
Gold (XAU/USD) baut auf die explosive Rallye der letzten Woche auf und gewinnt am sechsten Tag in Folge stark an positiver Dynamik, während es während der asiatischen Sitzung am Montag ein neues Allzeithoch erreicht. Der Rohstoff nähert sich der Marke von 5.100 USD, da Anleger weiterhin in traditionelle sichere Anlagen flüchten, angesichts anhaltender geopolitischer und handelsbezogener Unsicherheiten. Darüber hinaus bleiben die Aussichten auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank (Fed), anhaltende Käufe durch Zentralbanken und Rekordzuflüsse in börsengehandelte Fonds unterstützend für die unaufhörliche Rallye.
In der Zwischenzeit haben Anleger Geld aus US-Vermögenswerten abgezogen, was auf erhöhte wirtschaftliche und politische Risiken im Zusammenhang mit den Zollbedrohungen von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen ist. Hinzu kommt, dass der Angriff der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der Fed und Bedenken über die Staatsverschuldung den US-Dollar (USD) auf den niedrigsten Stand seit September 2025 drücken, was Gold zusätzlich unterstützt. Händler blicken nun auf das Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Sitzung am Mittwoch, um Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed zu erhalten, der den USD und das renditeschwache gelbe Metall beeinflussen wird.
Der aufsteigende Kanal von 4.464,07 USD stützt den Aufwärtstrend, mit Widerstand nahe 5.099,04 USD. Das XAU/USD-Paar schwebt nahe der oberen Grenze, wo Rallyes tendenziell ins Stocken geraten. Ein klarer Ausbruch könnte den Anstieg verlängern, während eine Ablehnung an dieser Barriere den Fortschritt innerhalb des Kanals begrenzen würde.
Die MACD-Linie hält sich über der Signallinie und über null, und das positive Histogramm erweitert sich, was auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hindeutet. Der RSI steht bei 80,76 und zeigt angespannte Bedingungen an, die eine Pause vorwegnehmen könnten. Sollte das Momentum nachlassen, liegt die Unterstützung in der Nähe des Kanalbodens bei 4.932,75 USD. Das Halten dieser Basis würde die bullische Struktur bewahren, während ein klarer Durchbruch nach unten eine tiefere Korrekturphase signalisieren würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.