
Gold hat zum Jahresstart eine Achterbahnfahrt hingelegt – und genau das hat bei vielen die Frage ausgelöst: War das schon das Ende der Rallye, oder ist das nur ein kurzfristiges Durchatmen? Die Analysten der UBS sind hier ziemlich klar positioniert: Die Kräfte, die Gold zuvor nach oben getrieben haben, sind weiterhin intakt. Und damit ist die jüngste Volatilität aus ihrer Sicht weniger ein Warnsignal für einen Trendbruch – sondern eher ein „Reset“, der den Markt neu sortiert.
Am 29. Januar markierte Gold ein neues Rekordhoch bei 5.594 US-Dollar je Unze. Doch was danach passierte, war nichts für schwache Nerven: Einen Tag später fiel der Preis um 9 % und rutschte zeitweise bis in den Bereich von 4.400 US-Dollar (Intraday-Tief). UBS-Stratege Vincent Heaney sagt, dieser Move habe „Investoren verunsichert“ – was wenig überrascht, denn ein derart brutaler Rücksetzer nach einem Allzeithoch fühlt sich für viele wie ein Stimmungsbruch an.
Seitdem hat sich der Preis unterhalb von 5.000 US-Dollar stabilisiert. Laut UBS steckt Gold aktuell in einer Art Tauziehen fest:
Auf der einen Seite stehen Dip-Buyer, die Rücksetzer nutzen. Auf der anderen Seite verschieben sich die Erwartungen an die Zinspolitik der US-Notenbank – und genau diese Erwartungen sind für Gold besonders entscheidend, weil Zinsen die Opportunitätskosten eines nicht verzinslichen Assets beeinflussen.
UBS bewertet die jüngsten Turbulenzen ausdrücklich als „Reset rather than regime change“ – also als Neusortierung, nicht als dauerhafte Trendwende. Ein Argument: Der Spotpreis liegt 2026 weiterhin rund 15 % höher (trotz der heftigen Schwankungen).
Besonders wichtig findet die UBS den Bereich 4.500 bis 4.800 US-Dollar. Das sei eine Zone, in der sich „die Fundamentaldaten wieder stärker durchsetzen“. Warum? Weil hier mehrere Treiber zusammenlaufen:
Hier wird es aus Investorensicht richtig relevant: UBS sieht die Nachfrage nicht als Theorie, sondern als messbaren Faktor. Die Bank verweist darauf, dass Zentralbanken 2025 insgesamt 863 Tonnen Gold gekauft haben – und erwartet, dass die Käufe 2026 auf 950 Tonnen steigen könnten.
Auch bei ETFs rechnet UBS mit mehr Rückenwind: Die ETF-Zuflüsse sollen auf 825 Tonnen zulegen. Das ist bemerkenswert, weil ETF-Flows oft als Stimmungsbarometer gelten: Wenn ETFs anspringen, bedeutet das häufig, dass nicht nur „Sicherheitskäufer“, sondern auch Kapitalmarktinvestoren wieder systematischer auf Gold setzen.
UBS argumentiert außerdem historisch: Solche Rückgänge könnten ähnlich ablaufen wie frühere Pullbacks in der Mitte eines Aufwärtszyklus, etwa 1974 und 2020. Damals gab es ebenfalls deutliche Dips – aber der übergeordnete Trend setzte sich danach fort. Die Botschaft dahinter ist klar: Volatilität kann Teil einer Rallye sein, nicht ihr Ende.
UBS bleibt für 2026 insgesamt bullish: Die Bank hält es für realistisch, dass Gold bis zur Jahresmitte auf bis zu 6.200 US-Dollar je Unze steigen kann. Danach erwartet sie eine Konsolidierung und sieht den Preis bis Dezember bei etwa 5.900 US-Dollar.
UBS empfiehlt Anlegern eine „mid-single-digit-percentage allocation“ – also eine Allokation im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Begründung: Gold soll vor allem als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Risiken dienen.
Und genau hier liegt der entscheidende Punkt: UBS verkauft Gold nicht als kurzfristigen Trade, sondern als strategisches Element im Portfolio – besonders in Phasen, in denen Zinserwartungen, geopolitische Spannungen und Kapitalflüsse schnell drehen können.
Wenn du willst, kann ich den Text im nächsten Schritt auch noch stärker “artikeltypisch” ausbauen (z. B. mit einer kurzen Einordnung „Warum Zinsen Gold treiben“, oder einer sauberen „Chance vs. Risiko“-Passage) — aber ohne etwas vom Inhalt wegzulassen.