
Gold (XAU/USD) setzt seinen wöchentlichen Aufwärtstrend fort und steigt während der asiatischen Sitzung am Freitag auf ein neues Allzeithoch, etwa im Bereich von 4.967 USD. Der Rohstoff bleibt auf Kurs, um starke wöchentliche Gewinne zu verzeichnen, trotz der entspannenden geopolitischen Spannungen nach dem U-Turn von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönland. Tatsächlich zog Trump seine Drohung zurück, zusätzliche Zölle auf acht europäische Nationen zu erheben, und schloss eine gewaltsame Aneignung Grönlands aus. Dies unterstützt die optimistische Marktstimmung, die tendenziell die Nachfrage nach traditionellen sicheren Anlagen verringert, auch wenn es wenig dazu beiträgt, die starke bullische Stimmung rund um das Edelmetall zu dämpfen.
Unterdessen zieht der US-Dollar (USD) einige Käufer an und erholt sich teilweise von dem nächtlichen Rückgang, der näher an einem zweiwöchigen Tief liegt. Dies, zusammen mit extrem überkauften Bedingungen auf kurzfristigen Charts und der optimistischen Stimmung an den globalen Aktienmärkten, könnte Händler davon abhalten, neue bullische Wetten auf das sichere Gold zu platzieren. Eine signifikante Aufwertung des USD scheint im Hinblick auf Wetten auf mindestens zwei weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) unerreichbar. Dies sollte weiterhin als Rückenwind für das zinslose gelbe Metall wirken, was darauf hindeutet, dass korrigierende Rücksetzer eher gekauft werden und begrenzt bleiben.
Der Ausbruch in dieser Woche durch das obere Ende eines aufsteigenden Kanals, der seit Ende Oktober besteht, wurde als entscheidender Auslöser für die XAU/USD-Bullen angesehen und bestätigt die kurzfristige positive Perspektive. Die MACD-Linie steht über der Signallinie, beide über null, und das positive Histogramm weitet sich aus, was auf ein sich verstärkendes bullisches Momentum hindeutet. Der RSI bei 81,11 ist überkauft und könnte kurzfristig die Gewinne begrenzen, auch wenn der Ausbruch eine Fortsetzung nach oben begünstigt.
Das Momentum bleibt stark, aber die überkauften Bedingungen erhöhen das Risiko eines Rücksetzers in Richtung des Kanalbodens bei 4.437,46 USD, sollte das Kaufinteresse nachlassen. Der MACD bleibt im positiven Bereich und über der Signallinie; ein sich verengendes Histogramm würde auf nachlassendes Momentum und eine Korrekturphase hindeuten. Der RSI bleibt über 70 und verstärkt ein überkauftes Profil, das eine Pause auslösen könnte, bevor der breitere Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird, solange der Preis über dem früheren Widerstand des Kanals bleibt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.