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VENEZUELA-TICKER-Linken-Chef für europäische Botschaften in Grönland

ReutersJan 5, 2026 8:29 AM

- Die USA haben Venezuela angegriffen und den langjährigen Präsidenten des ölreichen südamerikanischen Staates, Nicolas Maduro, nach New York in ein Gefängnis überstellt. Es folgen wichtige Entwicklungen im Ticker:

09.20 Uhr - Linken-Co-Chef Jan van Aken schlägt vor, dass die europäischen Staaten Botschaften in Grönland eröffnen sollten. "Dann müssten die Amerikaner Europäer festnehmen, mit militärischer Gewalt, das sollen sie mal tun", sagt van Aken den TV-Sendern RTL/ntv. Zugleich lehnt er die Entsendung europäischer Soldaten nach Grönland ab. Van Aken fordert wegen der US-Militärintervention in Venezuela zudem eine Debatte über das Einfrieren von US-amerikanischem Staatsvermögen.

08.10 Uhr - Außenminister Johann Wadephul hat die zurückhaltende Reaktion von Bundeskanzler Friedrich Merz auf die US-Militärintervention in Venezuela verteidigt. Es handele sich um eine außerordentlich komplexe Lage, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Ein Aspekt sei, dass "ein Machthaber jetzt abgelöst worden ist, der ein Gewaltregime der Menschenrechtsverletzungen, der die Flucht von acht Millionen Menschen, ein Fünftel der gesamten Bevölkerung, zu verantworten hat", fügt Wadephul hinzu. Man sehe zudem ein starkes chinesisches, iranisches, auch russisches Engagement in der Region. "Also geopolitisch haben wir auch ein Interesse, haben die USA ein Interesse, das zurückzudrängen und darauf achtzugeben", betont der Außenminister. Zugleich gelten internationales Recht, die territoriale Unversehrtheit und ein Gewaltverbot. "Also das ist ein wirklich sehr komplexer Vorgang." Die USA müssten der Weltöffentlichkeit erklären, auf welcher rechtlichen Basis sie eingegriffen hätten.

07.50 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul hält es für möglich, dass er in nächster Zeit nach Grönland reisen wird. Grönland gehöre zum Königreich Dänemark, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk vor einer Reise nach Litauen. "Also das ist unbestritten in Europa und unser europäischer Zusammenhalt in dieser Frage ist auch völlig klar", fügt er auf eine Frage nach den US-Ansprüchen auf Grönland hinzu. Sicherlich müsse man die Sicherheitslage in der arktischen Region in der Nato besprechen. US-Präsident Donald Trump habe richtigerweise darauf hingewiesen, dass es ein verstärktes chinesisches und russisches Interesse an dieser Region gebe. "Das berührt unsere Sicherheitsinteressen." Über diese Fragen sei man bereit, mit den USA zu sprechen, sagt der Außenminister. "Aber das lässt natürlich Fragen der territorialen Integrität Grönlands und Dänemarks völlig unberührt", betont Wadephul. "Das ist durchaus möglich, dass ich demnächst mal in Grönland bin." Trump hatte am Sonntag den Anspruch der USA auf Grönland bekräftigt. Er äußerte sich in einem Telefoninterview mit dem Magazin "The Atlantic" im Zusammenhang mit der US-Intervention in Venezuela.

02.50 Uhr - Bei dem US-Einsatz in Venezuela zur Festnahme von Präsident Nicolas Maduro werden nach kubanischen Angaben 32 Bürger des Landes getötet. Die Regierung in Havanna ordnet für den 5. und 6. Januar eine zweitägige Staatstrauer an, teilt sie mit. Einzelheiten zu den Beisetzungen sollen noch bekanntgegeben werden.

02.38 Uhr - China kritisiert das Vorgehen der USA in Venezuela. "Wir akzeptieren nicht, dass eine Nation beanspruchen kann, der Weltrichter zu sein", erklärt Außenminister Wang Yi. China glaube zudem nicht, dass ein Land als "Weltpolizei" agieren könne. Die Souveränität aller Länder müsse nach internationalem Recht geschützt werden.

02.03 Uhr - US-Präsident Donald Trump kann sich einen Militäreinsatz gegen die Regierung Kolumbiens vorstellen. Eine auf die kolumbianische Regierung ausgerichtete Militäroperation klinge gut für ihn, sagt Trump.

01.55 Uhr - Das russische Föderationsratsmitglied Alexei Puschkow warnt nach der US-Militäraktion in Venezuela vor einem Scheitern des Einsatzes. "Wird dieser 'Triumph' nicht in einer Katastrophe enden?", schreibt Puschkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Er zieht dabei Vergleiche zu früheren US-Interventionen. Zuvor hatte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, die Aktion als "rechtswidrig" verurteilt, aber zugleich anerkannt, dass US-Präsident Donald Trump konsequent US-Interessen verfolge.

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