Warum die Oracle-Aktie vorbörslich um 7 % zulegte? Rekord-RPO, Cloud-Prognose für das Gesamtjahr deutlich angehoben
Im US-Vorbörsenhandel stiegen die Oracle-Aktien um über 7 %, da Umsatz, bereinigtes Ergebnis je Aktie und Auftragsbestand im ersten Geschäftsquartal die Markterwartungen übertrafen. Gestützt durch eine starke KI-Infrastrukturnachfrage stieg der Gesamtumsatz um 30 % auf 19,345 Milliarden US-Dollar. Oracle hob das Jahresgewinnziel leicht an. Hauptrisiko bleiben jedoch stark steigende Kapitalausgaben für Rechenzentren, die den freien Cashflow belasteten. Das Unternehmen plant zur Entlastung den Ausbau alternativer Kooperations- und Finanzierungsmodelle, um die Barmittelabflüsse zu steuern und das rasche Cloud-Wachstum abzusichern.

TradingKey – Im US-Vorbörsenhandel am Freitag sprangen die Aktien von Oracle (ORCL) zeitweise um mehr als 7 % nach oben, da der Umsatz, das bereinigte Ergebnis je Aktie sowie der Auftragsbestand im jüngsten ersten Geschäftsquartal die Markterwartungen durchweg übertrafen, während das Unternehmen sein Gewinnziel für das Gesamtjahr leicht anhob, da die Nachfrage nach KI-Infrastruktur das zügige Cloud-Wachstum weiter vorantreibt.

Quelle: TradingView
Der Umsatz von Oracle im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erreichte 19,345 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 30 % gegenüber dem Vorjahr und mehr als die Markterwartungen von rund 19,1 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 30 % auf 1,92 US-Dollar und übertraf die Analystenschätzungen von 1,74 bis 1,75 US-Dollar ebenfalls deutlich. Der GAAP-Nettogewinn des Unternehmens kletterte im Jahresvergleich um 63 % auf 4,76 Milliarden US-Dollar, was zeigt, dass sich die KI-Cloud-Expansion zunehmend in einem stärkeren Gewinnwachstum niederschlägt.
Im ersten Geschäftsquartal erreichte der gesamte Cloud-Umsatz von Oracle 11,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 62 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Davon schoss der Umsatz mit Cloud-Infrastruktur um 121 % auf 7,4 Milliarden US-Dollar nach oben und übertraf damit die Markterwartungen von rund 7,19 Milliarden US-Dollar. Hierbei ist zu beachten, dass die 11,6 Milliarden US-Dollar den kombinierten Umsatz aus IaaS und SaaS darstellen, während sich die 7,4 Milliarden US-Dollar speziell auf die OCI-Infrastrukturumsätze beziehen, weshalb die beiden Zahlen nicht gleichgesetzt werden sollten.
Ein weiterer Hauptgrund für die vorbörsliche Stärke der Aktie war der anhaltende Ausbau des Auftragsbestands. Ende August erreichten die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) von Oracle 664 Milliarden US-Dollar, nach 638 Milliarden US-Dollar im Vorquartal, und lagen damit über den Analystenerwartungen von rund 639,9 Milliarden US-Dollar.
Das Unternehmen schloss im ersten Geschäftsquartal neue KI-Cloud-Verträge im Wert von über 30 Milliarden US-Dollar ab und erklärte, dass diese zusätzlichen Verträge die bestehenden Finanzierungspläne nicht weiter erhöhen würden. Dies linderte am Markt Bedenken bezüglich der Befürchtung, dass „mehr Aufträge zu einer größeren Finanzierungslücke führen“.
Gleichzeitig hob Oracle sein Ziel für das bereinigte Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr 2027 von 8,05 auf 8,10 US-Dollar an und rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von mindestens 90 Milliarden US-Dollar. Für das zweite Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 30 % bis 34 % gegenüber dem Vorjahr, ein Wachstum des Cloud-Umsatzes auf US-Dollar-Basis von 65 % bis 71 % sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,85 bis 1,93 US-Dollar. Dies deutet darauf hin, dass das gesamte Cloud-Geschäft von Oracle auf schnellem Wachstumskurs bleibt, wobei OCI voraussichtlich der wichtigste Treiber bleibt und den Druck durch rückläufige Umsätze im traditionellen Softwaregeschäft teilweise ausgleichen könnte.
Allerdings bleiben die Investitionen (Capex) das Hauptrisiko der KI-Strategie von Oracle. Im ersten Geschäftsquartal beliefen sich die Kapitalausgaben des Unternehmens auf rund 28,5 Milliarden US-Dollar und lagen damit deutlich über der Marktschätzung von 19,2 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow in diesem Zeitraum bei etwa minus 5 Milliarden US-Dollar lag. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet das Unternehmen mit Investitionen von 90 bis 95 Milliarden US-Dollar, wobei die Netto-Cash-Capex 70 Milliarden US-Dollar nicht überschreiten sollen. Die enormen Baukosten für Rechenzentren könnten den Druck auf die Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung weiterhin erhöhen.
Um die finanzielle Belastung zu mindern, baut Oracle Kooperationsmodelle wie Kundenvorauszahlungen, „Bring-your-own-Hardware“ und Co-Investitionen durch Lieferanten aus. Das Management betonte, dass nicht alle Rechenzentrumsprojekte von Oracle eigenständig finanziert werden müssen und die neuen KI-Verträge die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen nicht verändert haben. Wenn diese Modelle die Vorab-Barausgaben reduzieren und nach dem Kapazitätshochlauf stabile Cashflows generieren können, dürften sich die Sorgen des Marktes bezüglich der Bilanz von Oracle weiter abschwächen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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