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China und USA vor Treffen Trump-Xi um Entspannung bemüht

ReutersFeb 4, 2026 6:47 PM

- China und die USA bekunden im Vorfeld des Treffens der Präsidenten Xi Jinping und Donald Trump die Bereitschaft zu Kompromissen im Handelskonflikt zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften. Xi habe eingewilligt, die Sojabohnen-Importe aus den USA in der laufenden Saison von zwölf auf 20 Millionen Tonnen zu erhöhen, teilte Trump am Mittwoch nach einem Telefonat mit Xi mit. Dies sei eine Geste des guten Willens vor dem Staatsbesuch in Peking im April. Trump bezeichnete das Gespräch als sehr positiv. Die Beziehungen zu China und sein persönliches Verhältnis zu Xi seien ausgezeichnet. Xi betonte laut chinesischen Angaben, er messe den chinesisch-amerikanischen Beziehungen große Bedeutung bei.

Überschattet werden die bilateralen Beziehungen allerdings vom Streit über Taiwan. Die Regierung in Peking mahnte die USA in einer offiziellen Zusammenfassung des Gesprächs, bei Waffenverkäufen an die Insel "Vorsicht walten zu lassen". Die USA hatten im Dezember ihr bislang größtes Rüstungsgeschäft mit Taiwan im Volumen von 11,1 Milliarden Dollar angekündigt. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und hat auch den Einsatz militärischer Gewalt zur Wiedereingliederung der demokratisch regierten Insel nicht ausgeschlossen. Die USA pochen dagegen auf das Selbstbestimmungsrecht Taiwans.

Xi hatte wenige Stunden vor dem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen. Mit Trump erörterte er neben Taiwan auch den Krieg in der Ukraine, den Iran sowie Energiefragen.

Beide Seiten signalisierten laut der Expertin Bonnie Glaser vom German Marshall Fund den Willen, die Stabilität in den Beziehungen zu wahren. Dennoch bleiben wirtschaftliche Reibungspunkte bestehen: US-Vizepräsident JD Vance stellte am Mittwoch Pläne für ein Bündnis für kritische Mineralien vor, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Zudem deutete die US-Regierung nach der Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an, dass China künftig Öl aus Venezuela zu US-Bedingungen kaufen müsse.

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