Washington, 25. Feb (Reuters) - Die USA wollen offenbar die Ölblockade gegen Kuba lockern. Es würden Lizenzen für den Verkauf von venezolanischem Öl an Kuba erteilt, kündigte das US-Finanzministerium am Mittwoch an. Voraussetzung sei, dass die Geschäfte der Bevölkerung und dem Privatsektor zugutekämen. Ölverkäufe, von denen das Militär oder staatliche Institutionen profitierten, blieben verboten.
Die Öllieferungen aus Venezuela waren im Januar zum Erliegen gekommen, nachdem die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro festgenommen und die Kontrolle über die Exporte des südamerikanischen Landes übernommen hatten. Dies hatte die Energiekrise in Kuba drastisch verschärft, das auf die Importe des vergleichsweise günstigen Öls aus dem bis dahin ebenfalls sozialistischen Venezuela angewiesen war.
US-Präsident Donald Trump pocht darauf, dass Partner Venezuelas wie Kuba nun marktübliche Ölpreise zahlen müssen. Es ist jedoch unklar, ob die Regierung in Havanna sich dies leisten kann. Große Handelshäuser verlangen in der Regel Bankgarantien oder Barzahlung, während Kuba jahrelang von Vorzugskonditionen im Rahmen eines bilateralen Abkommens mit Venezuela profitiert hatte.