
Gold (XAU/USD) setzt seine Rekordrallye am Mittwoch zum achten Mal in Folge fort und überschreitet während der asiatischen Sitzung die Marke von 5.200 USD. Wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten im Gefolge der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump erweisen sich als Schlüsselfaktor, der weiterhin die Ströme in den sicheren Hafen Rohstoff antreibt. Darüber hinaus bieten erneute Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) und die Aussichten auf niedrigere Zinssätze in den USA einen zusätzlichen Schub für das renditelose gelbe Metall.
Darüber hinaus trägt das anhaltende Kaufverhalten der Zentralbanken, zusammen mit steigender Investitionsnachfrage und Allokationen in nicht-Dollar-Vermögenswerte, zum starken positiven Momentum bei. In der Zwischenzeit gleichen die unterstützenden Faktoren die optimistische Marktstimmung und eine moderate Erholung des US-Dollars (USD) von einem Vierjahrestief aus, was tendenziell den Goldpreis untergräbt. Händler warten nun auf das Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung, um weitere Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten, der die Preisdynamik des USD beeinflussen und dem XAU/USD-Paar neuen Schwung verleihen wird.
Der aufsteigende Kanal bei 4.696,64 USD unterstützt den Aufwärtstrend, mit Widerstand bei etwa 5.274,38 USD. Die MACD-Linie liegt über der Signallinie, wobei beide über null liegen, was auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hinweist. Das Histogramm hat begonnen, sich zusammenzuziehen, was darauf hindeutet, dass das Momentum in den Widerstand abkühlen könnte. Der RSI liegt bei 77 (überkauft) und warnt, dass der Aufwärtstrend in der Nähe des Kanaloberlimits begrenzt sein könnte.
Sollte das XAU/USD-Paar eine Pause einlegen, liegt die erste Unterstützung am Kanalboden bei etwa 5.096,12 USD, was die Serie höherer Tiefs intakt hält. Ein klarer Durchbruch über die obere Grenze würde den Anstieg ausweiten, während eine Ablehnung dort eine Konsolidierung zurück zur unteren Bandbreite auslösen könnte. Der MACD bleibt fest positiv, auch wenn sich das Histogramm verengt, während die überkaufte Lesung des RSI eine Phase der Verdauung begünstigt, bevor eine neue Trendausdehnung erfolgt. Insgesamt bleibt die Kanalneigung bullish, wobei flache Rückgänge zu erwarten sind, solange die Struktur hält.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.