04. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
13.55 Uhr - Die Bundesregierung will derzeit nicht in den Markt eingreifen, um für niedrigere Spritpreise zu sorgen. Dafür gebe es keinen Anlass, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Die Preise an den Tankstellen seien zwar deutlich gestiegen, dies könne sich aber auch schnell wieder ändern. Ziel sei natürlich Preisstabilität auf einem anderen Niveau als derzeit. Der Markt werde weiter beobachtet. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums ergänzt, es gebe keine Hinweise auf "nicht-marktliches Verhalten" der Mineralölkonzerne.
13.45 Uhr - Die Nato verurteilt das Vorgehen des Iran scharf, nachdem das Verteidigungsministerium in Ankara mitgeteilt hat, dass die Türkei mit einer Rakete aus dem Iran beschossen worden sei. Das Bündnis stehe fest an der Seite aller Alliierten, also auch der Türkei, erklärt eine Nato-Sprecherin weiter. Das türkische Außenministerium legt Diplomatenkreisen zufolge zudem Protest bei dem iranischen Außenministerium ein. Die vom Iran aus gestartete Rakete war nach türkischen Angaben auf die Türkei gerichtet, sei aber von der Nato-Flugabwehr abgefangen worden.
13.15 Uhr - Die britische Seeschiffahrtbehörde UKMTO teilt mit, ein Containerschiff in der Straße von Hormus nördlich von Oman habe einen Treffer knapp über der Wasserlinie gemeldet. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen.
13.05 Uhr - Das Nato-Mitglied Türkei ist erstmals von den Kampfhandlungen direkt betroffen. Nato-Luftabwehrsysteme zerstören nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara eine iranische ballistische Rakete. Das Geschoss sei auf dem Weg in den türkischen Luftraum gewesen. Trümmerteile der Abfangrakete seien in der südöstlichen Provinz Hatay niedergegangen, Verletzte gebe es nicht. Die Türkei werde sich mit ihren Bündnispartnern beraten und behalte sich das Recht auf Gegenmaßnahmen vor.
13.03 Uhr - Italien steht Insidern zufolge kurz davor, den Golfstaaten militärische Hilfe zu leisten. Die Regierung in Rom werde voraussichtlich ein Luftabwehrsystem vom Typ SAMP/T liefern, um Angriffe des Irans abzuwehren, sagen zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch nicht gefallen, die Regierung prüfe aber entsprechende Anfragen. Ein Abzug von Systemen aus der Ukraine wird den Kreisen zufolge ausgeschlossen.
12.58 Uhr - Die unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen kommt zu dem Schluss, dass der Angriff Israels und der USA auf den Iran die Prinzipien der UN ignoriert. Auch die iranischen Vergeltungsschläge verstießen gegen die UN-Charta, teilt das Gremium mit. Die Charta verbietet die Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder die politische Unabhängigkeit eines Staates.
12.49 Uhr - Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstes signalisieren dem US-Geheimdienst CIA einem Zeitungsbericht zufolge Bereitschaft zu Gesprächen über ein Ende des Krieges. Das Angebot sei über den Nachrichtendienst eines ungenannten Landes übermittelt worden, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Regierungsvertreter. US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag erklärt, für Gespräche sei es zu spät.
12.45 Uhr - Die Zahl der Toten im Iran seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe ist auf 1045 gestiegen. Das berichten staatliche iranische Medien.
12.36 Uhr - Österreich weitet seine Rückholaktionen aus. Für Donnerstag seien zwei weitere Flüge der LufthansaLHAG.DE-Tochter Austrian Airlines aus Riad und Maskat geplant, kündigt Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Wien an. Eine Maschine soll 300 Menschen aus dem saudi-arabischen Riad ausfliegen, eine weitere rund 200 Personen aus Maskat im Oman. Ein erster Charterflug aus Maskat mit etwa 180 Passagieren sei bereits auf dem Weg nach Wien. Um die Abflughäfen zu erreichen, seien Bustransfers aus den Emiraten und Katar organisiert worden. Zudem stimme man sich eng mit EU-Partnern ab, um freie Plätze gegenseitig zur Verfügung zu stellen, so die Ministerin. Sie appelliert zugleich an Reisende, wenn möglich auch vorhandene kommerzielle Flugverbindungen zu nutzen.
12.13 Uhr - Nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde IAEA konnten bislang keine Schäden an iranischen Einrichtungen entdeckt werden, in denen spaltbares Material aufbewahrt wird. Deswegen bestehe derzeit auch nicht die Gefahr der Freisetzung von Radioaktivität. Gleichwohl gebe es sichtbare Schäden an Gebäuden der Atomanlagen in Isfahan und Natans. Erklärtes Ziel der USA und Israel ist es, die iranischen Atomanlagen unbrauchbar zu machen.
12.00 Uhr - Spanien setzt angesichts amerikanischer Sanktionsdrohungen nach verweigerter Unterstützung bei den Angriffen auf den Iran auf die Solidarität der Europäischen Union. Die europäische Einheit schütze Spanien, sagt Wirtschaftsminister Carlo Cuerpo. Ungeachtet der Drohungen von US-Präsident Donald Trump, den Handel mit Spanien vollständig abzubrechen, sagt Cuerpo dem Sender La Sexta: "Wir wollen die Handelsbeziehungen mit den USA weiter voranbringen."
11.47 Uhr - Die für Mittwochabend geplante Trauerfeier für das getötete geistliche und politische Oberhaupt der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, wird verschoben. Das berichten staatliche iranische Medien. Ein neuer Termin werde später bekannt gegeben, heißt es weiter. Gründe für die Absage des Traueraktes an der Imam-Chomeini-Gebetsstätte werden zunächst nicht mitgeteilt.
11.30 Uhr - Die deutschen Einzelhändler befürchten, dass der Iran-Krieg auf der ohnehin schwächelnde Konsumstimmung der Verbraucher in Deutschland lasten könnte. "Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter", sagt der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE, Stefan Genth. "Das ist Gift für den Konsum." Aktuell seien die globalen Lieferketten des Einzelhandels aber nicht direkt von den Folgen des Kriegs betroffen, fügt er hinzu.
11.10 Uhr - Die Europäische Union sieht Insidern zufolge keine unmittelbaren Auswirkungen des Konflikts im Iran auf die Erdgasversorgung. Dies hätten EU-Vertreter den Mitgliedstaaten mitgeteilt, sagen mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene seien derzeit Gegenmaßnahmen geplant.
10.50 Uhr - Auf die Raffinerie Ras Tanura des Ölkonzerns Saudi Aramco2222.SE hat es nach Angaben des saudiarabischen Verteidigungsministeriums einen versuchten Angriff gegeben. Ersten Erkenntnissen zufolge sei die Attacke mit einer Drohne ausgeführt worden, teilt ein Sprecher mit. Es seien keine Schäden gemeldet worden.
10.25 Uhr - Russland wirft den USA vor, eine erfundene Bedrohung durch den Iran als Vorwand für einen Umsturz der dortigen verfassungsmäßigen Ordnung zu nutzen. Die Regierung in Washington habe die Verhandlungen mit Teheran als Deckmantel missbraucht, um ihre Pläne für einen Regimewechsel zu verschleiern, sagt Außenamtssprecherin Maria Sacharowa in Moskau.
10.20 Uhr - Nach einem U-Boot-Angriff auf ein iranisches Schiff vor der Küste Sri Lankas werden mindestens 101 Menschen vermisst. Zudem seien 78 Personen verletzt worden, erfährt die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der srilankischen Marine und des Verteidigungsministeriums.
10.10 Uhr - Das mögliche neue geistliche und politische Oberhaupt im Iran, Modschtaba Chamenei, hat zwei iranischen Insidern zufolge den Angriff Israels und der USA, bei dem sein Vater Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde, überlebt. In Reihen des Establishments gilt Modschtaba Chamenei als möglicher Nachfolger seines Vaters, sagen die beiden Personen.
10.00 Uhr - Die Bundesregierung plant offenbar keine Entlastungen für Autofahrer wegen der stark gestiegenen Preise an Tankstellen. Angesprochen auf eine mögliche Spritpreisbremse sagt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche in München: "Die steht nicht auf der Agenda."
09.55 Uhr - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, es gebe in Deutschland keine Knappheiten bei Öl und Gas. Es gebe zwar Preisausschläge an den Märkten wegen des Krieges in Nahost, aber kein Mengenproblem, sagt die CDU-Politikerin in München. "Die Lage bleibt volatil." Die Bundesregierung gehe nicht unvorbereitet in die Situation und habe Instrumente zum Handeln. Es gebe aber noch keinen Anlass, sie auch einzusetzen.
09.40 Uhr - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez bekräftigt seine Ablehnung des Angriffs der USA und Israels auf den Iran. Der Konflikt berge das Risiko, dass mit dem Leben von Millionen Menschen gespielt werde. "So beginnen die großen Katastrophen der Menschheit ... Man kann nicht mit dem Schicksal von Millionen Menschen Russisches Roulette spielen", sagt Sanchez in einer Fernsehansprache an die Nation. Sanchez hat die Bombardierungen des Iran durch die USA und Israel als rücksichtslos und illegal verurteilt. US-Flugzeugen untersagte er die Nutzung von Marine- und Luftwaffenstützpunkten in Südspanien für die Offensive. US-Präsident Donald Trump drohte daraufhin damit, den Handel mit Spanien einzustellen.
09.19 Uhr - Anfang kommender Woche könnten sich die G7-Finanminister und Notenbankchefs zu Beratungen über die Lage infolge des Iran-Kriegs treffen. Das sagt der französische Finanzminister Roland Lescure im Radiosender France Info. "Ich habe mit meinen Amtskollegen gesprochen, insbesondere mit US-Finanzminister Scott Bessent. Wir haben vereinbart, ein Treffen zu organisieren, das wahrscheinlich Anfang nächster Woche stattfinden wird, weil ... wir eine Woche verstreichen lassen können, um zu sehen, wie sich der Konflikt entwickelt, und sogar, wie sich die Märkte entwickeln."
09.07 Uhr - Europa braucht aus Sicht der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm einen Notfallplan. Man müsse sich kurzfristig darauf vorbereiten, mögliche Marktverwerfungen zu begrenzen und Vertrauen in die Stabilität der Energieversorgung zu sichern, schreibt sie im "Handelsblatt": "Die Erfahrungen aus der Corona- und der Energiekrise zeigen, dass koordinierte europäische Beschaffung, strategische Reserven und temporäre Stabilisierungsinstrumente wirksam sein können." Solche Krisenmechanismen sollten vorbereitet sein, bevor sich Marktspannungen verfestigen, mahnt die Ökonomin.
09.00 Uhr - Israel hat eine Welle schwerer Angriffe auf Teheran gestartet. Das meldet die Armee des Landes. Kurz zuvor haben iranische Medien von heftigen Explsionen in der Hauptstadt berichtet.
08.45 Uhr - Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot kündigt mehrere Rückholflüge für französische Staatsbürger im Nahen Osten an. Geplant seien Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und Israel, sagt Barrot dem Sender France 2. Zu der genauen Zahl der Passagiere äußert er sich nicht. In der Region halten sich derzeit rund 400.000 französische Staatsbürger auf.
08.40 Uhr - In der iranischen Hauptstadt Teheran sind heftige Explosionen zu hören. Das melden staatliche Medien.
08.20 Uhr - Die Sicherheitslage in Deutschland habe sich nicht wesentlich verändert, sagt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt im ZDF. Deutschland sei weiterhin einer "abstrakten Gefährdung" ausgesetzt, erklärt der CSU-Politiker. Den Behörden seien keine konkreten Anschlagspläne bekannt. Die Nachrichtendienste arbeiteten eng zusammen.
08.15 Uhr - Wegen der Störungen der Schifffahrt in der Straße von Hormus bittet Pakistan Saudi-Arabien um Öllieferungen über den Hafen von Yanbu am Roten Meer. Das teilt das pakistanische Ölministerium mit. Riad habe zugesichert, Pakistan bei der Deckung seines Energiebedarfs zu unterstützen, heißt es weiter. Ein erstes Schiff sei bereits auf dem Weg, um Rohöl für Pakistan zu laden.
07.55 Uhr - Der Iran nimmt am Mittwochabend mit einer Zeremonie in Teheran Abschied von dem getöteten geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Die Feierlichkeiten sollen um 22.00 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MEZ) auf der Imam-Chomeini-Gebetsstätte beginnen und drei Tage andauern, wie die staatlichen Medien meldeten. Einzelheiten zum Trauerzug sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.
06.29 Uhr - Iranische Kurden-Milizen haben Insidern zufolge mit den USA über Angriffe auf Sicherheitskräfte im Iran beraten. Ziel sei es, das Militär nach dem Tod von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei zu schwächen und einen Aufstand zu initiieren, sagen drei mit den Plänen vertraute Personen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.
06.22 Uhr - Saudi-Arabien fängt nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Drohne über der Östlichen Provinz ab und zerstört sie. Zur Herkunft des Fluggeräts oder zu möglichen Schäden und Opfern macht das Ministerium zunächst keine Angaben.
05.32 Uhr - Das US-Militär gibt die Namen von vier Soldaten bekannt, die bei einem Drohnenangriff in Kuwait getötet wurden. Die Regierung in Washington warnt zugleich vor weiteren Opfern. Man habe den Abgeordneten mitgeteilt, dass weitere Amerikaner sterben würden, sagt der demokratische Senator Chris Murphy nach einer Unterrichtung durch Regierungsvertreter. Die vier Soldaten im Alter von 20 bis 42 Jahren starben dem Pentagon zufolge am Sonntag. Insgesamt sind in dem Konflikt bislang sechs US-Soldaten getötet worden.
04.05 Uhr - Großbritannien organisiert die Evakuierung seiner Staatsbürger aus dem Oman. Man arbeite mit Fluggesellschaften an zusätzlichen Kapazitäten ab Maskat, sagt Außenministerin Yvette Cooper am Dienstag im Parlament. Vorrang hätten besonders schutzbedürftige Personen. Ein von der Regierung gecharterter Flug soll am Mittwoch um 19.00 Uhr GMT (21.00 Uhr MESZ) starten. Zudem plane British Airways für Donnerstag einen weiteren Flug. Das Außenministerium warnt britische Staatsbürger jedoch davor, ohne eine direkte Aufforderung zum Flughafen zu fahren. In den Golfstaaten haben sich nach Angaben der Ministerin 130.000 Briten registriert.
03.35 Uhr - Bei einem israelischen Luftangriff auf ein vierstöckiges Wohnhaus in der ostlibanesischen Stadt Baalbek kommen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA mehrere Menschen ums Leben. Rettungsteams versuchen demnach, Familien aus den Trümmern zu bergen.
01.40 Uhr - Der Iran feuert nach Angaben eines hochrangigen US-Admirals in Vergeltungsangriffen bislang mehr als 500 ballistische Raketen und über 2000 Drohnen ab. Weitere Einzelheiten nennt der Militär zunächst nicht.
01.25 Uhr - Das US-Militär zerstört nach eigenen Angaben 17 iranische Schiffe, darunter ein U-Boot. Zudem greift es fast 2000 Ziele im Iran an, erklärt das US-Zentralkommando. "Heute ist kein einziges iranisches Schiff im Arabischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman unterwegs", sagt Zentralkommando-Chef Brad Cooper in einem auf X veröffentlichten Video.
01.05 Uhr - Die US-Botschaft in Saudi-Arabien ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen von einer mutmaßlich iranischen Drohne getroffen worden. Dabei sei auch die CIA-Station in der Botschaft beschädigt worden, sagt ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die Geheimdiensteinrichtung das eigentliche Ziel gewesen sei. Nach Angaben des saudischen Verteidigungsministeriums trafen zwei Drohnen die Botschaft in der Hauptstadt Riad. Dies habe zu einem begrenzten Feuer und einigen Sachschäden geführt. Die US-Vertretung warnt Amerikaner davor, die Botschaft bis auf Weiteres aufzusuchen. Zudem warnt sie vor unmittelbar bevorstehenden Raketen- und Drohnenangriffen auf die Stadt Dhahran. Der Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund der israelischen Angriffe auf den Iran.
00.46 Uhr - Israel greift den Iran an. Das israelische Militär teilt mit, es habe eine breite Angriffswelle gegen Ziele im Iran begonnen. Weitere Einzelheiten nennt die Armee zunächst nicht.