nicht an konkreten Maßnahmen des Regime-Changes in irgendeinem Land und auch nicht im Iran", sagt Wadephul in Berlin. "Wir halten Kontakte zu einigen oppositionellen Gruppen. Das ist richtig, das ist notwendig", fügt er hinzu. "Wir sind an der Seite der Menschen im Iran, dazu gehören insbesondere die Kurdinnen und Kurden, die ja unter diesem ruchlosen Regime in besonderer Art und Weise leiden."

11.16 Uhr - Frankreich hat einem Medienbericht zufolge den US-Streitkräften die Nutzung französischer Stützpunkte im Rahmen des Krieges gegen den Iran genehmigt. Das berichtet der französische Fernsehsender BFMTV. Die Pressestelle des französischen Verteidigungsministeriums reagiert nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.

11.11 Uhr - Der Iran hat Russland nicht um Waffenlieferungen ersucht, teilt das russische Präsidialamt mit.

11.06 Uhr - Italien, Spanien, Frankreich und die Niederlande werden in den kommenden Tagen Marineeinheiten zum Schutz Zyperns entsenden, kündigt der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto im Parlament an. Auf der Insel war am Montag eine Basis der britischen Royal Air Force im Rahmen der Luftangriffe der USA und Israels gegen Teheran von einer Drohne iranischen Fabrikats angegriffen worden.

10.20 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigt zwei weitere von der Bundesregierung gecharterte Flüge zur Evakuierung hilfsbedürftiger Deutscher aus den Golfstaaten an. Die Flüge seien für den heutigen Donnerstag und Freitag geplant, sagt Wadephul in Berlin. Am Morgen war ein erster solcher Lufthansa-Flug in Frankfurt gelandet. Zudem verweist Wadephul darauf, dass der kommerzielle Flugverkehr seinen Betrieb zunehmend wieder aufnehme. Allein heute seien aus Dubai und Abu Dhabi 250 kommerzielle Flüge geplant, davon gingen 60 nach Europa und einige auch nach Deutschland. Zudem kündigt der Minister an, dass heute auch mehr als 500 Passagiere der beiden am Golf gestrandeten deutschen Kreuzfahrtschiffe ausgeflogen würden.

10.05 Uhr - Aserbaidschan bestellt den iranischen Botschafter ein. Iran habe zwei Drohnen auf aserbaidschanisches Gebiet abgefeuert, erklärt das Außenministerium. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden. Eine Drohne sei auf einen Flughafen in Nachitschewan nahe der Grenze zum Iran eingeschlagen, eine weitere sei in der Nähe einer Schule niedergegangen. Aserbaidschan verurteilt die Angriffe und fordert eine Erklärung vom Iran. Das Land behalte sich das Recht vor, "angemessene Gegenmaßnahmen" zu ergreifen. Vom Iran gibt es zunächst keine Stellungnahme.

09.25 Uhr - Auf dem Gelände des Flughafens in der aserbaidschanischen Region Nachitschewan schlagen Raketen und Drohnen aus Richtung Iran ein. Das erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Umfeld der Regierung. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer von der iranischen Grenze entfernt.

08.55 Uhr - Italien plant Hilfe für die Golfstaaten im Bereich der Luftverteidigung. "Wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland beabsichtigt auch Italien, den Golfstaaten Hilfe zu leisten, insbesondere im Bereich der Verteidigung und vor allem der Luftverteidigung", sagt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni dem Radiosender RTL 102.5. "Das tun wir nicht nur, weil es befreundete Nationen sind, sondern vor allem, weil Zehntausende Italiener in der Region leben und rund 2000 italienische Soldaten dort stationiert sind – Menschen, die wir schützen wollen und müssen", fügt sie hinzu.

08.35 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erklären in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Mitteilung, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter der Kontrolle der Islamischen Republik stehen werde.

08.01 Uhr - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Israel nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums aufgefordert, "bis zum Ende" durchzuhalten. Die USA stünden an der Seite Israels, habe Hegseth Verteidigungsminister Israel Katz in dem Telefonat in der Nacht gesagt, teilt das Ministerium mit. Katz habe Hegseth für die umfangreiche Unterstützung der USA bei der Verteidigung der israelischen Bürger gegen die iranische Raketenbedrohung gedankt.

07.17 Uhr - Iran kündigt Vergeltung für die Versenkung der Fregatte "Dena" in internationalen Gewässern vor Sri Lanka an. "Die USA werden den Präzedenzfall, den sie geschaffen haben, bitter bereuen", schreibt Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. An Bord des Kriegsschiffes seien fast 130 Seeleute gewesen.

06.50 Uhr - Israel startet eine neue Welle umfassender Angriffe auf Teheran. Das teilt die israelische Armee mit.

06.39 Uhr - Der Iran versichert, die Türkei nicht angegriffen zu haben. Es sei keine Rakete in Richtung Türkei abgeschossen worden, erklärt die Armee. Am Mittwoch hatten Nato-Kräfte eine ballistische Rakete auf dem Flug in Richtung Türkei abgefangen. Die Regierung in Ankara bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Die Nato verurteilte den Angriff auf ein Partnerland und betonte, das Militärbündnis stehe fest an der Seite seiner Alliierten.

05.55 Uhr - US-Energieminister Chris Wright bezeichnet die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiemärkte als vorübergehend. Ein Anstieg der Benzinpreise sei ein kleiner Preis, der für die militärischen Ziele der USA zu zahlen sei, sagt er dem Sender Fox News. Die Welt sei gut mit Öl versorgt. Die US-Marine werde zudem bald Tanker durch die blockierte Straße von Hormus eskortieren.

03.30 Uhr - Nach einer Explosion vor der Küste Kuwaits ist ein Tanker beschädigt worden und leckgeschlagen. Das meldet die britische Seefahrtsbehörde UKMTO. Die Besatzung sei in Sicherheit. Nach der Explosion sei ein kleines Boot gesichtet worden, das sich vom Ort des Geschehens entfernt habe. Das kuwaitische Innenministerium teilte mit, der Vorfall habe sich außerhalb der Hoheitsgewässer des Landes ereignet.

03.16 Uhr - Die Sorge vor einer längeren Schließung der Straße von Hormus wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit 76,60 Dollar 2,6 Prozent mehr. Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.

02.10 Uhr - Kanada organisiert wegen des Nahost-Konflikts die Ausreise von mehr als 2000 Staatsbürgern aus der Region. Außenministerin Anita Anand teilt am Mittwoch mit, die Regierung organisiere Plätze auf kommerziellen Flügen, chartere Flugzeuge und biete Bodentransporte in Nachbarländer an. Der kommerzielle Flugverkehr in der Region ist seit Tagen weitgehend lahmgelegt.

01.45 Uhr -Die Republikaner im US-Senat blockieren eine parteiübergreifende Resolution, die den Militäreinsatz gegen den Iran stoppen soll. Der Senat stimmt am Mittwoch mit 53 zu 47 Stimmen dagegen, die Vorlage weiter zu behandeln. Mit der Resolution soll der Kongress sein verfassungsmäßiges Recht zurückerlangen, Kriege zu erklären. Die Republikaner argumentieren jedoch, Präsident Donald Trump handele im Rahmen seiner Befugnisse als Oberbefehlshaber. "Dies ist kein 'ewiger Krieg'", sagte der republikanische Senator Jim Risch. "Das wird sehr schnell enden."

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