
Gold (XAU/USD) verliert an Boden, nachdem es im vorherigen Handel ein neues Rekordhoch von 4.643 USD erreicht hat, und notiert am Donnerstag bei etwa 4.600 USD pro Unze. Der zinslose Goldpreis verlor an Wert, da ein stärker als erwarteter US-Erzeugerpreisindex (PPI) und Einzelhandelsumsätze sowie die letzte Woche gesunkene Arbeitslosenquote die Argumentation für die US-Notenbank (Fed) verstärkten, die Zinssätze in den kommenden Monaten unverändert zu lassen.
Die Preise für Gold als sicheren Hafen schwächen sich ebenfalls ab, was teilweise die nachlassenden geopolitischen Bedenken widerspiegelt. US-Präsident Donald Trump sagte, Berichte hätten gezeigt, dass die Tötungen im Zusammenhang mit der iranischen Repression nachließen und dass keine großangelegten Hinrichtungen geplant seien, obwohl er mögliche militärische Maßnahmen der USA nicht ausschloss und anmerkte, dass Washington die Entwicklungen weiterhin beobachten werde, so Reuters.
Die Nachfrage nach sicheren Häfen für Edelmetalle, einschließlich Gold, könnte weiter zunehmen, da die Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed wieder aufkeimen. Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, kritisierte die Entscheidung der Trump-Administration, ihn vorzuladen, und sagte, dies sei eine Einschüchterung der Fed, um eine lockerere Geldpolitik zu erzwingen. Trump erklärte am Mittwoch, dass er nicht plane, Powell zu entlassen, trotz der strafrechtlichen Ermittlungen des Justizministeriums gegen den Fed-Vorsitzenden, aber es sei "zu früh", um zu sagen, was er letztendlich tun würde.
Gold (XAU/USD) wird am Donnerstag bei etwa 4.600 USD gehandelt. Die technische Analyse des Tagescharts zeigt, dass das XAU/USD-Paar innerhalb eines aufkommenden aufsteigenden Keilmusters bleibt. Diese Formation signalisiert ein schwächer werdendes Aufwärtsmomentum und warnt vor einer potenziellen bärischen Umkehr, wenn der Preis unter die untere Trendlinie bei starkem Volumen bricht.
Der Goldpreis hält sich über dem steigenden neun-Tage-Exponential Moving Average (EMA), was den kurzfristigen Aufwärtstrend intakt hält. Der 50-Tage-EMA zeigt nach oben und stützt die breitere bullische Tendenz. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt bei 66,05 und ist positiv, ohne überkaufte Extreme. Der RSI könnte sich in Richtung der Mittellinie entspannen, wenn das Momentum nachlässt, aber ein hohes Niveau würde den Aufwärtsdruck aufrechterhalten.
Der unmittelbare Widerstand scheint beim Rekordhoch von 4.643 USD zu liegen, gefolgt von der oberen Begrenzung des aufsteigenden Keils bei etwa 4.660 USD. Ein Durchbruch über diese Widerstandszone würde das XAU/USD-Paar auf das Niveau von 4.700 USD führen. Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung beim neun-Tage-EMA von 4.535,64 USD, gefolgt von der unteren Begrenzung des aufsteigenden Keils bei etwa 4.490,00 USD.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.