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Bangladesch und USA einigen sich auf Handelsabkommen - Zölle sinken

ReutersFeb 9, 2026 9:00 PM

- Kurz vor den Parlamentswahlen in Bangladesch hat sich das südasiatische Land mit den USA auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Der am Montag unterzeichnete Vertrag sieht unter anderem eine Senkung der US-Einfuhrzölle auf 19 Prozent vor. Für bestimmte Textilien, die unter Verwendung von US-Baumwolle oder Kunstfasern hergestellt werden, sollen die Zölle ganz entfallen, sagte der Chef der Übergangsregierung, Muhammad Yunus. Bereits im August hatte das Land eine Senkung der US-Zölle von ursprünglich geplanten 37 auf 20 Prozent ausgehandelt.

Im Gegenzug gewährt es Industrie- und Agrargütern aus den USA einen bevorzugten Marktzugang. Dazu gehören nach Angaben der Regierung in Washington unter anderem Chemikalien, Maschinen, Fahrzeuge sowie Sojaprodukte und Fleisch. Zudem habe sich Bangladesch zur Einhaltung internationaler Arbeitsrechte und Umweltstandards verpflichtet.

Die Einigung kommt wenige Tage vor den Wahlen in Bangladesch am Donnerstag. Das Land wird seit der Flucht von Ex-Ministerpräsidentin Sheikh Hasina im August 2024 von einer Übergangsregierung unter Yunus geführt. Für die Wirtschaft ist das Abkommen von großer Bedeutung: Die Textilindustrie ist das Rückgrat der Wirtschaft, steht für mehr als 80 Prozent der Exporteinnahmen und beschäftigt rund vier Millionen Menschen. Derweil kämpft das Land mit hoher Inflation, schwindenden Devisenreserven und ist auf Milliardenhilfen von IWF und Weltbank angewiesen.

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