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NAHOST-TICKER-Wadephul verteidigt Angriffe auf Iran: Regime ist Gefahr

ReutersMar 1, 2026 1:01 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen:

14.00 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul verteidigt die Angriffe Israels und der USA auf den Iran als notwendig. DEm Sender NDR Info sagt der CDU-Politiker, das iranische Regime gefährde nicht nur Israel, sondern auch die Interessen Europas. "Ich nehme zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließende völkerrechtliche Beurteilung vor", sagt Wadephul. Man müsse aber sehen, dass das iranische Regime auch Russland mit Drohnen versorge, die dann im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt würden. Zudem unterstütze das Regime in Teheran Terrororganisationen wie die Hisbollah und die Hamas. Eine Lösung könne nur darin bestehe, dass die iranische Führung auf den Besitz von Nuklearwaffen verzichte. Deutschland betreibe keine aktive Politik, um einen Regierungswechsel im Iran herbeizuführen. Die Bundesregierung stehe aber an der Seite der Bevölkerung, die in einer Art und Weise misshandelt werde, wie man es selten gesehen habe.

13.38 Uhr - Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste in Deutschland, Marc Henrichmann, warnt vor Anschlägen iranischer Kräfte in Europa. "Vergeltungsmaßnahmen, auch durch iranische Schläferzellen in Europa, sind nicht auszuschließen", sagt der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Wachsamkeit sei das Gebot der Stunde. "Das iranische Regime hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass es seinen Terror auch außerhalb der eigenen Grenzen austrägt." Es befinde sich "aktuell im absoluten Überlebenskampf".

13.29 Uhr - Die Opec+ reagiert auf die Lieferausfälle infolge des Kriegs zwischen den USA und dem Iran mit einer leichten Anhebung der Ölförderung. Die Produktion werde ab April um 206.000 Barrel pro Tag erhöht, teilt die Allianz aus Opec-Staaten und deren Partnern mit. Die Steigerung entspricht weniger als 0,2 Prozent des weltweiten Angebots.

13.20 Uhr - Der Logistikkonzern DHLDHLn.DE will auf die Luftraumschließungen im Nahen Osten flexibel reagieren. "Wir haben Erfahrungen mit dynamischen und sich schnell verändernden Szenarien und können hierauf mit Routenanpassungen oder alternativen Transportlösungen auch kurzfristig Alternativen für unsere Kunden anbieten", erklärt das Unternehmen. "Wir beobachten die Entwicklungen im Iran und der Region sehr genau. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität."

13.15 Uhr - Alle Airlines der Lufthansa GroupLHAG.DE setzen ihre Flüge in den Nahen Osten zunächst bis zum 08. März aus. Dies betrifft die Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran, wie die Fluggesellschaft mitteilt. Ebenfalls bis einschließlich 08. März würden zusätzlich folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi werden demnach bis einschließlich 4. März ausgesetzt. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls bis einschließlich 4. März nicht genutzt.

12.45 Uhr - Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde UKMTO 50 Seemeilen nördlich der omanischen Hauptstadt Maskat von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen unter Kontrolle sei. Es ist bereits der zweite Vorfall, den die Behörde am Sonntag meldet. Zuvor hatte es einen Zwischenfall vor Kumzar in der Straße von Hormus gegeben.

12.40 Uhr - Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet den Tod von Ajatollah Ali Chamenei als einen "entscheidenden Moment" in der Geschichte Irans. Zwar sei die Zukunft ungewiss, doch sei nun der Weg frei für ein "anderes Iran", das die Menschen mit größerer Freiheit gestalten könnten, schreibt Kallas auf der Plattform X. Sie stehe mit Partnern in Kontakt, um Schritte zur Deeskalation zu finden.

12.40 Uhr - Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor Gewalt in Deutschland. Es sei damit zu rechnen, "dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen wird", sagt Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Den Mechanismus zwischen erhöhten Spannungen im Nahen Osten und verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen."

12.20 Uhr - Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus den Anker geworfen. Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus einer Reuters-Auswertung von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht. Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.

12.00 Uhr - Acht Länder der Opec+ einigen sich Insidern zufolge grundsätzlich auf eine Anhebung der Ölförderung. Die Produktion solle im April um 206.000 Barrel pro Tag steigen, sagen vier mit den Überlegungen vertraute Personen vor einem Treffen der Öl-Allianz.

11.45 Uhr - Chinas Außenminister Wang Yi verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als inakzeptabel. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow kritisiert er laut der Nachrichtenagentur Xinhua besonders, dass die Attacken während laufender Verhandlungen stattgefunden hätten. Die "unverhohlene Tötung" eines souveränen Staatsoberhaupts und die Anstiftung zum Regimewechsel seien nicht hinnehmbar. Peking fordere ein sofortiges Ende der Militäraktionen und eine Rückkehr zum Dialog.

11.40 Uhr - Die Reederei Hapag-LloydHLAG.DE setzt bis auf Weiteres alle Fahrten durch die Straße von Hormus aus. Grund sei die sich entwickelnde Sicherheitslage in der Region, teilt der Hamburger Konzern mit.

11.20 Uhr - Nordkorea verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "Verletzung der nationalen Souveränität". Die Militäroperation sei eine "illegale Aggression", meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

11.15 Uhr - Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert seinem iranischen Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Putin bezeichne die Tötung als "zynischen Mord", meldet die Nachrichtenagentur Tass. Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts.

11.10 Uhr - Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Mehrheit der Flugabwehrsysteme im Westen und Zentrum des Iran ausgeschaltet. Ziel sei es zudem, die iranischen Boden-Boden- und Boden-Luft-Raketen zu treffen.

11.05 Uhr - Der Geistliche Aliresa Arafi wird der Nachrichtenagentur Isna zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze.

10.10 Uhr - Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnet Rache als "legitimes Recht und Pflicht" Teherans. Sein Land werde sein Möglichstes tun, um diese Pflicht zu erfüllen, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten.

10.00 Uhr - In Pakistan sind bei Protesten vor einem US-Konsulat wegen des Tods des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, neun Menschen ums Leben gekommen. Vor dem Konsulat in Karachi kam es der Polizei zufolge zu Zusammenstößen. Demonstranten hätten ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Polizei habe sie zurückgedrängt.

07.44 Uhr - Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, ist dem iranischen Fernsehen zufolge bei Angriffen auf den Iran ums Leben gekommen.

06.33 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor beispielloser Gewalt gewarnt, sollte das Land Vergeltung üben. Die Vereinigten Staaten würden den Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf Truth Social. "Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als njemals zuvor." Er fügt hinzu: "SIE SOLLTEN DAS ABER BESSER NICHT TUN, DENN WENN SIE ES TUN, WERDEN WIR SIE MIT EINER NOCH NIE DAGEWESENEN GEWALT SCHLAGEN!"

06.30 Uhr - Der Iran wird laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, sie hätten eine rote Linie überschritten. Dafür würden sie bezahlen.

05.26 Uhr - In der Region Dubai sind Augenzeugen zufolge erneut laute Explosionen zu hören. Der Iran hatte nach Angriffen der USA und Israels Vergeltungsschläge gegen die benachbarten Golfstaaten gestartet. Der Iran hat erklärt, er werde US-Stützpunkte in der Region angreifen.

02.58 Uhr - Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist iranischen Staatsmedien zufolge getötet worden. Er sei in den frühen Morgenstunden des Samstags ums Leben gekommen, melden die Medien weiter. Zudem sei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen worden.

02.35 Uhr - Iranischen Staatsmedien vermelden den Tod des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei. Zuvor hat bereits US-Präsident Donald Trump seinen Tod verkündet.

01.32 Uhr - Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf den Iran. Ziel seien die ballistischen Raketen- und Luftabwehrsysteme des Landes, teilt das Militär mit.

01.25 Uhr - Bei den Angriffen der USA und Israel auf den Iran ist nach Angaben der iranischen Staatsmedien die Tochter des Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und ein Enkel getötet worden.

01.14 Uhr - Die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge nach den Angriffen auf den Iran keine strategischen Ölreserven freigeben. Es habe "überhaupt keine Gespräche" darüber gegeben, zitiert die "Financial Times" einen Vertreter des Energieministeriums. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.

01.11 Uhr - Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran zielen Insidern zufolge auf ein Treffen von Ajatollah Ali Chamenei mit hochrangigen Beratern. Israel zufolge werden Chamenei sowie der frühere Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Schamchani, und der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammad Pakpur, getötet. Zwei iranische Insider bestätigen der Nachrichtenagentur Reuters ein Treffen Chameneis mit Schamchani und dem Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, kurz vor den Angriffen.

00.13 Uhr - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hält am Montag eine Dringlichkeitssitzung wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran ab. Das von Russland beantragte Treffen beginne um 09.00 Uhr (MEZ), teilt die UN-Behörde mit. Diplomaten zufolge gibt es keine Anzeichen dafür, dass bei den Angriffen am Samstag iranische Atomanlagen getroffen wurden.

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